Sie sind in: Startseite Service Neue Apotheken Illustrierte Archiv 2013 1. Oktober Homöopathie in der zweiten Lebenshälfte

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Stillleben auf graubraunem Holz: Fläschen mit herausgeschütteten Globuli auf grünem Blatt, orangefarbene Blume auf der einen, weißes Porzellanschälchen auf der anderen Seite

Globuli und andere homöopathische Mittel können die Behandlung von vielen Beschwerden unterstützen.
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Homöopathie in der zweiten Lebenshälfte

In der zweiten Lebenshälfte häufen sich bei vielen Menschen sowohl die Wehwehchen als auch die ernsteren Erkrankungen. Da sind Heilmittel, die weitgehend nebenwirkungsfrei die Behandlung unterstützen, willkommen. Hier lohnt sich ein Blick auf die Homöopathie.

Zwar werden Menschen im vorgerückten Alter genauso von Erkältungen oder Magen-Darm-Infekten geplagt wie in jüngeren Jahren, in erheblich höherem Maße leidet jedoch die Lebensqualität unter dauerhaften Beschwerden. Schlafstörungen, Blasenschwäche, Darmprobleme oder chronische Erkrankungen wie Gelenkentzündungen gehören dazu. Gegen viele dieser Erkrankungen sind homöopathische Mittel beschrieben, die eine Behandlung unterstützen können. Im Folgenden finden Sie einige Beispiele.

Appetitlosigkeit
Mit zunehmendem Alter lässt häufig der Appetit nach. Hier kann ein homöopathisches Mittel aus Mariendistel weiterhelfen: Carduus marianus D2.

Augenreizung
Bei überanstrengten, trockenen Augen kommt Ruta graveolens D4 zum Einsatz. Bei entzündeten, gereizten Augen wiederum setzt die Homöopathie auf den "Augentrost" Euphrasia D12.

Blasenschwäche
Bei einer Belastungsinkontinenz bewirken etwa Niesen oder Lachen unfreiwilligen Harnabgang. Die Homöopathie setzt dagegen Causticum D6 ein.

Darmprobleme
Bei Verstopfung durch harten, trockenen Stuhl oder Erschlaffung der Darmmuskulatur soll Alumina D6 den Darm in Schwung bringen. Auch die Brechnuss Nux vomica D6 wird hier eingesetzt. Gegen Blähungen und Durchfall verwendet die Homöopathie beispielsweise Aloe D6.

Gelenkentzündung
Schmerzende, heiße Gelenke bei Arthrose soll die Teufelskralle Harpagophytum D6 lindern können. Gegen Gelenkrheumatismus, der sich bei Kälte verschlechtert, kommt der bittersüße Nachtschatten Dulcamara D4 oder Ruta graveolens D6, die Weinraute, infrage.

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Kreislaufschwäche
In der Pflanzenheilkunde kennt man die herzstärkenden Eigenschaften des Weißdorns. In der Homöopathie wird ein stark verdünnter Pflanzenauszug gegen Kreislaufbeschwerden wie Schwindel, Kopfschmerzen und niedrigen Blutdruck genutzt: Crataegus D6. Ganz ähnlich wirksam soll auch Veratrum album D6 sein, der weiße Germer.

Schlaflosigkeit/Nervosität
Kaffee kennt man eigentlich als Wachmacher. In der Homöopathie ist es umgekehrt: Coffea D6 gilt als gutes Mittel gegen Schlafstörungen und Nervosität. Bei unruhigem Schlaf soll Phosphorus D6 Abhilfe schaffen. Es wird empfohlen, je fünf Globuli zwei Stunden vor und direkt vor dem Zubettgehen einzunehmen.

Schwindel
Gegen Schwindel, vor allem wenn er durch Kreislaufprobleme bedingt ist, kommt Haplopapus D6 zum Einsatz. Bei Schwindel im Stehen ist Conium D6 geeignet. Wenn der Schwindel mit Kopfschmerzen einhergeht, kann man auf Gelsemium D6 zurückgreifen.

Wechseljahresbeschwerden
Wenn sich der Hormonhaushalt bei Frauen in den Wechseljahren umstellt, leiden einige Betroffene unter Beschwerden wie etwa Hitzewallungen, Schlaflosigkeit oder Depressionen. In der Homöopathie wird zum Beispiel Sanguinaria D6 oder Lachesis D12 dagegen eingesetzt, gegen Hitzewallungen auch Sulfur D12.

Wenn Sie ein homöopathisches Mittel ausprobieren möchten, setzen Sie dafür bitte kein vom Arzt verordnetes Präparat einfach ab. Besprechen Sie mit ihm, wie Sie Ihre Behandlung am besten ergänzen können und welche Mittel sich besonders gut für Ihre Erkrankung eignen.

Apotheker Rüdiger Freund

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