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Frau mit braunen Locken liegt am Strand und hält Fruchteis am Stiel in der Hand

Wassereis und Fruchtsorbets sind von Natur aus leicht, denn sie enthalten kein oder kaum Fett.
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Sommer, Sonne, heiß auf Eis: Die Sorten im Überblick

Eis oder Eiscreme, Cremeeis oder Milcheis: Auch wenn die Namen sehr ähnlich klingen, unterscheiden sich Eissorten deutlich in punkto Inhaltsstoffen, Qualität und Kaloriengehalt. Eine kleine Führung durch die Welt des Speiseeises sorgt für Durchblick.

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Eis

Steht auf einer Eispackung einfach "Eis", spricht das nicht unbedingt für Qualität: Anders als Eiscreme, Creme- oder Milcheis ist es oft nicht nur mit Milch, sondern auch mit preisgünstigen Pflanzenfetten hergestellt. Ein Blick auf die Zutatenliste verrät, was und wie viele Kalorien drinstecken.

Cremeeis

So darf sich ein Speiseeis nennen, wenn es mindestens zur Hälfte aus Milch besteht und außerdem Eier oder Eigelb enthält. Mit diesen Zutaten ist Cremeeis ein hochwertiges Eis, spielt in Eisdielen oder Konditoreien aber keine große Rolle. Auch die Industrie produziert es kaum noch.

Milcheis

Milcheis besteht zu mindestens 70 Prozent aus Milch und liefert damit wertvolle Nährstoffe wie Eiweiß, Calcium und gut verdauliches Milchfett. In einer Kugel à 75 Gramm stecken im Schnitt rund 95 Kilokalorien. Es wird vor allem für Eisdielen und Konditoreien produziert, vereinzelt findet man es auch abgepackt im Supermarkt.

Tipps für leichtes Eisvergnügen

Auch übergewichtige Diabetiker brauchen nicht auf Eis zu verzichten:

  • Planen Sie ein Eisdessert bewusst ein. Nebenbei genascht, kommen schnell überflüssige Kalorien zusammen.
  • Für Eis gelten dieselben Regeln wie für andere Süßigkeiten auch: Eine Portion am Tag ist genug.
  • Wassereis und Fruchtsorbets sind von Natur aus leicht, denn sie enthalten kein oder kaum Fett.
  • Auch mit Fruchteis kann man Kalorien sparen, es ist kalorienärmer als Milcheis.
  • Verzichten Sie im Eiscafé auf Extras wie Schokosauce, Zuckerperlen oder Krokant: Damit wird jedes Eis zur Kalorienbombe.
  • Achten Sie bei Fertigeis auf das Kleingedruckte: Es informiert über die Zusammensetzung und den Kaloriengehalt. Ein Eis am Stiel kann leichte Kost sein und deutlich unter 100 Kilokalorien haben, es gibt aber auch Kalorienbomben, die 360 Kilokalorien enthalten. Hier hilft nur, die Zutatenliste genau zu lesen.

Rahm- oder Sahneeis

Es wird mit Sahne hergestellt und enthält entsprechend viel Fett. Konkret sind mindestens 18 Prozent aus Sahne stammendes Milchfett vorgeschrieben. Es ist sehr cremig, lecker und enthält wertvolle Nährstoffe. Dennoch ist es ein Auslaufmodell: Industrie und Handwerk produzieren es kaum noch. Eine Kugel liefert rund 165 Kilokalorien.

Eiscreme

Eiscreme gibt es sowohl abgepackt im Supermarkt als auch in Eisdielen. Sie enthält mindestens 10 Prozent Milchfett, und eine Kugel liefert rund 120 Kilokalorien.

Fruchteis

Fruchteis besteht mindestens zu 20 Prozent aus Früchten. Handelt es sich um Zitrusfrüchte wie Zitronen oder Orangen, muss der Fruchtgehalt mindestens 10 Prozent betragen. Damit stecken nicht nur leckere Fruchtaromen im Eis, sondern auch Vitamine, Mineralien und gesunde sekundäre Pflanzenstoffe. Da es kaum Fett enthält, ist Fruchteis leichter als Milcheis: Eine Kugel schlägt mit etwa 60 Kilokalorien zu Buche.

Fruchteiscreme

Es enthält mindestens 8 Prozent Milchfett, schmeckt deutlich nach Frucht und wird vor allem industriell hergestellt. Hauptbestandteile sind Sahne, Milch, Fruchtpüree und Zucker. Eine Kugel Erdbeer-Fruchteiscreme enthält zum Beispiel 140 Kilokalorien. Je nach Produkt kann es auch mehr sein. Achten Sie auf die Kalorienangaben auf der Packung.

Fruchtsorbet

Sorbet hat einen Fruchtanteil von mindestens 25 Prozent, bei sauren Früchten wie Zitronen von mindestens 15 Prozent. Im Vergleich zu Milch- und Cremeeis ist Sorbet ein Leichtgewicht: Eine 75-Gramm-Portion Zitronensorbet enthält zum Beispiel rund 70 Kilokalorien.

Tipps für insulinpflichtige Diabetiker

Trotz der enormen Vielfalt an Eissorten und Geschmacksrichtungen können sich insulinpflichtige Diabetiker an folgende Faustregel halten:

1. Eine kleine Kugel Eis hat etwa 1 bis 1,5 BE/KE*, eine große etwa 2 BE.

2. Ein Eis am Stiel hat im Schnitt 2 BE/KE.

3. Der Zucker in Frucht- oder Wassereis geht schnell ins Blut. Typ-1-Diabetiker, die mehr als zwei Kugeln essen möchten, sollten einen Klecks Sahne dazunehmen. Das enthaltene Fett verzögert die Aufnahme des Zuckers ins Blut.

4. Eine Blutzuckerkontrolle eine Stunde nach dem Eisgenuss zeigt, ob die Einschätzung richtig war.

* BE/KE: Broteinheiten/Kohlenhydrateinheiten
1 BE beziehungsweise KE entspricht 12 beziehungsweise 10 g Kohlenhydraten.

Wassereis

Wassereis besteht hauptsächlich aus Wasser und Zucker. Es darf maximal 3 Prozent Fett enthalten. Im Handel findet man es oft in kleinen Schläuchen oder im Becher als Kratzeis. Wertvolle Inhaltsstoffe darf man im Wassereis nicht erwarten, aber dafür ist es erfrischend und leicht: Ein 200-Gramm-Becher Waldmeister-Kratzeis enthält zum Beispiel nur 72 Kilokalorien.

Softeis

Softeis ist keine eigene Speiseeissorte, sondern eine besonders weiche Zubereitung, die größtenteils aus Milch besteht. Es wird beim Gefrierprozess per Überdruck mit Luft aufgeschäumt. Eine Portion à 50 Gramm liefert rund 65 Kilokalorien.

Diplom-Ökotrophologin Dorothee Hahne

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