Sie sind in: Startseite Service Neue Apotheken Illustrierte Archiv 2016 1. November 2016 Die wichtigsten Blutwerte auf einen Blick

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Lesen Sie hier, was einzelne Blutwerte bedeuten.

Anhand der Blutwerte können Ärzte Krankheiten diagnostizieren und die Gesundheit des Patienten im Auge behalten.
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Die wichtigsten Blutwerte auf einen Blick

Das Blut ist nicht nur der "Lebenssaft". Es hilft dem Arzt auch, Krankheiten auf die Spur zu kommen oder ihren Verlauf zu beobachten. Mittlerweile können Dutzende verschiedener Substanzen im Blut bestimmt werden. Abhängig von den Symptomen des Patienten weist der Arzt das Labor an, welche gemessen werden sollen. Hier eine Auswahl wichtiger Werte und was sie bedeuten.

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Leberwerte (AP, ALT, AST, GGT)

Die Leberwerte umfassen eine Gruppe verschiedener Leberenzyme. Sind Leberzellen geschädigt, beispielsweise durch Virusinfektionen, Alkohol oder Arzneimittel, finden sich die Enzyme in erhöhter Konzentration im Blut.

Normbereich

AP: Frauen 55 bis 147 U/l, Männer 62 bis 176 U/l

ALT: Frauen unter 35 U/l, Männer unter 50 U/l

AST: Frauen unter 35 U/l, Männer unter 50 U/l

GGT: Frauen unter 40 U/l, Männer unter 60 U/l

Blutfette (Cholesterin, LDL, HDL, Triglyceride)

Erhöhte Blutfettwerte deuten auf eine Stoffwechselstörung hin und sind Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das Gesamtcholesterin gibt dem Arzt eine grobe Orientierung. Genauer kann er den Fettstoffwechsel beurteilen, wenn er die Werte der einzelnen Cholesterin-Fraktionen und die der Trigyceride kennt.

Normbereich

  • Gesamtcholesterin: unter 200 mg/dl (5,2 mmol/l)
  • LDL: unter 160 mg/dl (4,1 mmol/l)
  • HDL: über 40 mg/dl (1,03 mmol/l)
  • Triglyceride: unter 150 mg/dl (1,7 mmol/l)

C-reaktives Protein (CRP)

Dieser Eiweißstoff, der von der Leber gebildet wird, gibt einen Hinweis auf Entzündungen im Körper. Je höher der Wert, desto schwerer die Erkrankung.

Normbereich

  • bis 10 mg/l

Eisen

Das Spurenelement ist in den roten Blutkörperchen enthalten. Es trägt zur Blutbildung bei. Um einen Eisenmangel festzustellen, muss neben dem Eisen im Blut der Eisenspeicher (Ferritin) und der Eisentransporter (Transferrin-Sättigung) beurteilt werden.

Normbereich

  • Frauen (40 Jahre): 23 bis 134 µg/dl
  • Männer (40 Jahre): 35 bis 168 µg/dl

Blutzucker (Glukose, HbA1c)

Der Blutzuckerwert lässt Aussagen über den Zuckerstoffwechsel zu. Viele Diabetiker bestimmen ihren Glukosewert selbst. Der Arzt überprüft zusätzlich die Blutzuckereistellung mit dem Langzeitwert HbA1c.

Normbereich

  • Glukose: (nüchtern) unter 100 mg/dl (5,6 mmol/l)
  • HbA1c: 4 bis 6 Prozent (20 bis 42 mmol/mol)

Gesamteiweiss

Im Blut gibt es über hundert verschiedene Eiweißstoffe. Diese haben vielfältige Aufgaben zu bewältigen. Weicht das Gesamteiweiß vom Normwert ab, deutet das auf eine Veränderung einzelner Eiweißtypen hin. Zur genaueren Klärung wird der Arzt daraufhin die wichtigsten Eiweiße einzeln bestimmen lassen.

Normbereich

  • Gesamteiweiß: 6,5 bis 8,5 g/dl

Harnsäure

Der Stoffwechsel bildet Harnsäure als Abbauprodukt sogenannter Purine. Diese kommen sowohl in Zellkernen des eigenen Körpers als auch in der Nahrung vor. Ist zu viel Harnsäure im Blut und wird zu wenig über die Nieren ausgeschieden, kann das Nierensteine oder Gicht verursachen.

Normbereich

  • Frauen: 2,3 bis 6,1 mg/dl (137 bis 363 µmol/l)
  • Männer: 3,6 bis 8,2 mg/dl (214 bis 448 µmol/l)

Schilddrüsen-hormone (T3, T4, TSH)

Die Hormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) werden von der Schilddrüse hergestellt. Kontrolliert wird dieser Prozess mittels Hormonen aus dem Gehirn wie dem TSH. Schon kleine Verschiebungen in diesem Gefüge nach oben oder unten können den Stoffwechsel durcheinanderbringen.

Normbereich

  • freies T3: 2,5 bis 6,0 pg/ml (3,8 bis 9,2 pmol/l)
  • freies T4: 0,8 bis 2,0 ng/dl (10 bis 26 pmol/l)
  • TSH: 0,27 bis 4,2 µU/ml (0,27 bis mU/l)

Apotheker Rüdiger Freund

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