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Der Beruf des Pharmazeutisch-technischen Assistenten ist vielfältig.

Pharmazeutisch-technische Assistenten sind die rechte Hand des Apothekers.
© Volker Witt - Fotolia

PTA: Ein Beruf mit Zukunft

In der öffentlichen Apotheke ist die PTA neben den Apothekern die häufigste Kraft bei der Kundenberatung. Pharmazeutisch-technische Assistentin beziehungsweise Assistent bedeutet die Abkürzung. Damit gehört der oder die PTA zum pharmazeutischen Personal, dem der Gesetzgeber die Beratung erlaubt.

Einfühlungsvermögen und Geduld gehören neben fundierten Fachkenntnissen zu den Grundvoraussetzungen. Kein stereotypischer Bürojob, sondern arbeiten mit und für Menschen und mit vielen verschiedenen fachlichen Tätigkeiten – das spricht für diesen Beruf. Welche Aufgaben eine PTA außer der Patientenberatung hat, erfahren Sie im weiteren Text. Übrigens sind 97,9 Prozent der PTA in öffentlichen Apotheken weiblich. Deshalb wird im Text der Einfachheit halber sprachlich die weibliche Form verwendet.

Individuelle Arzneimittel

Für den Kunden meist nicht einzusehen, verfügt jede Apotheke über ein Labor. Hier prüft die PTA die Qualität der bestellten Ausgangsstoffe, aus denen man später in der Rezeptur Salben, Cremes, Augentropfen, Teemischungen, Lösungen, Zäpfchen und Kapseln herstellt. Dabei handelt es sich um individuell auf den Kunden zugeschnittene Arzneimittel. In einem weiteren, separaten Raum der Apotheke misst die PTA Kompressionsstrümpfe und Bandagen an und überprüft Medikationspläne.

In der sogenannten Beratungsecke, die in vielen Apotheken zu einem Beratungsraum ausgebaut wurde, misst die PTA den Blutdruck oder bestimmt auf Wunsch Cholesterin- oder Blutzuckerspiegel. Dort leitet sie den Kunden auch in der Handhabung von Inhalationsgeräten, Insulinpens, Milchpumpen und ­anderen Hilfsmitteln an. Bei der Umsetzung und Gestaltung von themenbezogenen Apothekenaktionen wie zum Beispiel Diabetes-Tagen kann die PTA ihre kreativen Fähigkeiten einbringen.

Für viele ein Traumberuf

Der Berufsalltag einer PTA ist ausgesprochen abwechslungsreich, und so wundert es nicht, dass viele PTAs ihren Beruf jederzeit wieder wählen würden. So auch Johanna Meier aus Bonn: "Es ist nach wie vor mein Traumberuf. Ich liebe den Kontakt mit den Kunden, es freut mich, wenn ich ihnen helfen kann. Jeder Tag bringt neue Herausforderungen."

Vorausetzung für die Ausbildung zur PTA ist der Realschulabschluss, auch Fachoberschulreife genannt. Zuerst be­sucht man zwei Jahre lang eine Fach­schule. Neben den theoretischen Fächern wie der Arzneimittelkunde, der Botanik und Arzneipflanzenkunde, der Chemie und der Ernährungskunde, um nur einige zu nennen, findet auch sehr viel praktischer Unterricht statt. Im Galeniklabor werden Rezepturen nach anerkannten pharmazeutischen Regeln angefertigt, im Chemielabor steht die Prüfung der Arzneimittel im Vordergrund. Und im Botaniklabor werden Teemischungen analysiert.

PTA-Schulen

Um die PTA optimal auf den Apothekenalltag vorzubereiten, haben einige Schulen Lehrapotheken eingerichtet. Hier können Beratungssituationen an Fallbeispielen praxisnah eingeübt werden. Nach erfolgreicher praktischer und schriftlicher Abschlussprüfung folgt dann ein halbjähriges Apothekenpraktikum, das mit der mündlichen Praxisprüfung abschließt.

Wer sich für den PTA-Beruf entscheidet, kann sich über hervorragende Berufsaussichten freuen. Zudem sorgen flexible Arbeitszeiten und familienfreundliche Teilzeitmodelle dafür, dass sich Beruf und Familie ideal miteinander verbinden lassen. Dies macht den Beruf der PTA besonders für Frauen sehr attraktiv.

Sabine Meyer

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