Füße als »Feuermelder«

 

 

Kribbeln die Füße, brennen sie oder fühlen sie sich taub an, ist das gerade bei Diabetikern keineswegs banal: Wie ein Feuermelder weisen sie auf eine schwerwiegende Diabetesfolge hin, auf ausgedehnte Nervenschäden, informiert die Neue Apotheken Illustrierte in ihrer aktuellen Ausgabe vom 1. Dezember 2016.

 

Langjähriger Diabetes kann die Nerven vor allem in der Körperperipherie schädigen, besonders in den Füßen. Ärzte sprechen von einer peripheren diabetischen Polyneuropathie. Erste Anzeichen sind häufig Kribbeln, Ameisenlaufen oder auch brennende einschießende Schmerzen. Auch Taubheitsgefühle oder nachlassende Sensibilität der Füße, zum Beispiel schlechtes Kälte- und Wärmeempfinden, gehören zu den Warnzeichen, die Betroffene dringend mit ihrem Arzt oder Apotheker besprechen sollten.

 

»Diese Polyneuropathie ist die führende Ursache des diabetischen Fußsyndroms«, sagte Professor Dr. Dan Ziegler vom Deutschen Diabetes Zentrum, Universität Düsseldorf, bei einer Pressekonferenz. Bei dieser Erkrankung heilen selbst kleine Verletzungen am Fuß nur noch schlecht oder gar nicht mehr, können sich entzünden und zu großen, tiefen Wunden führen. »Die Häufigkeit der Polyneuropathie wird stark unterschätzt und die Erkrankung oft nicht erkannt«, warnte der Arzt. Die Erfahrung zeigt, dass viele Patienten erst spät zum Arzt gehen, dann, wenn die Schmerzen schon weit fortgeschritten und chronisch sind. Doch sind die Nerven erst einmal massiv geschädigt, sind die Therapiemöglichkeiten begrenzt. Umso wichtiger ist eine möglichst frühzeitige Diagnose und Behandlung.

 

Wichtig sind eine individuell optimale Blutzuckereinstellung und die Vermeidung von Risikofaktoren wie Alkoholkonsum, Rauchen und Bluthochdruck. Es gibt auch Medikamente zur Linderung neuropathischer Schmerzen, was die Lebensqualität etwas verbessern kann.

 

Außerdem in diesem Heft: Der Wohlfühl-Adventskalender +++ Kleine Apotheken, große Sorgen +++ Sport lindert Stress und Kopfschmerz

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