Sie sind in: Startseite Service Neue Apotheken Illustrierte Archiv 2014 15. März Sicherheitsregeln für den Spielplatz

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Mädchen mit Rattenschwänzen, ca. 9 Jahre alt, turnt auf einem Seil eines Abenteuerspielplatzgerätes herum

Aufregende Klettergeräte üben einen besonderen Reiz auf Kinder aus.
© st-fotograf - Fotolia

Sicherheitsregeln für den Spielplatz

Frische Luft, Sonne, ein großer, abwechslungsreicher und sicherer Spielplatz: Mehr benötigt man nicht für einen gelungenen Familien-Nachmittag! Doch wie sieht es mit der Sicherheit von Gerüsten, Sandkästen und Rutschen aus?

Einmal entdeckt, wandelt sich ein Spielplatz schnell zum magischen Anziehungspunkt für Kinder. Sandkasten, aufregende Klettergeräte und Spielfreunde auf der Rutsche oder an der Wippe üben einen besonderen Reiz aus. Vor allem in Städten sind sie oft der einzige Ort, an denen sich Kinder austoben können.

Was Spielgeräte in Sachen Sicherheit bieten müssen, regelt der Gesetzgeber. "Doch auch ohne einschlägiges Expertenwissen zum Stand der Normung können Eltern anhand einiger allgemeiner Kriterien den Pflege- und Wartungszustand eines Spielplatzes erkennen und beurteilen", rät die Bundesarbeitsgemeinschaft 'Mehr Sicherheit für Kinder e. V.'

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"Achten Sie zum Beispiel auf die Sauberkeit der Spielanlage. Sind Abfalleimer vorhanden und werden Abfälle regelmäßig entsorgt? Befinden sich gefährliche Gegenstände wie Flaschen, Spritzen und dergleichen auf dem Spielgelände?" Auch der Zustand der Spielgeräte dient Eltern als Visitenkarte. Dazu die Bundesarbeitsgemeinschaft 'Mehr Sicherheit für Kinder': "Die Oberflächen der Gerätematerialien müssen so gestaltet und erhalten werden, dass von ihnen keine Gefährdungen ausgehen." Ihr Tipp: Bei regelmäßiger Inspektion, Wartung und Kontrolle sollten keine der nachfolgend aufgeführten Mängel feststellbar sein:

  • Splitter oder Abspaltungen an Holzoberflächen
  • Rostbildung
  • Rissige Kunststoffoberflächen
  • Überstehende Nägel oder weit herausragende Schrauben
  • Scharfe Ecken und Kanten
  • Freiliegende Fundamente

Auch offensichtliche Verschleißerscheinungen, Beschädigungen oder Vandalismus können ein Indiz für Sicherheitsmängel sein. Hinweise geben:

  • Gelöste Schraubverbindungen
  • Verschleiß an Ketten und Abhängungen
  • Schadhafte Seile, zum Beispiel durch Alterung oder mutwillige Zerstörung durch Anbrennen oder Anschneiden
  • Gebrochene oder zerschlagene Geräteteile wie Sprossen oder Brüstungen

Solche oder ähnliche Mängel festgestellt? Dann rät die Bundesarbeitsgemeinschaft 'Mehr Sicherheit für Kinder', den Betreiber des Spielplatzes darauf aufmerksam zu machen.

Peter Erik Felzer

Kordeln, Fahrradhelme und Co. bleiben zu Hause

Auf Spielplätzen, egal ob drinnen oder draußen, müssen Kinder Schlüsselbänder oder Halsketten ablegen. Darauf weist die Aktion 'Das sichere Haus' hin. "Kleidung mit Kordeln sollen sie gar nicht erst anziehen. An Kordeln, Schlüsselbändern und Halsketten können Kinder hängen bleiben und sich im Extremfall zu Tode strangulieren." Immer wieder sterben auf diese Weise vor allem Kinder im Kindergartenalter. Das Spielplatz-Tabu gilt auch für Fahrradhelme. "So sinnvoll der Helm auf dem Fahrrad, dem Skateboard oder dem Roller ist: Zwischen den Stäben eines Klettergerüstes kann er sich so unglücklich verfangen, dass das Kind daran hängen bleibt und der Halsriemen es zu Tode stranguliert."

Weitere Informationen

Was Eltern noch über die Sicherheit von Spielplätzen wissen müssen, erfahren Sie hier: www.kindersicherheit.de. Indizien für einen sicheren Spielplatz drinnen und im Freien bietet www.das-sichere-haus.de

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