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Die Apotheke

Krankheiten wirksam vorbeugen – was Apotheken dafür leisten

Apotheken bieten als wohnortnahe Dienstleister beste Voraussetzungen, um an der Vorbeugung von Krankheiten mitzuwirken. Den Beweis für den Erfolg ihrer Arbeit sollen Studien erbringen, die von der im Jahr 2011 gegründeten "Förderinitiative Prävention" unterstützt werden. Deren erste Vorsitzende, Apothekerin Jutta Rewitzer, über Ziele, Nutzen und Projekte.

Jutta Rewitzer

Jutta Rewitzer
© Alois Müller

Welches Ziel verfolgen Sie mit der Förderinitiative Prävention?

Rewitzer: Unser Ziel ist es, Krankheiten sowie deren Folgeerkrankungen zu verhindern, beziehungsweise deren Ausbruch hinauszuzögern. Auf diese Weise können Apotheken dazu beitragen, dass gerade auch ältere Menschen länger gesund bleiben.

Welche Organisationen stehen hinter der Initiative?

Rewitzer: Die Förderinitiative Prävention ist ein gemeinnütziger Verein, in dem sich zwölf Apothekerkammern und Apothekerverbände sowie Fördermitglieder wie zum Beispiel der Govi-Verlag, zusammengeschlossen haben. Wir sind bundesweit aktiv und finanzieren uns aus Spenden sowie aus Mitgliedsbeiträgen. Über die Landesgrenzen hinaus hat sich uns auch die Österreichische Apothekerkammer angeschlossen.

Warum eignen sich speziell Apotheken, um dazu beizutragen, Krankheiten erfolgreich vorzubeugen?

Rewitzer: Apotheken sind ein guter Ort für gezielte Prävention, weil wir viele Menschen schon erreichen, bevor sie überhaupt krank sind oder sich krank fühlen. Das heißt, sie kommen wegen etwas Banalem wie einem Schnupfen in die Apotheke oder weil sie etwas für Angehörige holen, die von ihnen betreut werden. So haben wir einen guten Kontakt zu den Leuten und ein Vertrauensverhältnis. Zudem sind Apotheken flächendeckend vorhanden, also für Jedermann vor Ort.

Was verbirgt sich hinter der Diabetes-Präventionsstudie GLICEMIA, die von der Förderinitiative Prävention unterstützt wird?

Rewitzer: Mit der GLICEMIA-Studie versucht man zu zeigen, dass Menschen mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes dem Ausbruch der Erkrankung mit Hilfe von Apothekenteams vorbeugen, beziehungsweise ihn hinauszögern können. Im Rahmen der Studie bieten momentan 42 Apotheken in Bayern für ihre Risikokunden ein umfassendes Präventionsprogramm an.

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Was kann aus Sicht der Förderinitiative Prävention aus den Ergebnissen der GLICEMIA-Studie erwachsen?

Rewitzer: Wenn wir zeigen können, dass Diabetesprävention in öffentlichen Apotheken funktioniert, dass wir es durch unsere Tätigkeit schaffen können, eine Erkrankung zu verhindern oder ihren Ausbruch hinauszuzögern, dann kann man GLICEMIA auf Basis dieser Erkenntnisse womöglich bundesweit in Apotheken etablieren.

Welche weiteren Projekte unterstützt die Förderinitiative Prävention?

Rewitzer: Als weiteres Projekt haben wir bislang "Hauptsache erholsam schlafen" unterstützt. Das zielt darauf ab, umfassend und individuell über Schlaflosigkeit aufzuklären und damit die Chance zu schaffen, wieder zu einem gesunden und guten Schlaf zu finden. Darüber hinaus unterstützen wir auch kleinere Projekte von Apotheken mit Informationsmaterial.

Vielen Dank für das Gespräch.

Die Fragen stellte Apothekerin Isabel Weinert.

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