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Kniegelenk

Bei Gelenkbeschwerden reichen Medikamente alleine nicht. Experten empfehlen, körperlich aktiv zu bleiben, die Gelenke zu bewegen und die Muskulatur zu kräftigen.
© Irena Misevic - Fotolia

Gelenkschutz aus der Apotheke

Steife und schmerzende Gelenke gelten oft als unweigerliche Folgen des Älterwerdens und erste Symptome einer Arthrose. Es trifft keineswegs nur ältere Menschen. Doch gegen die Gelenkbeschwerden lässt sich etwas tun.

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Haben Sie etwas für meine Gelenke? "Mit diesem Wunsch kommen viele Patienten in die Apotheke oder die Arztpraxis", weiß der in Lüdenscheid niedergelassene Orthopäde Dr. Axel Schulz. "Es gibt mehrere Wirkstoffe, die den Gelenkknorpel unterstützen können." Im Zentrum stehen Bausteine des Knorpels, die dort von Natur aus vorkommen. Zu ihnen gehören unter anderem Glucosamin und Chondroitin.

Im Alter verschlechtert sich die Widerstandsfähigkeit des Gelenkknorpels, und das Risiko für Arthrose steigt. Hier kann es hilfreich sein, die Gelenke durch die Einnahme dieser Substanzen zu unterstützen. Wichtig: die Einnahme drei Monate oder länger in aus reichender Menge, um einen entsprechenden Effekt erreichen zu können. Präparate mit Chondroitin und Glucosamin, die die Gelenke unterstützen können, gibt es in Form von Tabletten, Pulvern und Dragees rezeptfrei in der Apotheke.

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Zudem halten es Experten wie Schulz für wichtig, dass das Gelenk "gut geschmiert" wird. Hierfür sorgt beim gesunden Gelenk die körpereigene "Gelenkschmiere", die Hyaluronsäure enthält. Diese "Gelenkschmiere" nimmt bei zunehmender Arthrose immer weiter ab. Der Schutz des Gelenkknorpels durch ihre schmierenden und puffernden Eigenschaften lässt nach. Auch hier kann eine Hilfe von außen sehr sinnvoll sein. Ersetzen, was fehlt, lautet die Devise. Schulz: "Hierzu injizieren Ärzte, meist Orthopäden und Unfallchirurgen, Hyaluronsäure direkt in das Gelenk." Es gibt eine ganze Reihe von Hyaluronsäure-Präparaten, die der Arzt mehrmals injizieren muss. Speziell quervernetzte Hyaluronsäure muss der Arzt nur einmal spritzen. "Dieses ist für Patienten wesentlich komfortabler" weiß der Orthopäde. "Doch Medikamente alleine reichen nicht." Schulz empfiehlt, körperlich aktiv zu bleiben, die Gelenke zu bewegen und die Muskulatur zu kräftigen.

Peter Erik Felzer

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