Sie sind in: Startseite Service Neue Apotheken Illustrierte Archiv 2015 15. April Drei Mineralien für Muskeln und Herz

Service

Frau im Vordergrund isst Banane, schaut lachend zu Mann im Hintergrund, der komisches Gesicht macht

Bananen sind gute Mineralstoff-Lieferanten: Sie enthalten u.a. viel Kalium.
© Model colourbox.de/Benis Arapovic | www.shock.co.ba

Kalium, Magnesium, Calcium: Drei Mineralien für Muskeln und Herz

Kalium, Calcium und Magnesium sind das Erfolgstrio im Körper für eine gute Muskelarbeit und Herzfunktion. Ist einer der Mineralstoffe Mangelware, zeigt sich dies in vielfältigen Symptomen, zum Beispiel auch in Muskel- und Herzbeschwerden.

Calcium dient nicht nur der Knochengesundheit. Es beeinflusst darüber hinaus die Blutgerinnung, die Arbeit verschiedener Enzyme sowie die Funktion von Nerven und Muskeln. Bei Letzteren arbeitet es eng mit Kalium und Magnesium zusammen. Sie sorgen unter anderem dafür, dass die Signalverarbeitung zwischen Nerven und Muskulatur ordnungsgemäß funktioniert. Nicht nur, aber auch am Herzen. Kalium ist auch an der Blutdruckregulation beteiligt, Magnesium daran, dass sich Muskeln zusammenziehen und entspannen. Nur das ausgewogene Zusammenspiel der drei Substanzen garantiert eine reibungslose Funktion der Muskulatur im Körper. Dazu zählen auch die Herzmuskelzellen.

Mehrbedarf möglich

Verliert der Mensch zu viel von den drei Mineralien mit dem Urin oder steigt die Aufnahme eines oder mehrerer zu stark an, kann das Herz aus dem Takt geraten. Das kann sich in Herzrhythmusstörungen äußern. Bei gesunden Menschen kommt das in aller Regel nicht vor. Es gibt jedoch Risikogruppen, die besonders auf ihren Mineralhaushalt achten sollten:

  • Menschen, die sich einseitig ernähren, Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten haben;
  • Menschen, die die Nahrung nicht richtig verwerten können, etwa wegen chronischer Durchfälle, bei Magersucht, bei gestörter Leber- oder Nierenfunktion, bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen;
  • Menschen, deren Bedarf an Mineralstoffen unter Umständen höher liegt als beim Durchschnitt, also Ältere, Schwangere, Stillende, Leistungssportler oder Raucher sowie Diabetiker und Personen, die entwässernde Mittel einnehmen;
  • Menschen mit einer Erkrankung der Schilddrüse.

Mangel abklären

Der Bedarf von 1000 Milligramm Calcium pro Tag lässt sich durch den Genuss von Milch und Milchprodukten, Käse, Brokkoli, Lauch und Calcium-reichen Mineralwässern decken. Kalium (der Bedarf liegt bei 2000 Milligramm pro Tag) steckt reichlich in Bananen, grünem Blattgemüse, Hülsen- und Trockenfrüchten. Nüsse, Sojabohnen, Getreide, Mineralwässer, Fleisch, grünes Gemüse und Käse eignen sich, um täglich an 350 Milligramm (Männer) beziehungsweise 300 Milligramm Magnesium (Frauen) zu kommen. Eine zusätzliche Zufuhr durch Mineralstoffpräparate aus der Apotheke kann für die aufgeführten Risikogruppen nach Diagnosestellung eines Mangels durch den Arzt sinnvoll sein.

Apothekerin Isabel Weinert

Anzeige

Buchtipps der Redaktion von aponet.de:

"Verträgt sich das?"
Der Ratgeber nennt Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Arzneimitteln und zwischen Medikamenten und Lebensmitteln. Für 11,90 Euro über Apotheken oder hier bestellbar.

"Homöopathie für die junge Familie"
Die homöopathische Behandlung basiert darauf, aufmerksam auf den eigenen Körper oder den des Kranken zu hören, ja, in ihn hineinzuspüren. In nur drei Schritten können Sie zum richtigen Mittel kommen, das zeigt dieser Ratgeber. Das Buch kostet 11,90 Euro. Bestellungen über Apotheken oder hier.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen