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Sportlich Aktive machen eine gute Figur und leben gesünder. Gelegentliche Blessuren lassen sich mit Heilpflanzen behandeln.
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Die besten Heilpflanzen bei Sportverletzungen

Frühjahr und Sommer sind ideale Jahreszeiten für Sport unter freiem Himmel. Nicht immer geht das ohne kleinere Verletzungen ab. Kein Problem, wenn man sie richtig behandelt. Präparate mit Auszügen aus Heilpflanzen leisten dabei gute Dienste.

Als Faustregel zur Soforthilfe bei Sportverletzungen wie Prellungen oder Verstauchungen gilt die sogenannte PECH-Regel. Die vier Buchstaben stehen dabei für:

  • Pause: Der Sportler soll den betroffenen Körperteil ruhig halten.
  • Eis:Damit Schwellung und Schmerz im Rahmen bleiben, muss man kühlen. Hierzu eignen sich spezielle Kältepacks. Am besten immer ein Tuch zwischen Haut und Kältepack legen, damit keine Erfrierungen auftreten.
  • Compression: Ein fester Verband sorgt dafür, dass sich Schwellungen nicht ausdehnen.
  • Hochlagern: Den betroffenen Körperteil möglichst über Herz höhe lagern, damit das Blut besser abfließen kann und sich nicht staut.

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Als Ergänzung zu diesen Sofortmaßnahmen bieten sich bei der weiteren Behandlung der Verletzung Präparate mit Auszügen folgender Heilpflanzen an:

Arnika (Arnica montana) wird seit Langem bei orthopädischen Problemen eingesetzt. Extrakte aus den strahlend gelben Arnika-Blüten enthalten den entzündungshemmenden Inhaltsstoff Helenalin. Umschläge mit Arnika-Tinktur helfen bei Blutergüssen, Verstauchungen, Prellungen, Quetschungen oder rheumatischen Muskel- und Gelenkbeschwerden. Auch in der Homöopathie wird Arnika als Allzweckwaffe bei Verletzungen aller Art in Ehren gehalten. In der Apotheke gibt es fertige Arnika-Tinkturen, -Salben und -Globuli. Für Menschen, die auf Korbblütler wie Kamille, Sonnenhut oder Schafgarbe allergisch reagieren, sind Arnika-Zubereitungen allerdings nicht geeignet.

Auch Beinwell (Symphytum officinale) gilt als Klassiker bei stumpfen Verletzungen wie Prellungen, Verstauchungen und Zerrungen. Mit wissenschaftlichem Segen: In einer Studie linderte eine Salbe mit Beinwell-Wurzelextrakt Schmerzen und Schwellungen bei Patienten mit verstauchtem Sprunggelenk – und das ähnlich effektiv wie ein Gel mit dem synthetischen Schmerzmittel Diclofenac. Zudem enthalten Wurzel und Kraut unter anderem den Wirkstoff Allantoin, der die Wundheilung und die Regeneration des verletzten Gewebes fördert.

Der Bockshornklee (Triegonella foenum graecum) ist ein Geheimtipp gegen Gelenkschwellungen durch Sportverletzungen. Umschläge mit einer Paste aus gemahlenen Bockshornkleesamen sorgen dafür, dass die Schwellung schneller zurückgeht und Entzündungen abklingen.

Cayennepfeffer (Capsicum frutescens) leistet bei verspannten Muskeln gute Dienste. Die darin enthaltenen Scharfstoffe reizen die Haut, was örtlich zu einer verstärkten Durchblutung führt. Man fühlt, wie das Gewebe warm wird, und diese Wärme strahlt auch wohltuend in die darunterliegende Muskulatur aus.

Apotheker Rüdiger Freund

Noch mehr Informationen zu den vorgestellten Heilpflanzen

Arnika

Arnikatinktur wird traditionell gegen stumpfe Verletzungen eingesetzt.

Beinwell

Beinwell wirkt bei stumpfen Verletzungen wie Prellungen, Verstauchungen und Zerrungen.

Bockshornklee

Bockshornkleesamen steigern den Appetit und wirken gegen Hautentzündungen.

Cayennepfeffer

Capsaicin aus dem Cayennepfeffer kurbelt örtlich die Durchblutung an, und eine wohlige Wärme lindert den Schmerz.

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