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Die Apotheke

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Jede Nacht nutzen mehr als 20.000 Menschen in Deutschland den Apotheken-Notdienst.
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Apotheken: Rund um die Uhr im (Not)Dienst

Jede Nacht und jeden Feiertag leisten etwa 2.000 Apotheken Notdienst. Sie garantieren eine umfassende Versorgung mit lebenswichtigen Arzneimitteln. Und die Bevölkerung nimmt diesen Service gern in Anspruch: Deutschlandweit nutzen mehr als 20.000 Patienten jeden Tag den Apotheken-Notdienst.

In Deutschland ist der Notdienst der Apotheken gesetzlich festgelegt. Ein Notdienstkalender regelt die Reihenfolge, wann welche Apotheke Dienst hat. Doch nicht jede Apotheke muss jeden Tag ran: In der Stadt etwa jede zehnte Apotheke jede Nacht und jeden Feiertag. Anders sieht es in Gebieten mit wenigen Apotheken aus. Hier gibt es Apotheken mit ständiger oder zumindest häufigerer Dienstbereitschaft. Auf der Nordseeinsel Föhr beispielsweise teilen sich die drei Inselapotheken den Notdienst. Jede Apotheke dort hat den Dienst eine Woche lang. Dann wird gewechselt.

Dienstbereite Apotheken online finden

Die Apotheken müssen den Notdienstkalender gut sichtbar aushängen. Meist findet man ihn im Schaufenster. Schneller geht es im Internet: Unter www.aponet.de findet man mit der Notdienstsuche die nächstgelegene diensthabende Apotheke (siehe auch die Suchbox oben rechts auf dieser Seite). Hier sind auch gleich die Entfernung und die Lage auf einer Straßenkarte vermerkt.

Apotheken-Notdienst in Zahlen:

  • Jede Nacht haben etwa 2.000 Apotheken Notdienst.
  • Jede Nacht nutzen etwa 20.000 Menschen den Notdienst.
  • Pro Jahr geben Apotheken im Notdienst mehr als sieben Millionen Arzneimittel an ihre Patienten ab.
  • Etwa jeder vierte Deutsche hat in den letzten fünf Jahren einmal eine Notdienstapotheke aufgesucht.
  • Etwa 60 Prozent der Besucher im Nacht- und Notdienst kommen ohne Rezept.

Im Notdienst hat der Apotheker nur Zugriff auf sein Lager und kann nicht wie tagsüber oder wochentags fehlende Medikamente beim Großhandel nachbestellen. Deshalb gelten etwas andere Regeln, wenn ein verordnetes Arzneimittel nicht vorrätig ist. So darf der Apotheker in gewissem Rahmen rezeptpflichtige Präparate gegeneinander austauschen. Unter Umständen muss er improvisieren und eine Rezeptur anfertigen, wenn er kein passendes Fertigarzneimittel vorrätig hat.

Die Apotheken dürfen eine Notdienstgebühr von 2,50 Euro erheben. Diesen Betrag übernimmt die Krankenkasse, wenn der Arzt auf dem Rezept mit dem Hinweis "noctu" kenntlich gemacht hat, dass es sich um einen Notfall handelte.

Der Notdienst ist besonders für Familien wichtig. Etwa bei jedem dritten Besuch werden Arzneimittel für Kinder besorgt. Ob Antibiotikum für das Kind oder ein Magen-Darm-Mittel: Insgesamt geben die Apotheken im Notdienst mehr als sieben Millionen Arzneimittel pro Jahr an ihre Patienten ab. Und etwa jeder vierte Deutsche hat in den letzten fünf Jahren einmal eine Notdienstapotheke aufgesucht.

Während des Notdienstes dürfen Apotheken nur Arznei-, Krankenpflege-, Desinfektions-, Säuglingspflege- und Säuglingsnährmittel und Hygiene-Artikel abgeben.

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Notdienst-Hotline 22 8 33

Auch per Telefon lassen sich Bereitschaftsapotheken ermitteln. Nach Anruf der Kurzwahl 22 8 33 von jedem Handy (69 Cent/Min) oder der kostenlosen Rufnummer 0800 00 22 8 33 aus dem deutschen Festnetz wird der Kunde mit einem computergesteuerten Sprachdialogsystem verbunden. Dieses fordert den Benutzer auf, seinen Standort anzugeben, und ermittelt davon ausgehend die nächstgelegenen, geöffneten Notdienst-Apotheken. Diese werden dem Anrufer vorgelesen und wahlweise zusätzlich als Text-SMS auf sein Mobiltelefon gesendet.

Nach Versenden einer SMS mit dem Inhalt "apo" an die 22 8 33 (69 Cent/SMS) wird der Kunde mit einer Text-SMS zur Zustimmung für die Ortung seines Standortes über die Mobilfunkzelle gebeten. Sendet er dazu "ja" an die 22 8 33, erfolgt die Lokalisierung des Kunden, und per SMS werden die nächstgelegenen Notdienst-Apotheken mit Adresse, Öffnungszeiten und Telefonnummer übermittelt.

Gibt der Kunde www.22833.mobi in den Internetbrowser seines Handys ein, gelangt er auf eine mobile Webseite. Hier kann man entweder mit nur einem Klick mit dem telefonischen Notdienstfinder verbunden werden oder seinen Standort (PLZ/Ort und Straße) in eine Suchmaske eingeben. Daraufhin erhält der Kunde eine Liste mit den nächstgelegenen Notdienst-Apotheken.

Suche als Smartphone-App

Für das iPhone und iPod touch steht der Apotheken-Notdienstfinder als downloadbare Anwendung im Apple iTunes Store bereit. Je nach aktuellem Standort erstellt die Anwendung zum Zeitpunkt der Nutzung eine aktuelle Liste der nächstgelegenen notdiensthabenden Apotheken. Zu jeder Apotheke werden alle relevanten Details wie Name, Adresse, Telefonnummer, Entfernung und Öffnungszeiten ausgegeben. Die Nutzer können sich die Apotheken auf einer Karte anzeigen und eine Anfahrtsroute errechnen lassen.

Nutzer von Smartphones mit dem Android-Betriebssystem finden die gleiche App im Android-Market.

Apotheker Fabian Henkel

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