Sie sind in: Startseite Service Neue Apotheken Illustrierte Archiv 2015 1. Mai 7 Punkte für die Venenfitness

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Paar Mann Frau, ca. Mitte 50, Freizeitkleidung sportlich, auf Fahrrädern im frühlingsgrünen Wald

Jeden Tag ein bisschen Bewegung, das tut dem Herz-Kreislauf-System gut und den Venen.
© Kzenon - Fotolia

7 Punkte für die Venenfitness

Das Venensystem leistet Schwerstarbeit, muss es doch Blut aus Beinen und Armen wieder Richtung Herz pumpen. Muskelpumpen in den Venen und Druckwellen in den Arterien helfen dabei tatkräftig mit. Lesen Sie hier, wie Sie diese Systeme unterstützen und damit Venenerkrankungen vorbeugen können.

  1. Vom Sitzen pausieren
    Häufiges Sitzen oder Stehen strapaziert das Venensystem. Mit der Zeit schließen dann die Venenklappen womöglich nicht mehr richtig. Sie verhindern normalerweise, dass das Blut wieder zurück in die Füße fließt. Mit Bewegung können Sie einem Funktionsverlust der Venen und Venenklappen entgegentreten. Schwimmen, Radfahren, Wandern, der kurze Spaziergang draußen in der Mittagspause und das tägliche Treppensteigen zur Wohnung: All das unterstützt das Venensystem bei seiner Arbeit.
  2. Einfache Übungen einbauen
    Neben körperlicher Bewegung lassen sich effektive Übungen leicht in den Alltag einbauen. Zum Beispiel das "Radfahren" auf dem Rücken liegend. Das geht schon morgens nach dem Aufwachen im Bett. Es hilft übrigens nicht nur den Venen, sondern bringt auch den Kreislauf in Schwung. Beim Zähneputzen kann es dann mit dem Fersenwippen weitergehen. Dazu wippen Sie mit den Füßen abwechselnd von der Ferse auf die Ballen und zurück. Wer mit dem Gleichgewicht Probleme hat, hält sich dazu besser fest. Diese Übung geht auch im Sitzen, etwa im Flugzeug oder am Schreibtisch.
  3. Geregelt "müssen"
    Bewegung hilft Ihnen auch bei der Verdauung. Klappt es damit immer mal wieder nicht, verschlechtert die entstehende Verstopfung den Fluss des Blutes aus den Venen zum Herzen hin. Was der Verdauung außer Bewegung noch hilft: viele Ballaststoffe, wie sie etwa in Gemüse, Obst und Vollkornprodukten vorkommen. Daneben gibt es geballten Ballast unter anderem in Form von Flohsamenschalen oder Weizenkleie, beides bekommt man auch in Apotheken. Damit die Fasern im Darm quellen und nicht klumpen, sollte man täglich wenigstens eineinhalb Liter trinken.
  4. Für Entlastung sorgen
    Wenn Sie Zeit und Muße haben, legen Sie am besten die Beine hoch. Nachts lässt sich das immer einrichten, indem man das Fußteil des Bettes leicht erhöht. Tagsüber bieten sich auch immer wieder Gelegenheiten. Legen Sie zum Beispiel beim Kaffeetrinken die Beine auf einen Hocker.
  5. Nichts einengen
    Enge Hosen bringen das Venensystem in Bedrängnis. Wählen Sie deshalb besser lockere Kleidung und behalten Sie sich figurbetonte Kleidung für spezielle Anlässe vor. Auch hochhackige Schuhe sollten im Alltag besser im Schrank bleiben. Flache Absätze, die ein gutes Abrollen der Füße ermöglichen, fördern die natürliche Venenarbeit.
  6. Hitze meiden
    Wannenbäder mit hohen Wassertemperaturen oder das Sonnenbad im Sommer: Mit derlei Hitzeeinwirkungen sollten Sie möglichst sparsam umgehen, denn Hitze wirkt sich negativ auf das Venensystem aus. Wechseln sich allerdings Wärme und Kälte etwa in Form Kneippscher Güsse ab, dann stärkt das die Venenwände.
  7. In den Bauch atmen
    Wer darauf achtet und übt, tief in den Bauch hinein zu atmen anstatt oberflächlich auf den Brustraum beschränkt, unterstützt das Venensystem dabei, Blut zurück zum Herzen zu schaffen.

Apothekerin Isabel Weinert

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