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Glücklich lachendes Paar liegt in einem sommerlichen Lavendelfeld

Gute Laune ist nicht nur ansteckend, sie lässt einen auch besser aussehen.
© Anna Omelchenko - Fotolia

Gute Laune macht schön

Lachen, freuen, fröhlich sein. Das ist nicht nur ansteckend, es lässt einen auch besser aussehen. Das behaupten jedenfalls Attraktivitätsforscher wie Ulrich Renz. Warum das so ist und wie jeder selbst seine innere Leuchtkraft entfesseln kann, erfahren Sie hier.

Tür auf – Scheinwerfer an! Es gibt Menschen, die füllen den Raum, noch ehe sie durch besagte Tür getreten sind. Sie ziehen alle Blicke auf sich, haben das gewisse Etwas. Denn ihr Lächeln und ihre gute Laune verströmen ein inneres Leuchten. Charisma nannten die alten Griechen die Magie der Ausstrahlung und Anziehungskraft. Wer genauer hinschaut, bemerkt, dass charismatische Menschen besonders durch drei Dinge glänzen: Gelassenheit, Zuversicht und Lebensfreude.

Warum gut gelaunte Menschen schöner auf andere wirken, erklärt uns Attraktivitätsforscher Ulrich Renz aus Lübeck: Als besonders unwiderstehlich empfinden wir es, wenn wir von Menschen des anderen Geschlechts angelächelt und gleichzeitig angeblickt werden. "Wir fühlen uns dann 'gemeint', und das öffnet unsere Herzen", so der Experte.

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Gute Gedanken lassen jünger wirken

"Selbst wenn wir nicht lächeln, aber positiv gestimmt sind, ist die entsprechende mimische Muskulatur in unserem Gesicht aktiv, die mit negativen Emotionen verknüpfte (Stirn-) Muskulatur dagegen entspannter", weiß Renz. Der Effekt: Eine "heitere Stirn" mit weniger Faltenbildung sieht jünger aus.

Glücklich gleich schön

Wir empfinden schöne Menschen unbewusst und automatisch als glücklicher. "Das hat mit dem uralten Reflex zu tun, dass wir Gutes und Schönes in einen Topf werfen. Für dieses psychologische Phänomen gibt es sogar einen Begriff. Man spricht dabei vom sogenannten 'Halo-Effekt' der Schönheit. Und der funktioniert auch in die andere Richtung: Glückliche Menschen werden als schöner empfunden", so Renz.

Gute Laune schützt die Haut

"Es gibt möglicherweise auch einen Effekt über die Hormone, die die Haut positiv beeinflussen, also die vermehrt ausgeschütteten Glückshormone, sogenannte Endorphine, und das vermindert das Stresshormon Kortisol", vermutet Renz. Forscher der Universität Kalifornien fanden zudem heraus, dass Ärger und Aufregung das Schutzschild der Haut schwächen. Die unangenehme Folge: Pickel! Stress setzt im Körper eine Kaskade jener Hormone frei, die als Feinde des glatten Teints gelten. Ein gutes Stimmungs-Management hingegen macht stressresistenter, und das sieht man der Haut an.

Narimaan Nikbakht

Fünf Tipps, die Sie gut gelaunt und strahlend durch den Tag bringen:

1. Gutes protokollieren
Das Gefühl der Dankbarkeit und Zufriedenheit ist ein echtes Powergefühl und leicht zu erzeugen. Legen Sie ein Dankbarkeits-Tagebuch an oder notieren Sie sich, was Ihnen alles gelungen ist. Auch Lob-E-Mails von Kunden oder von zufriedenen Chefs gehören hinein. Bei Bedarf holen Sie das Büchlein hervor und blättern darin. Der Protokoll-Trick funktioniert nachweislich und lang anhaltend. Eine US-Studie zeigte, dass nach zehnwöchigem Protokollieren "die Dankbaren" insgesamt zufriedener mit ihrem Leben waren und optimistischer in die Zukunft schauten als zuvor.

2. Lachmuskeln spielen lassen
Fakt ist: Unserem Gehirn ist es egal, ob wir aus Freude oder grundlos lächeln. Die daran beteiligten Muskeln signalisieren dem Gehirn so oder so, dass gegrinst wird, woraufhin der Körper Glückshormone freisetzt. Ein DVD-Abend bei einer Komödie bietet schon mal einen guten Anfang, um sich mental gut einzustimmen. Alternativ lohnt sich auch ein Besuch bei einem Lachyoga-Kurs. Dort trainiert man das Lachen, und das macht vor allem in der Gruppe Spaß. Der Effekt: Wer regelmäßig lacht, baut Angst und Spannungen ab, senkt seinen Stresslevel, wird kreativer, produktiver und glücklicher. Infos zu Lachclubs finden Sie in der Linkliste zu dieser Ausgabe.

3. Duft-Doping
Auch über das Riechzentrum im Gehirn lassen sich Gefühle und Stimmungen positiv beeinflussen. Ein paar Atemzüge eines angenehmen Dufts reichen dazu schon aus. Je nach Art des ätherischen Öles (aus der Apotheke) wirkt es entspannend oder anregend. Tipp: Vanille vermittelt Kindheitserinnerungen und Geborgenheit, Zitronen-, Limonen- und Orangenöl bringen den Kreislauf in Schwung. Viele Menschen assoziieren diese frischen Düfte mit Sommer und mediterranen Gefilden – und auch das sorgt für gute Laune. Einfach ein paar Tropfen in eine Duftlampe mit etwas Wasser geben.

4. Bewegung
Studien zeigen, dass regelmäßiger Ausdauersport von einer halben Stunde dreimal die Woche die Stimmung hebt. Grund: Wer seinen Körper bewegt, setzt Endorphine frei und baut Stresshormone ab. Sie können auch einfach nur zu Ihrer Lieblingsmusik tanzen oder sich aufs Rad schwingen. Auch die Haut wird dadurch gut durchblutet, und rosige Wangen wirken nochmal extra schön.

5. Grüße von Johannis
Wer häufig unter gedrückter Stimmung leidet, kann mit Johanniskrautextrakt aus der Apotheke gegensteuern. Der Pflanzenauszug hellt gut und überzeugend die Stimmung auf. Das haben Studien bewiesen. Allerdings dauert es etwa zwei Wochen, bis die vollständige Wirkung einsetzt.

NN

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