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Kräuter in Blumentöpfen, davor Erde und eine Schaufel

Kräuter lassen sich gut in Töpfen vorziehen, bevor sie in den Garten gepflanzt werden.
© Cora Müller - Fotolia

Gesundheit aussäen

Gewürze erntefrisch aus dem Kräutergarten in die Küche zu holen, ist ein Stück Lebensqualität und zudem gesund. Viele Gewürzpflanzen sind zugleich Heilpflanzen. Wie die Anlage eines Kräutergartens gelingt, was es bei der Auswahl des Standorts, der Kräuter und der Bodenbeschaffenheit zu beachten gilt, erfahren Sie hier.

Da Kräuter recht unkompliziert sind und in der Regel schnell wachsen, kann auch ein noch unerfahrener Gärtner bald den Erfolg seiner Arbeit sehen und ernten. Schon im März kann mit der Planung des Gartens und mit der Aufzucht der Pflänzchen aus Samen begonnen werden.

Die Planung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die eigene Garten- oder Balkonfläche in einen Kräutergarten zu verwandeln. Die simpelste Variante ist der Anbau in herkömmlichen Blumentöpfen auf Fensterbank, Balkon oder Terrasse. Die Pflanzen können auch in einem bereits bestehenden Gemüsebeet oder einer Kräuterspirale Platz finden. Idealerweise befindet sich das Beet in Küchennähe. Der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege gibt folgende grundlegende Tipps:

  • Anbaufläche: Es sollten wenn möglich etwa zwei Quadratmeter pro Person im Haushalt vorgesehen werden. Damit können sogar Vorräte für den Winter geerntet werden.
  • Standort: Die normalerweise vorwiegend im Mittelmeerraum beheimateten Kräuter wie Basilikum, Rosmarin, Salbei oder Thymian sind auf sonnige Plätze angewiesen.
  • Bodenbeschaffenheit: Ideal ist humusreicher, lockerer Boden, der sich leicht erwärmt.
  • Düngen: Eine jährliche Gabe von zwei bis drei Litern Kompost pro Quadratmeter führt dem Boden entzogene Nährstoffe wieder zu.

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Kräuter in Eigenaufzucht

Der Gärtner unterscheidet ein- und mehrjährige Kräuter. Die Gartenprofis vom Landesverband empfehlen, einjährige Kräuter wie Borretsch oder Dill ab April direkt an Ort und Stelle auszusäen. Lässt man die Gewürzpflanzen im Sommer blühen, samen sie sich selbst aus.

Mehrjährige Kräuter sät man am besten ab März im Gewächshaus oder am Fensterbrett in geeigneten Behältnissen aus. Es ist wichtig, dass die Pflanzen hell und nicht zu warm stehen. Halten Sie sich bei der Aussaat an die Angaben auf der Samenpackung. In der Regel werden die Samen in Schalen breitwürfig, also nicht zu dicht, in spezielle Aussaaterde gesät. Haben sich aus den Samen robuste Pflänzchen entwickelt, vereinzelt man die schönsten in größere Töpfe: Der Fachmann spricht von Pikieren. Ab Mitte Mai werden die Pflanzen dann draußen ins Beet gepflanzt.

Tipp: Gärtnereien, Baumärkte oder sogar Supermärkte bieten die meisten der Kräuter schon vorgezogen in kleinen Behältnissen an. Topfen Sie die Kräuter nach dem Kauf in größere Töpfe um. Auf alle Fälle sollten Sie die Plastikhülle entfernen, sonst ist die Pflanze anfälliger für Krankheiten.

Die Kräuterspirale

Durch ihre Form schafft die Kräuterspirale unterschiedliche Standortbedingungen für Kräuter. Wer eine Spirale in Eigenleistung erbauen möchte, sollte etwas handwerkliches Geschick mitbringen. Der Bayerische Landesverband für Gartenbau und Landespflege bietet im Internet eine Bauanleitung für Kräuterspiralen und Hochbeete an. Sie finden sie unter der Rubrik "Fachinformationen" und dort unter "Gartengestaltung und Dorfverschönerung".

Apothekerin Christina Brunner

Tipps zur Pflanzenauswahl

Im Kräutergarten könnten zum Beispiel folgende Pflanzen Platz finden: Basilikum, Bohnenkraut, Borretsch, Dill, Estragon, Kerbel, Knoblauch, Liebstöckel, Majoran, Petersilie, Pfefferminze, Rosmarin, Salbei, Schnittlauch, Thymian oder Zitronenmelisse.

Aus den getrockneten Blättern der im Folgenden aufgeführten Kräuter können Sie sogar Heiltees zubereiten. Sie helfen bei leichteren Befindlichkeitsstörungen.

Thymian
Heilwirkung: Die ätherischen Öle wirken unter anderem schleim- und krampflösend. Thymianextrakte werden deshalb bei Husten angewendet.

Zitronenmelisse
Heilwirkung: Auszüge der Blätter wirken beruhigend und krampflösend.

Salbei
Heilwirkung: Extrakte der Blätter lindern Entzündungen. Mit Salbeitee kann man zum Beispiel bei Entzündungen in Mund und Rachen gurgeln.

Rosmarin
Heilwirkung: Tee aus Rosmarinblättern ist gut für den Magen, zum Beispiel bei Blähungen, Völlegefühl oder zur Appetitanregung.

Für einen Tee etwa einen Esslöffel des jeweiligen getrockneten Krauts mit 150 Millilitern kochendem Wasser übergießen. Das Ganze dann fünf Minuten ziehen lassen und dann durch ein Teesieb abseihen. Beim Selbsttrocknen von Pflanzen können unter Umständen Pannen pasieren, zum Beispiel Schimmelbefall. Wer also ganz sicher gehen möchte, greift auf pflanzliche Präparate aus der Apotheke zurück. Diese sind bei Beschwerden zuverlässiger, haben eine definierte Extraktmenge und sind auf ihre Reinheit geprüft.

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