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Gelb blühende Blüten der Goldrute.

Goldrute wird traditionell gegen Blasenleiden eingesetzt.
© WALA Heilmittel GmbH

Gut für die Blase: Heilpflanzen gegen Blasenentzündung

Blasenentzündungen sind ein häufig wiederkehrendes Übel – besonders für Frauen. Neben der oft unumgänglichen Behandlung mit Antibiotika können Arzneipflanzen die Heilung beschleunigen oder einer erneuten Entzündung vorbeugen. Hier finden Sie fünf der gängigsten Mittel.

  • Bärentraubenblätter
    Die kleinen, ledrigen Blätter der Bärentraube (Arctostaphylos uva ursi) enthalten die Substanz Arbutin. Trinkt man daraus einen Tee, wandelt der Körper das Arbutin in einen Wirkstoff mit antibakteriellen Eigenschaften um. In den Harnwegen und der Blase hilft dieser, die Entzündungserreger zu bekämpfen. Extrakte aus Bärentraubenblättern gibt es auch in Form von Tabletten in der Apotheke. Auch Kombinationen mit mehreren Pflanzen gibt es in der Apotheke.
  • Schachtelhalmkraut
    Viele kennen den Schachtelhalm (Equisetum arvense) unter dem Namen Zinnkraut. Er enthält sogenannte Flavonoide, die harntreibend wirken. Zubereitungen aus den Sprossen der Pflanze kommen bei entzündlichen Erkrankungen der ableitenden Harnwege und bei Steinleiden zum Einsatz. Sie sollen Niere und Blase durchspülen und auf diese Weise Krankheitserreger oder Nierengrieß schneller ausschleusen.
  • Goldrutenkraut
    Die Goldrute (Solidago virgaurea) besitzt seit Jahrhunderten ihren festen Platz in der naturmedizinischen Behandlung von Erkrankungen der ableitenden Harnwege. Heutzutage sogar mit wissenschaftlichem Segen. Besonders bei Blasenentzündungen kann sie ihre entzündungshemmenden, krampflösenden und harntreibenden Eigenschaften ausspielen. Bei Reizblase oder zur Durchspülung bei Steinleiden hat sie sich ebenfalls bewährt. Das Kraut lässt sich gut als Tee zubereiten, Auszüge daraus finden sich zudem in vielen pflanzlichen Fertigarzneimitteln.

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  • Birkenblätter
    Die Blätter der Hängebirke (Betula pendula) und der Moorbirke (Betula pubescens) kurbeln die Nierendurchblutung an. Das führt dazu, dass sich in den Nieren eine größere Harnmenge bildet, die die ableitenden Harnwege durchspült und Krankheitserreger und Fremdkörper ausschwemmt. Birkenblättertee kommt sowohl bei bakteriellen Infekten als auch bei Nierengrieß zum Einsatz.
  • Cranberrys
    Um häufig wiederkehrenden Harnwegsentzündungen vorzubeugen, lohnt ein Versuch mit dem Extrakt der Großfrüchtigen Moosbeere (Vaccinium macrocarpon). Viele kennen sie besser unter ihrem englischen Namen Cranberry. Die darin enthaltenen Proanthocyanidine verhindern mitunter, dass sich Bakterien an der Blasenwand anheften, und auf diese Weise Blasenentzündungen vorbeugen. Präparate mit Cranberry-Extrakt gibt es in der Apotheke.

Apotheker Rüdiger Freund

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