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Gesundheit und Beruf

Mann im Anzug mit einer Hand am Türgriff und der anderen Hand auf einer Nummernpad

Türgriffe und Tastaturen sind echte Keimschleudern.
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Erkältung: Die größten Fallen meiden

Mit dem Herbst bricht eine Jahreszeit an, die das Immunsystem besonders beansprucht. Lesen Sie hier mehr über die häufigsten Ursachen für Husten, Schnupfen, Heiserkeit und wie Sie ihnen entkommen.

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  1. Vor Kurzem noch luftig locker gekleidet und schon heißt es wieder: dick einpacken. Wie schön war es doch, barfuß in der Wohnung umherzugehen oder die Haare an der Luft trocknen zu lassen. Kühlt jedoch die Haut an einer Stelle des Körpers aus, ziehen sich dort und in der Nase die Blutgefäße zusammen. Das ist die erste Erkältungsfalle. Dabei kühlt die Nase ab und lädt Krankmacher ein, zu bleiben und sich breitzumachen. Denn eigene Abwehrzellen stoßen kaum in kalte, schlecht durchblutete Partien vor. Zusätzlich schwächt es das Immunsystem, wenn der Körper ständig auf Hochtouren läuft, um seine Temperatur konstant zu halten.
  2. Wer jetzt auf Heizung statt auf dickere Kleidung setzt, tappt in die zweite Falle: trockene, warme Luft kann die Schleimhäute in Mund und Nase austrocknen. Dann geht Ähnliches vor sich wie bei einer kalten Nase: Krankheitserreger bleiben unbehelligt und vermehren sich. Im Nu hat man Schnupfen, Husten oder Halsweh.
  3. Menschen-Ansammlungen sind ein Fest für Viren. Man umarmt sich, schüttelt Hände oder steht unfreiwillig dicht gedrängt auf Partys oder in Bus und Bahn zusammen. Ein Husten, ein Niesen − die Wege sind kurz von einem zum andern. So sieht die dritte Erkältungsfalle aus.
  4. Aber Menschen übertragen Viren nicht nur auf direktem Wege. Die vierte Falle: Auch Gegenstände, die wir berühren, sind mitunter regelrechte Keimschleudern. Die wohl bekanntesten Beispiele sind Türgriffe, Telefonhörer und Tastaturen. Oft und von vielen benutzt sowie selten gereinigt, haften große Mengen an Keimen auf ihnen. Meist kein Problem für den Körper, wenn nicht gerade das Immunsystem schwächelt. Doch wann das der Fall ist, kann keiner genau wissen.
  5. Wer zu wenig schläft und seinen Körper stresst, der kann fast schon damit rechnen, sich eine Erkältung einzufangen. Die fünfte Erkältungsfalle schnappt zu. Dabei spielt es keine Rolle, woher der Stress kommt, ob von der Arbeit, von zu Hause, durch Termindruck oder durch übermäßigen Sport. Auch Freizeit kann anstrengen, so ist zum Beispiel eine durchfeierte Partynacht Gift für die Immunabwehr.
  6. Gift für die Immunabwehr sind auch Alkohol und Zigaretten, die sechste Erkältungsfalle. Alkohol löst nicht nur die Stimmung. Da Alkohol die Durchblutung der Haut und damit die Wärmeabgabe fördert, gibt der Körper in kalter Luft vermehrt Wärme ab, statt die Verluste möglichst gering zu halten. Rauchen legt zusätzlich die Selbstreinigungsfunktion der Lunge mit ihren sogenannten Flimmerhärchen lahm. Bei uneingeschränkter Funktion transportieren sie eingeatmeten Schmutz, Staub und auch Erkältungskeime wieder nach draußen.
  7. Auch eine ausgewogene Ernährung ist entscheidend für ein schlagkräftiges Immunsystem. Häufig nimmt man sich zu wenig Zeit zum Essen, isst oft dasselbe oder einfach wahllos. Schnell mangelt es dem Körper an wichtigen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen. So schnappt die siebte Erkältungsfalle zu, und Viren breiten sich aus. Wie man fehlende Vitamine und Spurenelemente am besten ersetzen kann, erfahren Sie in der Apotheke.

Franziska Wahle

So bleiben Sie gesund

Zwiebel-Prinzip: Ziehen Sie mehrere Schichten Kleidungsstücke übereinander an. Dann können Sie schnell auf wechselnde Außentemperaturen reagieren und müssen weder frieren noch schwitzen. Halten Sie Ihren Hals mit einem Tuch oder Schal warm, wenn Sie nach draußen gehen. Für drinnen gilt: Räume nicht überheizen und mehrmals am Tag für wenige Minuten stoßlüften, dabei den Raum nicht völlig auskühlen lassen. In der Erkältungszeit lieber einmal mehr die Hände waschen und nicht durchs Gesicht wischen. Das kann Sie und andere vor einer Erkältung bewahren. Ansonsten denken Sie daran, ausreichend zu trinken und möglichst gesund zu essen.

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