Service

Mann in den 30ern im Businessanzug auf dem Fahrrad, im Hintergrund modernes Bürogebäude

Mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren: eine Möglichkeit, mehr Bewegung in den Alltag zu bringen.
© arekmalang - Fotolia

Bewegung für Bewegungsmuffel

Wenig ist besser als nichts – das ist so schlicht wie wahr, und zwar auch im Hinblick auf Bewegung. Gerade bekennende Sportmuffel haben etwas davon, wenn sie sich wenigstens im Alltag ein bisschen körperlich in Schwung bringen. Dabei können die folgenden Tipps helfen. Mit ihnen lässt sich dem inneren Schweinehund zumindest hin und wieder ein Schnippchen schlagen.

Bevor man überhaupt einen Finger rührt, kann man sich natürlich die berechtigte Frage stellen "Was hab' ich davon?". Nun, selbst in Sachen Minimalbewegung bereits einiges, sagen Forscher. So zeigte beispielsweise eine taiwanesische Studie mit fast 420.000 Teilnehmern, dass schon eine Viertelstunde regelmäßige sportliche Aktivität pro Tag ausreichen kann, um die Lebenserwartung gegenüber völlig inaktiven Personen um durchschnittlich drei Jahre zu steigern.

Solche Studien geben zwar nur Anhaltspunkte, da sie nicht restlos alle Zusatzfaktoren einbeziehen können, die eine Rolle für die Lebenserwartung spielen. Aber sie zeigen doch, dass man selbst ohne rekordverdächtige Sportleistungen einen großen Gewinn in Sachen Gesundheit einstreichen kann. Und das geht auch im Alltag. Es gibt viele Möglichkeiten, sich fast unmerklich zu mobilisieren:

Anzeige

  • Steigen Sie öfter mal eine Bus-, U-Bahn- oder S-Bahnstation früher aus und laufen Sie die letzten Meter zum Ziel.
  • Machen Sie kleine Einkäufe zu Fuß oder mit dem Fahrrad, etwa wenn Sie etwas aus einer nahegelegenen Apotheke benötigen.
  • Wenn es nicht sehr weit nach oben gehen soll: Benutzen Sie Treppen, statt Fahrstuhl zu fahren.
  • Machen Sie kleine Abend- oder Verdauungsspaziergänge.
  • Wenn Sie fernsehen möchten, können Sie sich dabei auf dem Hometrainer etwas trainieren.
  • Nutzen Sie – wenn möglich – für den Arbeitsweg oder zumindest Teilstrecken davon das Fahrrad.
  • Pflegen Sie einen Garten, vielleicht einen Schrebergarten, das hält in Bewegung.
  • Wenn Sie Hunde mögen und halten können: Besorgen Sie sich einen passenden Hund, das regelmäßige Gassigehen hält fit.
  • Statt mit Freunden zu telefonieren oder zu mailen, öfter Treffen vereinbaren, zu denen sie zu Fuß hingehen.
  • Mit Freunden zum Schwimmen, Walken oder einem Radausflug treffen. In der Gruppe macht Bewegung mehr Spaß und man bemerkt die Anstrengung weniger.
  • Mit Kollegen im Büro weniger telefonieren, sondern sie öfter persönlich aufsuchen, wenn es möglich ist.
  • Am Arbeitsplatz öfter mit den Füßen wippen beziehungsweise die Fersen hochziehen, während die Zehen auf dem Boden bleiben.
  • Auch oder gerade bei sitzender Tätigkeit: Immer mal wieder Pausen und Lockerungsübungen für die Schulter- und Halspartie sowie für das Becken machen.
  • Gut für die Beweglichkeit ist bei richtiger Anleitung unter anderem Yoga. Dabei werden meist keine sportlichen Höchstleistungen erwartet, und laufen muss man auch nicht.

Wer mit solchen Tricks und Tipps den Spaß an der Bewegung für sich entdeckt, kann dann auch zu leistungsbetontem Sport übergehen. Wer damit jedoch neu oder nach langer Pause wieder beginnt, sollte sich bei einem sportmedizinisch erfahrenen Arzt auf die Sporttauglichkeit hin untersuchen lassen. Er hat auch Tipps, welche Sportarten individuell gut geeignet sind.

Dr. Frank Schäfer

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen