Sie sind in: Startseite Service Neue Apotheken Illustrierte Archiv 2013 1. März Katze und Hund gesund: Tipps für die Hausapotheke

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Hund und Katze liegen einträchtig beieinander und schauen in die Kamera

Auch Haustiere werden manchmal krank. Gut, wenn die Hausapotheke darauf eingestellt ist.
© jagodka - fotolia

Katze & Hund gesund: Tipps für Hausapotheke und Behandlung

Millionen Menschen hierzulande können sich ein Leben ohne Haustier nicht vorstellen. Zum Wohlbefinden der großen oder kleinen Lieblinge trägt neben Pflege und Zuwendung eine Hausapotheke bei. Gegen welche Erkrankungen sie für Hunde und Katzen bestückt sein sollte und wie man die Tiere behandeln kann, verrät hier Tierärztin Doris Zellmann-Franke aus Hofheim am Taunus.

Was Hunde oft plagt:

Gerade in der kalten Jahreszeit machen Hunden oft Erbrechen oder Durchfall zu schaffen. Husten, Niesen und Appetitlosigkeit wegen Schluckbeschwerden sind Zeichen einer Erkältung des Tieres. Hat der Hund Fieber, muss er zum Tierarzt. Was das ganze Jahr über vorkommt, sind Schnittverletzungen an den Pfoten und Parasiten wie Zecken, Flöhe, Milben und Würmer sowie Pilzinfektionen.

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Tipps für Behandlung und Hausapotheke:

  • Bei Durchfall lassen Sie die nächste Fütterung aus und geben Sie Ihrem Liebling nur Flüssigkeit. Wenn der Durchfall nicht stoppt, hilft Butylscopolamin, dass man als Dragee oder als Zäpfchen in der Apotheke bekommt. Verwendet werden die für Menschen gedachten Präparate, zur Anwendung berät der Tierarzt.
  • Bei Erkältungen empfehle ich Hustensaft, wie man ihn auch Kindern gibt, genauer Efeu- und Salbeiextrakte. Die Kinderdosierung mit einer Spritze ins Maul des Tieres geben. Oft lindert schon ein Halstuch mit einigen Tropfen eines Eukalyptus- und Fichtennadelöl enthaltenden Präparates die Beschwerden – Vorsicht aber bei Allergien. Zusätzlich sind Homöopathika etwa mit Echinacea empfehlenswert.
  • Bei Schnittverletzungen an den Pfoten legen Sie einen Verband an. Der Hund darf nicht weiter toben, sonst platzt die Schnittwunde immer wieder auf. Um die Wunde zu desinfizieren, rate ich zu Äthacridin-haltiger Salbe. Es gibt den Wirkstoff aber auch als Lösung in Ihrer Apotheke. Damit die Pfote baden oder die Wunde einschmieren. Ist die Wunde groß oder heilt sie nicht, bitte zum Tierarzt gehen.
  • Gegen Parasiten sollten Hundebesitzer jeweils ein vom Tierarzt empfohlenes Mittel gegen innere und äußere Parasiten im Haus haben. Präparate zur inneren Anwendung kann man mit einem Stück Wurst, Käse oder Ähnlichem geben. Und ein Tipp für die beginnende Zeckenzeit: Üben Sie bei Ihrem Tier, Zecken zu entfernen – entweder mit der Zeckenzange oder einem Zeckenhaken.

Was Katzen oft plagt

Bei frei laufenden Katzen sind Revierkämpfe häufig. Die Folgen: Entzündungen und Vereiterungen der Biss- oder Kratzverletzungen, vor allem an den Gliedmaßen. Es kann so weit kommen, dass die Katze Fieber entwickelt und appetitlos wird. Letzteres kann jedoch auch viele andere Ursachen haben, etwa Probleme in der Mundhöhle, Magen-Darm-Entzündungen, Harnwegs- und Herzerkrankungen oder schwere Infekte. Gehen Sie daher zum Tierarzt, wenn die Katze nach zwei Tagen noch nichts frisst. Verstauchungen sind auch bei Wohnungskatzen keine Seltenheit – überlegen Sie nur, wo sich Ihr Stubentiger manchmal aufhält! Und auch Katzen haben Parasiten. Wie oft bekomme ich Anrufe in meiner Praxis, dass die Katze erbrochen hat und sich bewegende, spaghettiähnliche Gebilde zum Vorschein kommen: Spulwürmer!

Tipps für Behandlung und Hausapotheke:

  • Bei leichten Verletzungen: Erste Hilfe ist die Reinigung der Wunde, wenn die Katze es zulässt. Wenn nicht, bitte zum Tierarzt gehen. Man kann mit Arnikagaben oder geeigneten Homöopathika am Anfang Schlimmeres vermeiden. Im Fall von Verstauchungen empfehle ich diese Medikamente auch.
  • Bei äußeren Parasiten kommt es bei der Auswahl der Gegenmittel darauf an, was man bekämpfen will. Gehen Sie hier für eine Beratung besser zum Tierarzt.
  • Gegen innere Parasiten der Katze aber kann man sich gute Mittel für die Hausapotheke empfehlen lassen. Die Tabletten verabreicht man am leichtesten in einem Stückchen Leckerli, beliebt sind Weichstängelchen, in denen man die Tabletten halbiert gut verstecken kann.

FS

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