Sie sind in: Startseite Service Neue Apotheken Illustrierte Archiv 2013 1. August Cool bleiben in den Wechseljahren

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Rückansicht Frau auf Steg an einem See in Meditationshaltung

Meditation lässt einen zur Ruhe kommen und stärkt die stressgeplagten Nerven.
© magann - Fotolia

Cool bleiben in den Wechseljahren

In den Wechseljahren beginnt für etliche Frauen eine Achterbahnfahrt aus Hitzewallungen und Frösteln. Hitzewallungen sind gerade im Sommer unangenehm, wenn man ohnehin schon schwitzt. Im Folgenden sieben Tipps für die Wohlfühltemperatur in den Wechseljahren.

1. Viel bewegen

Der Organismus von Sportlern kann die Körpertemperatur besser regulieren als derjenige von Menschen, die sich wenig bewegen. Die Blutgefäße der Sportler sind besser darauf trainiert, sich zu verengen oder zu weiten, um Wärme im Körper zu halten oder nach außen abzugeben. Bei Frauen in den Wechseljahren verstellt sich durch den Östrogenmangel der vom Gehirn vorgegebene Idealbereich für die Körpertemperatur nach unten. Das Gehirn nimmt dann bereits Normaltemperaturen als Überhitzung des Körpers wahr. Daraus resultiert eine Hitzewallung, über die der Körper versucht, die scheinbar überschüssige Wärme loszuwerden. Sport kann diesen Effekt mindern.

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2. In Schichten kleiden

Wer sich nach dem Zwiebelprinzip anzieht, kann im Falle von Hitzewallungen mehrere Hüllen fallen lassen, ohne sich entblößen zu müssen. Frauen, die sehr stark schwitzen, können sich auch ein T-Shirt zum Wechseln einpacken.

3. Kühlen Kopf bewahren

Salbei soll Schwitzen entgegenwirken, als Tee sowie in Form von Dragees zum Einnehmen. Für eine Tasse Tee benötigt man 1 bis 1,5 Gramm der getrockneten Blätter. Je nach Bedarf kann man bis zu vier Tassen davon am Tag trinken.

4. Auf Reizstoffe verzichten

Kaffee, Nikotin und Alkohol haben Einfluss auf die Blutgefäße. Rauchen kann zudem einen früheren Beginn der Wechseljahre mit sich bringen. Verzicht wäre am besten, aber den Konsum dieser Genussmittel deutlich einzuschränken, hilft auch schon ein wenig weiter.

5. Für Gleichmaß sorgen

Stress belastet das Nervenkostüm. In den Wechseljahren gerät es aber ohnehin stark aus dem Gleichgewicht. Umso wichtiger ist es, Methoden zu erlernen, die helfen, Stress besser bewältigen zu können. Dazu gehören zum Beispiel Meditation, Yoga sowie die progressive Muskelentspannung nach Jacobson.

Mittel gegen Schwitzen und Schweißgeruch

Deodorants hemmen schweißabbauende Bakterien und verhindern so unangenehmen Schweißgeruch. Parfümstoffe überdecken ihn. Gegen übermäßiges Schwitzen können Antitranspirante aus der Apotheke helfen. Die äußerlich anzuwendenden Produkte enthalten meist Aluminiumverbindungen, die die Schweißproduktion vermindern. Gut ist es, die Antitranspirante abends aufzutragen, damit sie optimal wirken können.

6. Pflanzliche Mittel nutzen

Von der Traubensilberkerze nimmt man neuerdings an, dass sie bestimmte Hirnbotenstoffe beeinflusst und so Wechseljahresbeschwerden vermindern kann. Von Extrakten des Rhapontikrhabarbers wiederum weiß man, dass er auf Andockstellen für weibliche Sexualhormone wirkt. So soll er Hitzewallungen und andere für die Wechseljahre typische Beschwerden lindern. Bis die Wirkung pflanzlicher Mittel eintritt, kann es jedoch mitunter einige Wochen dauern.

7. Hormone ersetzen

Die Hormonersatz-Therapie wurde einige Jahre infrage gestellt, als Studien negative Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf- und auf das Brustkrebsrisiko gezeigt hatten. Mittlerweile wurden diese Studien vielfach überprüft. Das Ergebnis: Es gibt Fälle, in denen der Nutzen einer Hormonersatz-Therapie über mögliche Risiken deutlich überwiegt. Massive Hitzewallungen können mithilfe exakt dosierter Hormonpräparate deutlich nachlassen.

Apothekerin Isabel Weinert

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