Wohlfühlen in den Wechseljahren

 

 

Etwa dreißig von hundert Frauen bekommen die Wechseljahre mit Macht zu spüren. Sie bekommen ausgeprägte Beschwerden und leiden unter Hitzewallungen, Schlaflosigkeit, innerer Unruhe, Stimmungsschwankungen, Gewichtszunahme oder Scheidentrockenheit. Was dann helfen kann, hat die Redaktion der Neuen Apotheken Illustrierten in ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. Juli 2016 zusammengestellt.

Die Hormontherapie früherer Zeiten ist in Verruf geraten, nachdem Studien zeigten, dass Frauen erhebliche Nachteile davontragen: Mehr Herzinfarkte, mehr Schlaganfälle, mehr Brustkrebserkrankungen, mehr Eierstockkrebs standen in der Hormonbilanz. Nach einigen Jahren der Verteufelung von Hormongaben in der Öffentlichkeit hat sich mittlerweile ein differenzierteres Bild durchgesetzt.

Wenn Ärzte heute Hormone wegen der Wechseljahre verschreiben, dann in deutlich geringerer Dosierung als bei damaligen Hormontherapien und nur über einen möglichst kurzen Zeitraum. Wenn möglich, verordnet der Arzt auch Hormone in Form von Gelen und Hormonpflastern und nicht als Tabletten. Denn diese Arzneiformen schonen die Leber und erlauben geringere Dosierungen, die im Falle eines Gels sehr gut individuell gesteuert werden können.

Eine Hormonersatztherapie kommt heute auch nur noch zum Einsatz, wenn bei der Frau der Leidensdruck sehr hoch ist und die Beschwerden übermächtig erscheinen. Auch Frauen, die vor dem 45. Lebensjahr in die Wechseljahre kommen, erhalten häufiger eine Hormontherapie, vor allem, um eine frühzeitige Osteoporose zu vermeiden.

Frauen, die die Wechseljahre nicht ganz so arg treffen, können sich mit pflanzlichen Medikamenten behelfen. Johanniskraut-Extrakte helfen gegen depressive Verstimmungen. Baldrian-Extrakte sorgen für einen guten Schlaf und Auszüge der Traubensilberkerze oder des Mönchspfeffers modulieren den gesamten Komplex der Wechseljahresbeschwerden.

Außerdem in diesem Heft: Fruchtzucker nicht im Übermaß +++ So nehmen Kinder ihre Arznei leichter +++ Abwarten oder behandeln beim Gerstenkorn

> Mehr darüber lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der "Neue Apotheken Illustrierte"