Die perfekte Behandlung von Husten

Husten! Und das meist bei der leisesten Stelle im Violin-Konzert oder dem Theaterstück. Was sich mit einem Kratzen im Hals ankündigt, entwickelt sich meist zu einer klassischen Erkältung mit Husten. In ihrer aktuellen Ausgabe vom 15. September 2016 fasst die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer neuen Serie »Die perfekte Behandlung von ….« zusammen, was wirklich gegen Hustenbeschwerden hilft und erklärt dies anhand von Leitlinien der Ärzteschaft.

Erkältungsviren landen oft erst einmal im Rachen und infizieren dort die Schleimhautzellen. Die Folge ist eine Rachenentzündung mit einem typischen Brennen und Kratzen. Kein Wunder, ist doch die Schleimhaut stark gerötet und geschwollen. Es folgen Beschwerden beim Schlucken und Sprechen - alles klassische Indizien für eine Entzündung. Ständiger Hustenreiz quält die trockene Schleimhaut noch zusätzlich.

In diesem ersten Stadium hat diese Art des Hustens mit einem »festsitzenden Husten«, wie viele Patienten fälschlicherweise annehmen, nichts zu tun. Zu Beginn einer Erkältung hat sich noch kein Schleim gebildet und abgelagert. Anders die zweite Phase des Erkältungshustens: Nach maximal drei Tagen des harten Reizhustens setzt die Schleimproduktion ein, der Husten wird produktiv. Jetzt sorgt der Husten für den Kehraus von mit Viren besetztem Schleim aus den unteren Atemwegen. Geschieht dies nicht, staut sich das mit Keimen belastete Sekret in den Bronchien.

Nach der Art des Hustens sollte sich die Darreichungsform des Hustenpräparates richten, um eine optimale Wirksamkeit zu erzielen. Patienten, die neben ihrem Husten über ein kratziges Gefühl im Hals klagen, wird der Apotheker Hustensaft oder Lutschpastillen empfehlen. Beide hinterlassen einen samtigen Film auf dem rauen Hals und haben desinfizierende oder lokal betäubende Eigenschaften. Doch auch Hausmittel wie die viel zitierte Milch mit Honig, Salbei- oder Honigbonbons wirken wie Balsam für den geschundenen Hals.

Hustenstiller unterdrücken dagegen den Hustenreflex. Laufender Husten erzeugt durch seine mechanische Gewalt Entzündungen und schwächt den Erkrankten zusätzlich.

Ist der Husten in seine schleimige Phase übergegangen und/oder »sitzt etwas auf den Bronchien«, ohne dass die Halsregion beteiligt ist, sind Präparate zum Einnehmen geeignet, also Brausetabletten, (Film)Tabletten oder Tropfen. Wirkstoffe wie Acetylcystein, Ambroxol oder Extrakte aus Efeu, Thymian oder Primelwurzeln sowie ein Pelargonienart lösen den Schleim und erleichtern das Abhusten.

Außerdem in diesem Heft: Schlaglicht auf Diabetesmedikamente – 2. Teil +++ Wirkung hängt auch von der Erwartung ab +++ Nach der Krankheit: Wann darf das Kind wieder in die Schule oder den Kindergarten?

> Mehr darüber lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der "Neue Apotheken Illustrierte"