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Herbstfrüchte sind nicht nur lecker, sondern auch gesund.

Kürbissamen oder Kürbisextrakt wird häufig bei Blasen- und Prostatabeschwerden eingesetzt.
© Sonja Birkelbach - Fotolia

Gesunde Herbstfrüchte

Kastanien, Äpfel oder Trauben: Auch im Herbst kommen Feinschmecker auf ihre Kosten. Doch es mundet nicht nur, was sich auf Bäumen, Sträuchern oder auf der Erde findet. Auch bei manchen gesundheitlichen Problemen können Herbstfrüchte helfen.

Äpfel

Ein bekanntes englisches Sprichwort sagt "an apple a day keeps the doctor away", was so viel bedeutet wie »ein Apfel am Tag ersetzt den Arzt«. Punkten kann das Obst als Hausmittel gegen Durchfall. Geriebene Äpfel machen den Stuhl etwas fester. Das liegt daran, dass das Obst den Ballaststoff Pektin enthält. Es quillt im Darm, nimmt die Flüssigkeit auf und verdickt so den dünnen Stuhl. Gerieben sollte der Apfel sein, weil er dadurch leichter verdaulich ist und das Pektin die Flüssigkeit besser binden kann. Wer es nicht so mit Äpfeln hat: Es gibt in der Apotheke auch Präparate, die Pektin enthalten.

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Haselnüsse

Studien belegen, dass regelmäßiger Nussverzehr den Cholesterinspiegel und damit das Risiko für Arterienverkalkung deutlich senkt. Dazu tragen sowohl die Fette als auch Vitamin E bei, was Haselnüsse reichlich bieten. In ihnen stecken auch viele Mineralstoffe. Kalium reguliert den Blutdruck, Calcium stärkt Knochen und Zähne, Magnesium unterstützt die Reizweiterleitung im Muskel und Eisen die Blutbildung. Auch Vitamine liefert die Haselnuss – vor allem B-Vitamine wie Folat, das der Körper für die Teilung und Neubildung von Zellen benötigt.

Kürbis

Vielerlei Fähigkeiten schreibt man Kürbissen zu. Ausgehöhlt, mit einem Gesicht verziert und von innen mit einer Kerze beleuchtet sollen die großen Früchte zu Halloween, also in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November, Schutz vor bösen Geistern bieten. Etwas handfester erscheinen da ihre Qualitäten als Arzneimittel. Kürbissamen oder Extrakte daraus werden gegen die Reizblase und die Probleme, die eine vergrößerte Prostata verursacht, eingesetzt.

Steinpilze

Schon im antiken Rom standen Steinpilze hoch im Kurs, wie der Dichter Marcus Valerius Martialis vor rund 2 000 Jahren versicherte: »Silber und Gold, Mantel und Toga kann man leicht verschenken. Schwer ist es aber, auf Pilze zu verzichten.« Sie haben viele gesunde Pluspunkte: Zum einen sind sie extrem kalorienarm – 100 Gramm liefern grade mal 20 Kilokalorien. Außerdem enthalten sie weder Purine noch Salz, was sie für Patienten mit Gicht und Bluthochdruck empfehlenswert macht. Darüber hinaus sind sie eine gute Quelle für Kalium, Selen und Zink.

Trauben

Dass Rotwein in Maßen genossen Herz und Kreislauf nützen soll, hat sich herumgesprochen. Aber das ist längst noch nicht alles, was Weinreben zu bieten haben. So werden Extrakte des roten Weinlaubs mit Erfolg gegen Venenschwäche eingesetzt. Die Blätter dieser Rebe färben sich im Herbst auffallend rot. Extrakte mit rotem Weinlaub gibt es in der Apotheke.

Walnüsse

Die weichen Fruchtschalen der Nüsse dienten früher zum Braunfärben der Haare. Extrakte daraus finden sich auch heute noch in einigen Shampoos. Und die Blätter kommen in der Heilkunde zum Einsatz. Sie enthalten einen großen Anteil an Gerbstoffen und ätherischen Ölen und werden deshalb in der Naturheilkunde gegen Hautentzündungen eingesetzt. Aber auch die Walnusskerne besitzen gesundheitliche Vorzüge. Sie enthalten neben Mineralien und Spurenelementen sowie Vitamin E auch Omega-3-Fettsäuren. Diese tragen erwiesenermaßen dazu bei, Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen.

Rosskastanie

Die Wirkstoffe des Rosskastaniensamenextrakts haben sich bei Venenleiden bewährt. Sie dichten die Gefäßwände ab. So sammelt sich im umliegenden Gewebe weniger Flüssigkeit an, die das Schweregefühl in den Beinen verursacht. Die Teilnehmer vieler Studien bestätigten das. Bei ihnen verringerte sich nach mehrwöchiger Einnahme deutlich messbar das Volumen der Waden, und auch das subjektive Befinden in den Beinen besserte sich.

Peter Erik Felzer

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