»Das ess‘ ich nicht!«

Manche Menschen vertragen bestimmte Lebensmittel nicht. Egal ob Milchzucker, Getreidebestandteile oder Histamin: Der Körper ist dann nicht mehr in der Lage, diese oder andere Stoffe korrekt zu verwerten. Das hat negative Auswirkungen auf den restlichen Organismus. Doch welche Unverträglichkeiten gibt es? Wie findet man die Auslöser? Und wie lassen sich die Beschwerden behandeln? Fragen, auf die die aktuelle Ausgabe der Neuen Apotheken Illustrierten vom 1. Juli 2016 in einem zehnseitigen Spezial Antworten gibt.

Eine Intoleranz gegenüber Laktose, Fruktose und Histamin sowie eine Zöliakie: Das sind wohl die häufigsten Unverträglichkeiten, über die sich die Deutschen beklagen. »Etwa 40 Prozent der Bevölkerung geben an, bestimmte Dinge nicht zu vertragen, aber nur bei 10 Prozent ist das ärztlich bestätigt. Ich schätze, dass etwa ein Drittel aller Deutschen von einer solchen Unverträglichkeit betroffen ist«, weiß Professor Dr. Martin Smollich, Studiengangsleiter Clinical Nutrition an der Praxis-Hochschule in Rheine.

Die Behandlung ist von der vorliegenden Intoleranz abhängig. Nicht in jedem Fall muss komplett auf die auslösende Substanz verzichtet werden. Smollich: »Wenn eine Laktose-Intoleranz gesichert ist, besteht die Behandlung in einer Ernährung mit unter zehn Gramm Milchzucker pro Tag, das entspricht etwa 200 Milliliter Milch. Man braucht meist nicht komplett auf Milchzucker verzichten. Viele denken zwar, die Laktose würde den Darm schädigen, selbst wenn keine Beschwerden auftreten. Das stimmt aber nicht. Ebenso wenig wie bei Histamin.«

Anders sieht es bei der Fructose-Intoleranz aus. »Hier ist der Transport des Fruchtzuckers in die Darmzellen gestört. Lässt man Fruktose ganz weg, dann werden quasi auch noch die letzten freien Tunnel in die Darmzellen wegen Untätigkeit geschlossen. Das führt dazu, dass man mit der Zeit immer weniger Fruchtzucker verträgt«, erklärt der Experte. Vorteil: Ernährungspläne, die die Menge der Fruktosezufuhr schrittweise erhöhen, könnten das Problem so fast heilen. Bei Laktose, Gluten und Histamin klappe das dagegen nicht.

Außerdem in diesem Heft: Heiße Phase für Diabetiker +++ Was bei der AU-Bescheinigung neu ist +++ Burnout: Nichts geht mehr

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