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Fieber messen

Als Fieber bezeichnet man eine Körpertemperatur von mehr als 38 Grad Celsius, Temperaturen von 37,5 bis 38 Grad Celsius heißen subfebril (jeweils im After gemessen). Fieber, fachlich Febris, entsteht durch Viren, Pilze, Bakterien und körperfremde sowie spezielle körpereigene Eiweiße, die das Temperaturzentrum im Zwischenhirn veranlassen, die Körpertemperatur zu erhöhen. Die erhöhte Temperatur ist ein Warnzeichen und Teil der Abwehrreaktion des Körpers.

Verlauf und Stärke des Fiebers liefern dem Arzt Hinweise auf dessen Ursache. Um zu wissen, wie hoch das Fieber ist, muss man die Temperatur des Körperkerns, also des Rumpfes und des Kopfes messen. Möglich ist dies beispielsweise unter der Zunge, im Ohr, im After oder in der Achselhöhle. Bei Säuglingen und Kleinkindern kann es durch Fieber zu Krampfanfällen kommen (Fieberkrämpfe). Ältere Kinder frösteln, Erwachsene reagieren mit Schüttelfrost.

Gemessen wurde früher ausschließlich mit dem Quecksilberthermometer. Ein besonderer Nachteil war die Zerbrechlichkeit der Glashülle. Freigesetztes Quecksilber kann Gesundheitsschäden verursachen. Mittlerweile verwendet man vor allem digitale, batteriebetriebene Geräte mit einem metallenen Messfühler an der Spitze. Nach dem Einschalten ist das Gerät binnen maximal 45 Sekunden messbereit.

Messung im Gehörgang

Man kann aber die Körperkerntemperatur auch über die Wärme- beziehungsweise Infrarotstrahlung des gut durchbluteten Trommelfells erfassen. Dafür gibt es spezielle Ohrmessgeräte, deren Messfühler man ein kleines Stück in den äußeren Gehörgang einführt. Neben den elektronischen Messmethoden gibt es auch Glasthermometer, die statt mit Quecksilber mit einer anderen Flüssigkeit gefüllt sind. Eine fachkundige Beratung zu allen Fiebermessgeräten bietet Ihnen Ihr Apotheker.

Man sollte grundsätzlich die in der Geräteanleitung vorgeschriebenen Gerätevorlauf- und Messzeiten einhalten, um Fehler zu vermeiden. Misst man unter der Achselhöhle, ist zu beachten, dass die dort ermittelte Temperatur etwas tiefer liegt als die unter der Zunge oder im After gemessene. Die Abweichungen können bei 0,5 bis 1,0 Grad Celsius liegen, so dass man das Fieber etwas unterschätzt.

Po bei Säuglingen oder Kleinkindern am besten geeignet

Nicht immer hundertprozentig genau sind Messungen im Ohr. In einer britischen Studie stellte man eine merkliche Schwankungsbreite der Messergebnisse im Vergleich zu Messungen im After fest. Fehlerquellen können verschmutzte Ohrgänge sein, Probleme gibt es aber auch bei Mittelohrentzündungen oder wenn der Messfühler nicht im richtigen Winkel zum Trommelfell zeigt.

Im Zweifel sollte man die Werte mit einem Digitalthermometer kontrollieren. Bei Säuglingen oder Kleinkindern misst man dazu am besten im After, bei Kindern ab vier Jahren kann man das Thermometer auch unter der Zunge und ab sechs Jahren auch in der Achselhöhle platzieren – ebenso natürlich auch bei Erwachsenen. Bei Schnupfen sind Messungen im Mund zu meiden, da man durch die verstopfte Nase nicht genug Luft bekommt.

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