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Apotheker Friedemann Schmidt

In seiner Kolumne beschäftigt sich Apotheker Friedemann Schmidt mit der Initiative "Gesundheit wählen".
© ABDA

Kolumne: Apotheker Friedemann Schmidt: "Geht es Ihnen gut?"

Eine einfache Frage, die wir im Alltag oft stellen, fast ohne nachzudenken. Und manchmal auch eher als floskelhafte Begrüßung und ohne wirkliches Interesse an der Antwort.

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Wir fragen damit natürlich zuallererst nach der Gesundheit, denn wie ein geflügeltes Wort sagt, ist "Gesundheit zwar nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts." Gesundheit ist für uns wichtig, weil sie uns ermöglicht, die Dinge zu tun, die uns wichtig sind, wie der Philosoph Friedrich Nietzsche das so treffend ausgedrückt hat.

Oft hilft Aufklärung und Beratung

Solange wir jung und meistens gesund sind, interessieren wir uns natürlich kaum dafür, was werden könnte, wenn das einmal nicht mehr so ist. Aber ich arbeite jetzt fast ein Vierteljahrhundert als Apotheker und habe oft erlebt, wie sich das Leben von Menschen verändert, wenn sie älter und damit oft auch krank werden. Dann wird es plötzlich wichtig, die Sicherheit zu haben, dass alles für einen getan wird, wenn es darum geht, schnell wieder gesund zu werden, oder mit der unabwendbaren Krankheit zumindest besser zurecht zu kommen.

Unser Gesundheitswesen ist wahrscheinlich das beste der Welt. Trotzdem sind viele meiner Patienten mit ihrer persönlichen Situation unzufrieden und beklagen mangelnde Zeit von Ärzten und Pflegekräften, häufige Veränderungen bei den Arzneimitteln oder eine undurchschaubare Bürokratie bei Therapien und Hilfsmitteln. Oft hilft Aufklärung und Beratung, aber wenn der Ärger allzu groß wird, gibt es dann schon auch mal eine Klage über "die Politiker da oben", deren Handeln für die vermeintlichen Missstände verantwortlich gemacht wird.

Der Autor

Friedemann Schmidt wurde 1964 in Leipzig geboren, studierte Pharmazie und betreibt seit 1990 in Leipzig seine eigene Apotheke. Schmidt ist zugleich Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände und Präsident der Sächsischen Landesapothekerkammer.

Weniger Apotheker, Ärzte und Krankenhäuser

Gesundheitspolitik ist schwierig aber sehr bedeutsam für unser Land. Wir müssen uns dafür interessieren, welche Pläne die Politiker nach der Bundestagswahl für unser Gesundheitswesen haben, wie es weiterentwickelt und für die Zukunft fit gemacht werden soll. Wie sollen die Probleme auf dem flachen Land gelöst werden, wo es immer weniger Menschen, aber auch immer weniger Ärzte, Krankenhäuser und Apotheken geben wird? Was wird uns Gesundheit in Zukunft kosten? Wie können wir sicher sein, dass moderne und nebenwirkungsarme Arzneimittel auch in Zukunft für alle und überall zur Verfügung stehen? Was wird aus der Pflege im Alter, wenn es immer weniger Fachkräfte dafür gibt?

Viele Fragen, auf welche die Kandidaten Ihnen und uns allen eine Antwort geben müssen. Ab sofort fragen wir für Sie nach, die Antworten, die wir bekommen, finden Sie im Internet unter www.gesundheit-waehlen.de, oder Sie fragen in Ihrer Apotheke!

Ihr Friedemann Schmidt

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