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Familie im Bett

Ein gute Hausapotheke hilft der ganzen Familie bei Erkältungskrankheiten.
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Hausapotheke gegen grippale Infekte

Erwischt! Eine der über 200 Arten von Erkältungsviren hat Sie im Griff. Die Symptome: mindestens Schniefnase, meist auch Husten, Halsweh und Heiserkeit. Erste Hilfe leistet der Inhalt einer gut ausgestatteten Hausapotheke.

Die ersten Symptome einer beginnenden Erkältung sind meist leichte Halsschmerzen und häufiges Niesen. Den Hals besänftigen zum Beispiel Lutschtabletten, die Isländisch Moos enthalten. Dessen Bestandteile legen sich als schützende Schicht auf die Schleimhäute. Diesen bekommen auch Tabletten gut, die Emser Salz enthalten. Die spezielle Salzmischung bringt Feuchtigkeit auf die Schleimhäute und hilft so gegen Halskratzen.

Womöglich noch frühzeitig abwehren können desinfizierende Lösungen die Viren. Zweimal am Tag nach dem Zähneputzen wird mit entsprechenden Präparaten gegurgelt. Gegen das Niesen als Symptom ist noch kein Kraut gewachsen. Wer nicht niesen möchte, kann einen Trick anwenden: mit der Handinnenfläche zart von links nach rechts über den unteren Teil der Stirn streichen. Oft vergeht dann der Reiz.

Zink bringt’s

Jetzt, im Anfangsstadium einer Erkältung, ist auch der ideale Zeitpunkt, Zink zuzuführen. Wie eine Zusammenschau von 15 Studien jüngst zeigte, verkürzt Zink die Zeitdauer einer akuten Erkältung und mindert die Beschwerden. Für die Dosis gilt: Nicht mehr als in der Packungsbeilage angegeben, denn in zu hoher Dosierung vollbringt Zink genau das, was man nicht brauchen kann: Es schwächt das Immunsystem.

Im Verlauf der Erkältung wird aus dem anfänglichen Kitzeln in der Nase ein handfester Schnupfen. Atmen geht nur noch durch den Mund. Nun ist die Zeit der abschwellenden Nasensprays und ‑tropfen gekommen. Vor allem nachts, wenn der Schnupfen am Schlafen hindert, bringen Sprays oder Tropfen, die die Wirkstoffe Xylometazolin oder Tramazolin enthalten, große Erleichterung. Länger als sieben Tage am Stück sollten sie wegen der Gewöhnungsgefahr nicht eingesetzt werden. Der Dauergebrauch kann die Nasenschleimhäute schädigen.

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Dem Schmerz Paroli bieten

Zeitgleich mit dem Schnupfen wird aus dem Halskratzen oft ein handfester Halsschmerz. Linderung bringen neben den zu Anfang genannten Lutschtabletten auch solche, die zum Beispiel Primelwurzelextrakt oder sogenannte Lokalanästhetika wie Benzocain enthalten. Warmes bekommt dem Hals jetzt gut, innerlich eignen sich Tees, von außen hilft ein dicker Schal.

Husten bahnt sich oft erst später seinen Weg. Die Bronchien versuchen mit jedem Stoß, Krankheitserreger aus den Atemwegen zu katapultieren. Der zunächst meist trockene Husten geht nach ein paar Tagen in einen Husten mit Auswurf über. Dem trockenen Reizhusten wirken pflanzliche Präparate entgegen, die Extrakte aus Spitzwegerich oder Eibischwurzel enthalten. Unter den chemisch-synthetischen Hustenstillern braucht man für Arzneimittel mit Pentoxyverin oder mit Dextromethorphan kein Rezept. Präparate mit Codein unterliegen stets der Verschreibungspflicht. Über den richtigen Einsatz von Husten stillern informiert das Apothekenpersonal.

Das Ausheilen einer akuten Bronchitis wird durch Pflanzenauszüge gefördert. Zum Einsatz kommen in Fertigpräparaten Auszüge aus Efeu, Eukalyptus, Thymian, Andornkraut oder der Kapland-Pelargonie. Das Abhusten fest sitzenden Schleims fördern unter anderem die Arzneistoffe Acetylcystein, Ambroxol und Guaifenesin. Reichlich Trinken unterstützt ihre Wirksamkeit.

Wann immer möglich schonen

Eine Erkältung macht schlapp, oft kommen Gliederschmerzen hinzu. Die beste Maßnahme: sich Ruhe gönnen. Wer zwingend halbwegs fit sein muss, wählt womöglich ein Mittel, in dem mehrere Wirkstoffe gegen verschiedene Symptome kombiniert sind. Eine Wahl nur für den Kurzzeit-Einsatz. Denn der Körper kann schwer erkranken, wenn man einen grippalen Infekt übergeht. Besonders das Herz ist dann in Gefahr. Viren können eine Entzündung des Herzmuskels auslösen. Im schlimmsten Fall entwickelt sich daraus eine fortschreitende Herzschwäche.

Apothekerin Isabel Weinert

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