Sie sind in: Startseite Service Neue Apotheken Illustrierte Archiv 2015 15. Juni Auf Medizinreise nach Deutschland

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Drei Ärzte mit Kittel und Mundschutz vor einem OP-Tisch.

Besonders beliebt sind deutsche Kliniken bei Patienten aus den USA, der früheren Sowjetunion und arabischen Staaten.
© BVMed-Bilderpool

Auf Medizinreise nach Deutschland

Herzschrittmacher, Facelifting oder eine künstliche Hüfte. Betuchte Patienten aus dem Ausland schätzen die medizinische Betreuung zwischen Flensburg und Passau. Immer mehr Kliniken stellen sich auf diese ein.

"Immer mehr ausländische Patienten nutzen das medizinische Angebot und den Service der renommierten deutschen Kliniken. Sie sind auf die exzellente Betreuung von internationalen Patienten optimal eingestellt." So lobt Petra Hedorfer, Vorsitzende des Vorstandes Deutsche Zentrale für Tourismus e. V., den Medizinstandort Deutschland.

Mehr als 2.000 Kliniken

Touristen nach Deutschland locken. So könnte man die Aufgabe von Hedorfer und ihrem Team zusammenfassen. Und das darf nicht nur wegen der Sehenswürdigkeiten, der Natur und der Einkaufsmöglichkeiten sein, sondern auch wegen der guten medizinischen Versorgung. Die Bandbreite der medizinischen Kompetenz beeindruckt. Die mehr als 2.000 Krankenhäuser in Deutschland versorgen pro Jahr rund 18,5 Millionen Patienten. Für die Vorsorge und Rehabilitation stehen darüber hinaus über 1.200 Kliniken zur Verfügung. Hedorfer: "35 Universitätskliniken zeichnen sich durch eine 'Supramaximalversorgung' mit hochdifferenzierten medizinischtechnischen Einrichtungen und einer vielfachen Spezialisierung aus."

Die Bandbreite der medizinischen Kompetenz reicht von Herz- und Gefäßleiden über Krebserkrankungen bis zu orthopädischen Problemen und der plastischen Chirurgie. Für den Transport bieten Fluggesellschaften inzwischen einen internationalen Patientenservice an. Eine große deutsche Luftverkehrsfirma hat etwa für Flüge von und nach Frankfurt eine weltweit einzigartige Intensivstation auf Interkontinentalflügen im Angebot. Ein mitreisender Arzt und ein speziell ausgebildeter Flugbegleiter sowie Medikamente sind im Preis inbegriffen – den man sich aber erstmal leisten können muss.

Spezieller Flugservice

Rund zehn Prozent der Kliniken in Deutschland haben sich auf die Behandlung internationaler Gäste spezialisiert und einen zusätzlichen Service für ausländische Patienten eingerichtet. Das reicht von Dolmetscherdiensten über die Unterstützung bei Visaformalitäten bis hin zur Betreuung mitreisender Angehöriger. In den Zimmern stehen auf Wunsch Fernsehkanäle in den Heimatsprachen zur Verfügung. Besonders beliebt sind deutsche Kliniken bei Patienten aus der früheren Sowjetunion, aus arabischen Staaten sowie aus den USA.

Viele internationale Patienten

Den Trend Medizintourismus bestätigt auch Professor Dr. Stefan R. Bornstein von der Universitätsklinik Dresden. "Wir haben viele internationale Patienten und sind schließlich selbst ein internationales Team. So kommen viele unserer Patienten aus Russland, dem Nahen Osten, den USA und aus europäischen Ländern. Sprachprobleme gibt es keine, da ausländische Patienten, die möglicherweise kein Englisch sprechen, von Muttersprachlern betreut werden können." Doch laut der Deutschen Zentrale für Tourismus profitieren nicht nur die Patienten von einem Gesundheitsaufenthalt in Deutschland. Begleitende Familienangehörige können sich in den Kur- und Heilorten mit Wellnessanwendungen verwöhnen lassen oder bei ausgedehnten Spaziergängen und Radtouren deutsche Landschaften genießen. Und damit gleich selbst etwas
für ihre Gesundheitsvorsorge tun.

Peter Erik Felzer

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