Sie sind in: Startseite Service Neue Apotheken Illustrierte Archiv 2016 1. Juli Tipps für Senioren: Alles außer Ruhestand

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Viele Rentner suchen sich einen Minijob.

Solange man sich gesund und fit fühlt, spricht in nichts dagegen, die Rente mit einem Nebenjob aufzubessern.
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Tipps für Senioren: Alles außer Ruhestand

Mit der freien Zeit etwas Sinnvolles anfangen, Kontakte pflegen und Geld dazuverdienen: Immer mehr Ruheständler suchen sich aus diesen Gründen einen Nebenjob. Vom Hausmeister über den Vorlese-Opa bis zur Tier-Nanny gibt es viele Angebote, die sich oft auch speziell an Senioren richten.

Eine Beschäftigung hält fit und bessert die Haushaltskasse auf. Die meisten Minijobber gab es laut Deutscher Rentenversicherung im Jahr 2015 in der Altersgruppe der über 65-Jährigen. Das hat viele Gründe: Viele Rentner, die jahrzehntelang gearbeitet haben, fühlen sich plötzlich isoliert und unnütz. Manche wünschen sich eine sinnvolle Aufgabe und Kontakt mit anderen Menschen, andere möchten etwas für ihre körperliche und geistige Fitness tun oder ihre Rente aufstocken. Solange man sich gesund fühlt, spricht in der Regel nichts dagegen. In Tageszeitungen, Wochenblättern oder bei Job-Börsen im Internet gibt es zahlreiche Angebote, die auch für Senioren infrage kommen oder sich speziell an Rentner mit Berufserfahrung richten. Einige Tipps gibt es in der aktuellen Linkliste.

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Wie viel darf man verdienen?

Generell gilt: Jeder Nebenjob, der den Betrag von 450 Euro monatlich nicht überschreitet, wirkt sich nicht auf die Rente aus. Möchten Sie mehr dazuverdienen, gibt das Regelrentenalter den Ausschlag. Das wird derzeit schrittweise auf 67 Jahre angehoben, aktuell liegt es bei 65 Jahren und fünf Monaten. Wer das reguläre Rentenalter erreicht hat, darf unbegrenzt dazuverdienen, ohne dass die Rente gekürzt wird. Versteuert werden muss sowohl die Rente als auch das zusätzliche Gehalt, wenn es den Betrag von 450 Euro pro Monat übersteigt. Bei Frührentnern gibt es eine Grenze für den Zuverdienst. Wird diese überschritten, kann sich das auf die Rentenbezüge auswirken. Die Zuverdienstgrenze hängt von verschiedenen Faktoren ab, so etwa vom letzten Bruttolohn. Die genaue Höhe lässt sich beim jeweiligen Rentenversicherungsträger erfragen.

Handwerker oder gute Fee

Kinder hüten, Hausaufgabenbetreuung, Hunde ausführen oder Bügelwäsche machen: Gerade Alleinerziehende oder berufstätige Paare suchen häufig Hilfe bei solchen Dingen. Wer körperlich fit ist und handwerkliches Geschick hat, ist ebenfalls gefragt. Gartenarbeit, Wände tapezieren und streichen, Fahrräder reparieren oder Gitarren stimmen: Bei all diesen Dingen können Sie Ihre Nachbarn unterstützen. Vielleicht ist auch ein Hausmeister-Job das richtige für Sie? Dabei sind Sie für kleinere Reparaturen und die Sauberkeit und Ordnung des Hauses oder der Gesamtanlage verantwortlich und beauftragen Handwerker für größere Arbeiten. Wenn Sie kein Angebot in der Nähe finden, können Sie auch ein Gesuch aufgeben, zum Beispiel am schwarzen Brett im Supermarkt oder in einem Anzeigenblatt.

Urlaubsvertretung

Rentner mit Berufserfahrung können sich nach einer Stelle als Urlaubs- oder Krankheitsvertretung umsehen. Eventuell hat der ehemalige Arbeitgeber Interesse. Das hätte für beide Seiten Vorteile: Sie kennen das Unternehmen, die tägliche Arbeit und die Kollegen. So entfällt die Einarbeitungszeit und der Arbeitgeber weiß, was er an Ihnen hat. Für solche Fälle gibt es auch eine Ausnahme, was den Zuverdienst angeht. Unabhängig davon, ob Sie eine Vollrente oder eine Teilrente erhalten, dürfen Sie die Hinzuverdienstgrenze zweimal pro Kalenderjahr bis zum doppelten Wert überschreiten.

Natascha Koch

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