Sie sind in: Startseite Service Neue Apotheken Illustrierte Archiv 2014 1. Juli Insektenstiche - was hilft, wenn man extrem reagiert

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Nahaufnahme Stechmücke auf Fingerkuppe

Stechmücken sind wahre Plagegeister. Und obwohl sie so klein sind, können sie durch einen Stich starke allergische Reaktionen beim Menschen hervorrufen.
© Yanik Chauvin - Fotolia

Insektenstiche - was hilft, wenn man extrem reagiert

Bei den meisten Menschen heilt ein Insektenstich nach wenigen Tagen ab. Doch immer wieder geschieht das Gegenteil: Das Hautareal um den Stich schwillt massiv an, wird heiß und entzündet sich. Oder eine Insektengiftallergie bedroht gar das Leben. Was hilft, lesen Sie im Folgenden.

Sticht ein Insekt zu, gelangt dessen Gift in den Körper und löst eine Entzündung an der Einstichstelle aus. Die Haut rötet sich, schwillt etwas an und beginnt zu jucken. Als Sofortmaßnahme helfen Kühlen, das Auflegen eines Stückes geschälter Zwiebel oder das Auftragen eines Gels aus der Apotheke, das die Symptome lindert. Auch wenn es schwer fällt: Kratzen ist verboten, weil sich der Juckreiz dadurch eher verstärkt und Krankheitserreger in die Wunde gelangen können. Nach ein paar Tagen heilt der Stich in aller Regel folgenlos ab.

Bei Schwellung, Hitze, Pochen zum Arzt

Es gibt allerdings Ausnahmen. Dann schwillt beispielsweise nach einem Mückenstich an der Hand der gesamte Arm an. Solche Entwicklungen bedeuten Gefahr. Bakterien haben die Wunde infiziert. In diesen Fällen bringt es nichts, selbstständig daran herumzudoktern, am besten sucht man möglichst rasch einen Arzt auf. Er kann ein Antibiotikum gegen die Bakterien und eventuell ein Kortisonpräparat verordnen, das die Entzündung eindämmt. Wer zu lange wartet, riskiert, dass sich die Bakterien in der Blutbahn ausbreiten und sich eine Blutvergiftung entwickelt.

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Notfallset immer mit von der Partie

Ebenso gefährlich, aber aus einem anderen Grund, sind allergische Reaktionen auf das Gift bestimmter Insekten wie Bienen, Wespen oder Hornissen. Die Symptome der schwersten Form der Allergiereaktion, des anaphylaktischen Schocks, können sich sehr schnell entwickeln und in einem Kreislaufversagen münden. Mögliche Anzeichen: Handinnenflächen oder Fußsohlen, Augenlider, Mundschleimhaut, Lippen oder Zunge jucken oder schwellen an, es können juckende Quaddeln auf der Haut, Atembeschwerden, Atemnot, Hustenanfälle, Magen-Darm-Beschwerden wie Bauchkrämpfe, Erbrechen oder Durchfall, starker Schwindel und ein Gefühl von Kraftlosigkeit auftreten.

Für solche Notfälle tragen Menschen, die um ihre Insektengiftallergie wissen, immer ein vom Arzt verordnetes Notfallset bei sich und wenden es nach einem Stich unverzüglich an. Am besten Angehörige und Freunde über die Allergie informieren, damit auch Hilfe parat ist, wenn man darauf angewiesen sein sein sollte.

Apothekerin Isabel Weinert

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