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Das tut Fieber-Patienten gut

Gerade bei kleinen Kindern tritt Fieber bei fast jeder Erkältung und zu vielen anderen Gelegenheiten auf. Gut, wenn die Eltern wissen, was dann zu tun ist.

Junge im Kindergartenalter liegt mit Fieberthermometer im Mund im Bett und die Hand eines Erwachsenen liegt auf seiner Stirn.

Bei Fieber braucht der Körper Ruhe, um wieder gesund zu werden.
© robhainer - Fotolia

Obwohl draußen zu frühsommerlichen Temperaturen die Sonne scheint, fällt für Anna-Sophie heute der Kindergarten aus. Ein prüfender Blick in die Augen ihrer fünfjährigen Tochter und Alexandra, ihre Mutter, wusste, was los ist. "Diesen müden Blick aus glänzenden Augen kenne ich schon. Ihre Stirn fühlte sich heiß an, da wunderte es mich nicht, dass das Fieber-Thermometer dann 39 Grad Celsius anzeigte."

Ansonsten merkt man Anna-Sophie nicht an, dass sie Fieber plagt. Sie sitzt in ihrem Zimmer auf einer Wolldecke, und mehrere Puppen und Kuscheltiere schauen zu, wie das Mädchen Muster aus bunten Magnetbuchstaben an eine weiße Metalltafel heftet. "Das ist oft so", sagt die Mutter. "Anna hat Fieber, aber keine zehn Pferde könnten sie im Bett halten."

Fiebermittel nach Körpergewicht dosieren

Solange das Fieber im Rahmen bleibt und die Kleine sich gut fühlt, lässt Alexandra sie etwas Ruhiges spielen oder ausnahmsweise auch mal vormittags fernsehen. Auf fiebersenkende Medikamente verzichtet sie noch, kontrolliert aber regelmäßig die Temperatur. "Erst wenn das Fieber deutlich über 39 Grad Celsius steigt, fühlt sich Anna meistens schlechter", sagt die Mutter. "Dann gebe ich ihr einen Fiebersaft."

Ein solcher Saft senkt die Körpertemperatur innerhalb kurzer Zeit wieder auf ein normales Maß. Das Kind wird dadurch natürlich nicht sofort wieder gesund. Es muss sich weiterhin schonen, weil der Körper mit einem Infekt kämpft. Doch es fühlt sich meist gleich besser, wenn die Temperatur sinkt.

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Fiebermedikamente für Kinder gibt es mit zwei verschiedenen Wirkstoffen: Ibuprofen oder Paracetamol. Beide senken das Fieber und lindern Schmerzen. Sie gibt es als Saft und Zäpfchen im Handel. Dabei ist es wichtig, sich bei der Dosierung nicht nach dem Alter des Kindes zu richten, sondern das Körpergewicht als Orientierung zu benutzen. In der Packungsbeilage steht auch, wie oft und in welchem zeitlichen Abstand man das Medikament geben darf.

Gerade der Wirkstoff Paracetamol erfordert ein genaues Arbeiten. Seit Jahrzehnten erhalten Kinder ihn und vertragen ihn gut. Doch bereits geringe Überdosierungen können zu ernsten Leberschäden führen. Sollte also das Fieber nicht sinken, obwohl das Kind ein Zäpfchen bekommen hat, auf keinen Fall einfach mit Paracetamol nachdosieren! Erst zum vorgesehenen Zeitpunkt. Um das Fieber in der Zwischenzeit zu senken, bieten sich Wadenwickel an.

Wadenwickel kühlen von außen

Das alte Hausmittel Wadenwickel kühlt den Körper mit feuchten Tüchern. Dazu nimmt man zwei Baumwolltücher, tränkt sie in lauwarmem Wasser und wringt sie aus. Diese legt man um die Waden und belässt sie dort 15 bis 20 Minuten. Danach die Wickel erneuern. Wadenwickel jedoch maximal zwei Stunden verwenden. Damit das Bett nicht nass wird, kann man die feuchten Tücher an den Beinen noch locker mit trockenen Handtüchern umwickeln. Allein oder zusammen mit den beschriebenen Fieber-Medikamenten senken die Wadenwickel die Temperatur zuverlässig.

Außerdem wichtig bei Fieber: Viel trinken! Der Körper verliert durch die höhere Temperatur mehr Flüssigkeit und braucht entsprechenden Nachschub. Das weiß auch Alexandra. "Ich stelle Anna immer ein Glas mit Apfelschorle oder Früchtetee griffbereit hin, damit sie das Trinken nicht vergisst." Derartig umsorgt wird die kleine Patientin bestimmt bald wieder gesund.

Apotheker Rüdiger Freund

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