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Toilettenschüssel mit hölzerner Brille und Deckel inmitten eines Buschs im Freien

Bei Durchfall ist man froh um jede freie Toilette - auch wenn sie noch so ungewöhnlich sein mag.
© Ruud Morijn - Fotolia

Bei Durchfall mehr messen

Ein Infekt bringt den Stoffwechsel eines Diabetikers durcheinander. Meist steigen die Blutzuckerwerte an, weil wegen des Infekts ausgeschüttete Stresshormone Insulin entgegenwirken. Bei Durchfall kann der Blutzucker aber auch stark sinken, weil Kohlenhydrate aus der Nahrung unter Umständen nicht vollständig in die Blutbahn gelangen. Für jeden Infekt gilt: Der Blutzucker muss häufiger gemessen werden, wenn der Betroffene mit Insulin oder Sulfonylharnstoffen behandelt wird.

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Zu tiefe Werte lassen sich auch bei einem Magen-Darm-Infekt mit Traubenzucker beziehungsweise mit gesüßtem Tee beheben. Sinken hohe Werte nicht, muss unter Umständen die Dosierung der Medikamente verändert werden; das regelt der Arzt. Hohe Blutzuckerwerte im Rahmen eines Infekts können bei Typ-1-Diabetikern auch Zeichen einer Ketoazidose sein, also einer schwerwiegenden Stoffwechselentgleisung. Teststreifen auf Ketonkörper können den Verdacht entkräften oder bestätigen. In diesem Fall immer unverzüglich den Arzt einschalten und nach einem Notfallplan vorgehen, den Diabetologen ihren Patienten im Vorfeld an die Hand geben können.

Den Magen beruhigen pflanzliche Arzneimittel, zum Beispiel eine Kombination, die unter anderem die Bittere Schleifenblume, Angelikawurzel, Kamille, Kümmel, Melisse und Schöllkraut enthält. Elektrolyt- und Bakterienpräparate, Tanninalbuminat und Uzarawurzel kommen gegen Durchfall zum Einsatz.

IW

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