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Frau im Bikini liegt auf dem Bauch und wird mit Sonnencreme eingecremt

Vor dem Sonnenbad: Eincremen nicht vergessen!
© AOK-Mediendienst

Sicher durch die Badesaison

Freizeit, Ferien, Freibad – das gehört einfach zum Sommer. Mit den folgenden Tipps gibt es dabei keine Spaßverderber mehr.

1.Sonnenbrand

Vorbeugung: Die Sonne zwischen 11 und 15 Uhr meiden. Etwa dreißig Minuten, bevor es in die Sonne geht, ein Sonnenschutzmittel mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 20 (Kinder: ab 30) auftragen, empfiehlt das Bundesamt für Strahlenschutz. Nach dem Baden nachcremen. Schützen sollte das Mittel gegen UV-A- und UV-B-Strahlung. In Apotheken gibt es Sonnenschutzmittel für alle Hauttypen und eine gute Beratung zu Sonnenschutz.

Erste-Hilfe-Maßnahmen: Bei geröteter Haut sofort aus der Sonne gehen und viel trinken. Quarkwickel können Linderung bringen. Quark mit etwas Buttermilch vermischen, die Masse etwa fingerdick auf ein Tuch streichen. Dieses umschlagen und mit der einlagigen Stoffseite auf die gerötete Hautpartie legen – bei Bedarf mit einer Binde fixieren. Den Wickel 30 Minuten auf der Haut belassen. Auch feuchte, kühlende Umschläge eignen sich als Sofortmaßnahme. Hilfreich für die entzündete Haut sind überdies Wundheilcremes beispielsweise mit Dexpanthenol, Cremes mit Kortison oder kühlende Gele mit Antihistaminika aus der Apotheke. Wenn man nach Aufenthalten in der Sonne Schwindel, Übelkeit, Kopfschmerzen, Benommenheit, Fieber oder Schüttelfrost verspürt oder wenn die Haut Blasen wirft – ab zum Arzt!

2.Fußpilz

Vorbeugung: Ein guter Schutz vor Pilzinfektionen sind Badeschuhe. Nach dem Bad die Füße besonders in den Zehenzwischenräumen gut abtrocknen. Desinfektionssprays wirken optimal, wenn sie erst nach dem Duschen und Abtrocknen der Füße verwendet werden. Möglichst Handtücher und Socken nach dem Schwimmbadbesuch bei mindestens 60 Grad Celsius waschen. Luftige Schuhe anziehen, am besten aus Leder oder durchlässigem Mikrofasermaterial. Schuhe zu Hause gut auslüften.

Behandeln: Wer sich infiziert hat, sollte ein eigenes Handtuch nur für die Füße benutzen und dieses täglich wechseln und waschen, genauso die Socken. Zur Pilzbekämpfung gibt es in der Apotheke Antipilzmittel, sogenannte Antimykotika. Wichtig: Bald mit der Behandlung beginnen. Und sie, auch wenn die Beschwerden dank der Mittel bald nachlassen, trotzdem so lange wie vom Arzt oder Apotheker empfohlen anwenden – Fußpilze sind hartnäckig.

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3.Augenbrennen

Vorbeugung: Gechlortes Wasser im Schwimmbad reizt die Augen. Schutz bietet eine gut sitzende Schwimmbrille. Sie bewahrt die Augen auch vor im Wasser vorhandenen Keimen, die eine Infektion der Bindehaut des Auges auslösen können.

Erste-Hilfe-Maßnahmen: Augentropfen beispielsweise mit Euphrasia beruhigen gereizte, brennende Augen. Fangen die Augen in den Tagen oder Wochen nach dem Schwimmbadbesuch an, sich stark zu röten, zu jucken oder Sekret abzusondern, ist der Gang zum Augenarzt unausweichlich.

4.Erkältung

Vorbeugung: Nach dem Baden gleich abtrocknen und raus aus den nassen Badesachen. Je länger diese am Körper bleiben, desto größer ist die Gefahr, sich eine Erkältung einzufangen.

Erste-Hilfe-Maßnahmen: Viel trinken, ausruhen, bei Bedarf Schleim verflüssigende Mittel aus der Apotheke nehmen, die das Abhusten von Schleim erleichtern. Wenn die Nase verstopft ist, können für begrenzte Zeit abschwellende Nasentropfen oder -sprays helfen. Treten Fieber und/oder ein starkes Krankheitsgefühl auf – ab zum Arzt!

5.Blasenentzündung

Vorbeugung: Wichtig ist, sich nicht auf einen kühlen Untergrund zu setzen. Nasse Badekleidung sollte man nach dem Verlassen des Wassers nicht lange am Körper belassen, sondern sich besser umziehen. Eine zusätzliche Möglichkeit, vorzusorgen: zweimal täglich 150 Milliliter Cranberry-Saft oder Cranberry-Dragees aus der Apotheke einnehmen. Das kann helfen, einer Neuinfektion vorzubeugen.

Erste-Hilfe-Maßnahmen: Bei leichten Blasenentzündungen hilft es, viel zu trinken, am besten warmen Blasen- und Nierentee. In schwereren Fällen helfen nur noch Antibiotika. Wenn die Beschwerden nicht nach wenigen Tagen nachlassen – ab zum Arzt!

6.Insektenstiche

Vorbeugung: Repellentien, die man in der Apotheke bekommen kann, halten Stechmücken oder Bremsen für eine Weile auf Abstand.

Erste-Hilfe-Maßnahmen: Bei einem Stich helfen kühlende Salben oder Gele mit Antihistaminika, die den Juckreiz nehmen. Eine Salbe mit Hydrocortison kann die Hautentzündung eindämmen. Sehr gut gegen die Schwellung und den Juckreiz an der Stichstelle wirken auch Eiswürfel oder feuchte Umschläge. Wer auf Stiche von Bienen, Wespen oder Hornissen stark allergisch reagiert, sollte stets ein Set mit Notfallmedikamenten nach Maßgabe des Arztes dabeihaben und sich vor allen Dingen hyposensibilisieren lassen!

7.Kleine Verletzungen und Prellungen

Vorbeugung: Um im Schwimmbad auf glatten Flächen nicht auszurutschen, helfen Badeschuhe. Am Badesee oder Strand verhindern sie, dass man mit bloßem Fuß auf spitze oder scharfe Gegenstände wie etwa Glasscherben tritt.

Erste-Hilfe-Maßnahmen: Wunden desinfizieren. Erreger, die sich in der Wunde ausbreiten könnten, lassen sich auch mit einem Tyrothricin enthaltenden Gel bekämpfen. Die Wunde dann mit einem Pflaster abdecken. Bei Prellungen oder Zerrungen helfen Salben beispielsweise mit Beinwell- oder Arnikaextrakt, aber auch mit entzündungs- und schmerzlindernden Wirkstoffen wie Ibuprofen oder Diclofenac. Wichtig, um Schwellungen zu verhindern: gut kühlen und betroffene Körperteile schonen, wenn möglich auch hochlagern. Bei großflächigen oder tiefen Wunden, bei unsicherem Tetanusschutz oder bei anhaltend schmerzenden Gelenken – ab zum Arzt!

Narimaan Nikbakht

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