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Opa mit Enkel in der Apotheke

Kinder sind generell von der Zuzahlung befreit. Bei Erwachsenen kommt es dagegen auf viele Details an.
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Zuzahlungsbefreiung: eine Wissenschaft für sich

Bei bestimmten Gesundheitsleistungen, darunter die Arzneimittelabgabe, ist eine gesetzliche Zuzahlung der Patienten vorgesehen. In bestimmten Fällen oder bei bestimmten Arzneimitteln sind gesetzlich Versichte jedoch davon befreit. Lesen Sie, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen.

Seit dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz (GMG) aus dem Jahr 2004 gilt für die gesetzliche Zuzahlung bei Medikamenten: Alle volljährigen Patienten müssen bei Arzneimitteln, die zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen verordnet werden, zuzahlen. Erst nach Erreichen der Belastungsgrenze von zwei Prozent des Jahresbruttoeinkommens bzw. einem Prozent bei chronisch kranken Patienten können sich Versicherte von den Zuzahlungen befreien lassen.

Die Patienten müssen dazu einen entsprechenden Antrag bei ihrer jeweiligen Krankenkasse stellen. Zuweilen ist dies auch schon zu Jahresbeginn möglich, wenn sich absehen lässt, dass die Belastungsgrenze im Kalenderjahr erreicht wird. Kinder und Jugendliche sind dagegen bis zu ihrem 18. Geburtstag grundsätzlich von der gesetzlichen Zuzahlung zu Arzneimitteln befreit.

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Besonders preiswerte Medikamente bevorzugt

Zuzahlungsbefreiungen, die nichts mit dem Einkommen zu tun haben sind durch das Arzneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz (AVWG) aus dem Jahr 2006 möglich geworden. Dieses Gesetz erlaubt dem Spitzenverband der Krankenkassen, besonders preisgünstige Arzneimittel von der Zuzahlung durch die Patienten zu befreien. Diese Regelung gilt gleichermaßen für die Versicherten aller gesetzlichen Krankenkassen. Das Gesetz soll helfen, die Ausgaben zu dämpfen, indem es Ärzte dazu anhält, bei der Rezeptausstellung stärker auf das Preis-Leistungs-Verhältnis zu achten und gegebenenfalls zuzahlungsbefreite Präparate zu verordnen.

Noch ausführlicher lesen Sie darüber hier. Welche Arzneimittel aktuell von der Zuzahlung befreit sind, können sie der Zuzahlungsbefreiungsliste entnehmen, die alle zwei Wochen neu erscheint.

Kassen erlassen Zuzahlung für bestimmte Präparate

Ergänzend gilt noch eine andere Art der Zuzahlungsbefreiung: Das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (WSG) aus dem Jahr 2007 hat die Möglichkeit eröffnet, dass jede Krankenkasse sogenannte Rabattverträge mit Arzneimittelherstellern abschließen kann. Die Versicherten der Krankenkasse werden dann ausschließlich mit den vertraglich festgelegten Medikamenten versorgt.

Aufzahlungen sind immer zu leisten

Von den gesetzlichen Zuzahlungen zu unterscheiden sind die sogenannten Aufzahlungen (Mehrkosten). Wenn der Preis eines Medikaments über dem Festbetrag liegt, muss der Patient nicht nur die Zuzahlung leisten, sondern auch die Differenz zwischen Festbetrag und tatsächlichem Preis des Arzneimittels entrichten. Auch in diesem Fall kann der Apotheker den Patienten bei der Suche nach einer nicht-aufzahlungspflichtigen Alternative helfen.

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