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Kosmetik und Hautpflege

Zwei Frauen, die sich Gesichtsmasken auftragen

Für jeden Hauttyp gibt es die passende Maske.
© studiovespa - Fotolia

Kolumne Haut & Haar: Masken richtig auswählen

Lange Herbst- oder Winterabende lassen sich gut für ein Verwöhnprogramm für die Haut nutzen. Wie wäre es einmal mit einer Gesichtsmaske? Lesen Sie, was die Apothekerin und Hautexpertin Ursula Kindl dazu empfiehlt.

Mit einer Gesichtsmaske die Haut verwöhnen: Diesen Rat gab ich neulich einer guten Kundin. Wir waren ins Plaudern gekommen, und sie erzählte mir, dass sie einen Winterblues bekommen habe. Vor allem die langen Abende machten ihr zu schaffen. "Warum planen Sie nicht einen Abend in der Woche ein, an dem Sie sich pflegen und verwöhnen. Das kann Wunder wirken", ermunterte ich sie. "Ehrlich gesagt: Ich wüsste gar nicht, was ich da tun soll", erwiderte sie.

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"Wie wäre es mit einem entspannenden Bad und danach einer schönen Maske?", schlug ich vor. Sie lächelte. "Sie haben recht. Bei der Kosmetikerin schlafe ich regelmäßig während der Maskenbehandlung ein. Ich kann da total entspannen." Eine schöne Gesichtsmaske, ruhige Musik hören und dabei entspannen: So sieht ein schöner Verwöhnabend aus. Aber welche Maske eignet sich besonders gut?

Den Hauttyp berücksichtigen

Ich beobachte oft, dass meine Kundinnen von sich aus eine falsche Maske auswählen. Sie wählen das Produkt nach der Abbildung und den versprochenen Wirkungen aus. Zu Beginn sollte aber berücksichtigt werden, in welchem Zustand sich die Haut befindet: Ist sie trocken, gerötet oder gereizt? Danach lässt sich ein Produkt mit passenden Wirkstoffen finden. Feste Masken, auch Reinigungsmasken genannt, eignen sich für fette oder zu Unreinheiten neigender Haut. Die Pulver, oft Heilerde, rührt man mit Wasser zu einem streichfähigen Brei an und trägt sie gleichmäßig auf. Die Maske nimmt das überschüssige Fett auf und eignet sich nicht für trockene Haut. Verdunstet das beigemischte Wasser, erstarrt die Maske auf der Haut, man nimmt sie mithilfe eines feuchten Tuches ab.

Persönlicher Tipp von Ursula Kindl

Bei Anwendung von Masken die Augenpartie immer aussparen, um Reizungen der empfindlichen Haut rund um die Augen zu vermeiden. Bei erstarrenden oder durchblutungsfördernden Masken möglichst auch den Bereich um die Schilddrüse aussparen.

Verstopfte Poren werden frei

Auch Filmmasken, oft Peeling- oder Peeloff-Masken genannt, besser nicht bei trockener oder empfindlicher Haut verwenden. Sie können die Haut reizen. Die gelartigen, fettfreien Zubereitungen trägt man auf das Gesicht auf und zieht sie nach dem Trocknen wieder ab. Es lösen sich Hautschüppchen, und verstopfte Poren werden frei. Die Haut ist danach sauber und gut durchblutet. Bei meiner Kundin entschied ich mich für eine Crememaske. Diese Masken eignen sich mit Ausnahme von fetter Haut für jeden Hauttyp. "Haben Sie im Moment besondere Probleme?", fragte ich sie. "Ja, meine Haut fühlt sich ziemlich trocken an. Das kommt wohl von der Heizungsluft", meinte sie. Ich empfahl ihr eine Maske mit Feuchthaltesubstanzen und hochwertigen Fetten. Sie pflegen die Haut und helfen ihr, Feuchtigkeit zu speichern.

Sie entschied sich für eine Maske mit Avocadoöl und Hyaluronsäure. Nach der Gesichtsreinigung wird diese großzügig auf Gesicht, Hals und Dekolleté aufgetragen. Die Augenpartie freilassen. Die Augen mit Wattepads bedecken, die mit Augenlotion, Wasser oder Schwarztee getränkt sind. Die Maske muss etwa eine halbe Stunde einwirken. Die Reste der Maske darf man zum Schluss leicht einmassieren. Bei diesen guten Aussichten war die trübe Stimmung meiner Kundin schnell verflogen. "Ich freue mich jetzt auf meinen heutigen Verwöhnabend. Da mache ich es mir so richtig gemütlich", verabschiedete sie sich.

Apothekerin Ursula Kindl


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