Sie sind in: Startseite Service Neue Apotheken Illustrierte Archiv 2011 1. Oktober Die beste Pflege für die Zähne

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Lächelnde Frau

Schöne Zähne machen ein angenehmes Lächeln.
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Die beste Pflege für die Zähne

Die Zähne richtig zu putzen, ist für Kinder eine Kunst, für Erwachsene eigentlich ein Kinderspiel. Trotzdem hapert es bei manchem "Großen" an der Zahnhygiene. Wie die perfekte Pflege funktioniert und welche Utensilien dabei helfen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Zur Grundausstattung für die Zahnpflege gehören mindestens Zahnbürste und Zahnseide. Die Wahl der richtigen Bürste kostet einige Mühe, denn die Auswahl ist groß. Es gibt Zahnbürsten mit unterschiedlichen Härtegraden und Borstenstellungen, manuelle und elektrische Bürsten.

Wichtig zu wissen: Harte Zahnbürsten entfernen bei gleicher Putzzeit mehr Zahnbelag als weiche. Allerdings strapazieren sie auch das Zahnfleisch deutlich mehr. Es gilt also, den Zustand seines Zahnfleisches richtig einzuschätzen. Ist es empfindlich? Neigt es zu Blutungen, entzündet es sich leicht? Dann können harte Borsten schaden.

Abgerundete, weiche Borsten sind von Vorteil, denn sie schonen das Zahnfleisch. Zudem erleichtern abgewinkelte, nicht zu große Bürstenköpfe das "Manövrieren" im Mund. Für Kinder spielt auch die Optik einer Zahnbürste eine Rolle. Je mehr sie gefällt, desto lieber benutzen sie diese.

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Elektrik-Trick

Elektrische Zahnbürsten reinigen mit wenigstens 300 Umdrehungen pro Minute die Zähne intensiv. Kleine runde Bürstenköpfe gelangen gut in schwer erreichbare Areale der Mundhöhle. Schallgetriebene elektrische Zahnbürsten kommen auf rund 30.000 Schwingungen pro Minute. Sie haben meist etwas größere Bürstenköpfe. Ihre Schwingung endet, sobald der Druck auf einen Zahn oder auf das Zahnfleisch zu stark wird. So wird das Zahnfleisch geschützt.

Vor dem ersten Einsatz einer Elektrozahnbürste ist eine Beratung beim Zahnarzt angesagt, um die Putzwirkung der Bürste optimal nutzen zu können. Zahnbürsten sollten im Schnitt alle acht Wochen gewechselt werden. Hatte man einen grippalen oder anderen Infekt, gehört anschließend ebenfalls eine neue Zahnbürste in den Zahnputzbecher.

Knapp vier Meter Zahnseide verbraucht jeder Deutsche im Schnitt pro Jahr. Viel zu wenig! Amerikaner bringen es immerhin auf 14 Meter. Zahnseide gehört zu einer optimalen Zahnpflege dazu. Denn keine Bürste schafft es, die Zahnzwischenräume so quietschsauber zu bekommen wie Zahnseide. Am besten vor dem Putzen, denn so kann das in Zahncremes enthaltene Fluorid besser an die Zähne gelangen.

Bleibt die Frage, ob gewachste oder ungewachste Zahnseide mehr bringt. Gewachste Zahnseide gleitet leichter durch Engstellen und fasert nicht so leicht aus. Da der Putzeffekt identisch ist, liegt die Wahl im Belieben des Käufers. Für größere Zahnabstände gibt es breitere Bänder. Mit Fluorid versehene Seiden bringen zusätzlichen Kariesschutz. Wer Brücken hat oder eine Zahnspange trägt, fährt gut mit flauschiger Zahnseide, die am Anfang und am Ende schmal ist, so dass sie sich leichter einfädeln und wieder herausziehen lässt.

Von Hölzchen und Bürstchen

Alternativen zur Zahnseide sind Interdentalbürstchen oder Zahnhölzer. Während gebrauchte Zahnseide im Müll landet, werden Interdentalbürsten mehrfach verwendet. Aus hygienischen Gründen müssen sie nach jeder Benutzung gründlich unter fließendem Wasser ausgespült werden. Zahnhölzer dürfen nicht mit Zahnstochern gleichgesetzt und das eine nicht anstelle des anderen verwendet werden. Zahnhölzer bestehen aus weichem Holz, haben einen dreieckigen Querschnitt und sind meist mit Fluorid behandelt. Sie können auch aus Kunststoff gefertigt sein.

Mundduschen eignen sich, um zu beseitigen, was noch relativ lose an den Zähnen hängt. Am besten setzt man sie nach dem gründlichen Zähneputzen zur abschließenden Reinigung ein. Besonders profitieren Menschen mit Zahnersatz oder einer Zahnspange von einer Munddusche, denn ihr Strahl gelangt auch in die unzugänglichsten Ecken.

Das richtige Putzmittel

Medizinische Mundspüllösungen enthalten einen Wirkstoff der das Wachstum von Bakterien hemmt. Solch ein Wirkstoff ist Chlorhexidin. Mundspüllösungen eignen sich für eine beschränkte Zeit, zum Beispiel während einer Parodontitis-Behandlung oder nach einer Operation, um die Heilung zu unter stützen. Mundspüllösungen, die auf Pflanzenextrakten basieren, dürfen auch längere Zeit angewendet werden.

In Belägen auf der Zunge tummelt sich eine Vielzahl von Bakterien. In der Apotheke erhältliche Schaber oder Bürsten entfernen den Belag und tragen damit zu gesünderen Zähnen und einem angenehmen Atem bei.

Zahnpasten bieten heute immer auch eine Extraportion Fluorid. Einmal pro Woche sollte mit einem speziellen Fluorid-Gel geputzt werden. Über den Reinigungseffekt hinaus gibt es Zahnpasten, die speziell der Schönheit der Zähne dienen und mit gröberen Scheuersubstanzen zu weißeren Zähnen verhelfen. Für Menschen mit empfindlichen Zahnhälsen gibt es Zahnpasten, die weniger stark "scheuern" und so die Zahnhälse schonen.

Apothekerin Isabel Weinert

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