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Fette & Cholesterin - müssen nicht immer schlecht sein

Fett liefert die meiste Energie.

Fett liefert von allen drei Nährstoffen die meiste Energie, das heißt 9,3 Kilokalorien Energie (39 kJ). Mehrere Studien belegen, dass ein erhöhter Konsum spezieller Fettsorten zu einer Steigerung der Erkrankungen der Herzkranzgefäße führen kann. Ebenso finden Wissenschaftler zunehmend Hinweise darauf, dass fettreiche Kost und bestimmte Krebsarten wie z. B Brust-, Darm- und Bauchspeicheldrüsenkrebs zusammenhängen.

Dennoch sollte man beachten, dass die Zufuhr von Fett lebensnotwendig ist, da zum Beispiel die fettlöslichen Vitamine nur zusammen mit Nahrungsfetten über den Darm aufgenommen werden können. Des weiteren sind Fette ein wichtiger Schutz für die Augen, die Nieren sowie Hand- und Fußballen, ebenso hält die Fettschicht den Körper warm und die einfachen und mehrfach ungesättigten Fettsäuren verhindern das Austrocknen der Haut.

Zusammensetzung

Man unterscheidet gesättigte von ungesättigten Fettsäuren. Bei den ungesättigten Fettsäuren wird zwischen einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren unterschieden.

Die meisten Fettsäuren kann der Körper aus verschiedenen Nährstoffen selber herstellen. Manche jedoch muss er über die Nahrung aufnehmen, es handelt sich hier um essentielle Fettsäuren. Dazu gehören die Linolensäure (Omega-w3-Fettsäure) sowie die Linolsäure (Omega-w6-FS), die zu den ungesättigten Fettsäuren zählen.

Zufuhrempfehlung

Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung  (DGE) sollte man 70-80 Gramm Fett pro Tag zu sich nehmen, die Hälfte davon als sichtbares Fett wie zum Beispiel Margarine und Öle. Der Fettkonsum in Deutschland liegt aber trotz steigender Aufklärung immer noch deutlich höher. Der Durchschnittsbundesbürger verbraucht bis zu 140 Gramm am Tag!

Von der DGE wird empfohlen, die Zufuhr der gesättigten Fettsäuren (enthalten in z. B. Fleisch, Butter, Gebäck, Käse) stark zu senken – auf maximal ein Drittel der Gesamtfettzufuhr, um einem Anstieg der Cholesterinkonzentration im Plasma entgegenzuwirken. 2/3 der Gesamtfettzufuhr soll durch einfach ungesättigte Fettsäuren – zu finden in Olivenöl oder Rapsöl - sowie durch mehrfach ungesättigten Fettsäuren (zum Beispiel in Makrele, Avocado, Distelöl) gedeckt werden.

Ernährungstipp

Die Hälfte der Tagesdosis nimmt man bereits durch 3 1/2 bis 4 Esslöffel Butter, Margarine und Öl auf.

Achten Sie beim Verzehr von Milch und Milchprodukten auf den Fettgehalt und bevorzugen Sie fettarme Milch sowie Milchprodukte mit 1,5% Fett. Kinder und ältere Menschen dagegen sollten Vollmilch trinken und Vollmilchprodukte verzehren, da sie mehr Fett benötigen.

Sahnige Milchprodukte, Crème fraiche, Crème double und Schlagsahne haben einen sehr hohen Fettanteil. Diese Produkte bitte sparsam einsetzen. Wählen Sie hauptsächlich fettarme Produkte sowohl bei Käse, Fleisch und Wurst aus. Auf Milch und Milchprodukte sollte Sie aber nicht verzichten, denn ohne diese Lebensmittel kann kaum der tägliche Kalziumbedarf gedeckt werden.

Sie sollten für die Zubereitung von Salaten oder Gerichten Öl verwenden, das viele ungesättigte Fettsäuren enthält, wie z. B. Sonnenblumenöl, Rapsöl, Olivenöl. Achtung: Schweineschmalz oder Speck und Butter bestehen aus vielen gesättigten Fettsäuren aber auch fette Wurst, Fleisch, Käse und Eier, die man in geringen Mengen verzehren sollten.

Cholesterin

Die Diskussion um Cholesterin und der Verdacht, dass Cholesterin negativ Herzkrankheiten beeinflusst sowie auf die Entstehung von Arteriosklerose einwirkt, wird immer noch stark kontrovers diskutiert. Cholesterin findet man nur in tierischen Lebensmitteln, in Pflanzen entsprechen die Phytosterine dem Cholesterin.

Das Cholesterin ist unter anderem ein Grundstoff von Gallensäuren, wird für Gehirn, Nerven und Zellwände gebraucht, spielt beim Aufbau von Hormone und Vitaminen (Vorstufe von Vitamin D) eine Rolle und ist ein Baustein jeder Körperzelle.

Der Körper stellt ein bis zwei Gramm Cholesterin pro Tag selbst her. Die durchschnittliche tägliche Cholesterinaufnahme in westlichen Industrieländern liegt bei 500-750 Milligramm pro Kopf. Unser Organismus kann ein Zuviel an Cholesterin durch verschiedene Mechanismen bis zu einem gewissen Grad ausgleichen. Ist diese Regulierungssystem überlastet, steigt der Gehalt an LDL (Low Density Lipoproteins) im Blut.

Neue Untersuchungen haben ergeben, dass LDL, das länger im Blut zirkuliert, sich ablagert. Durch die Ablagerungen sinkt die Elastizität der Blutgefäße immer mehr, die Gefäße werden zunehmend enger. Es gelangt immer weniger Sauerstoff zu den Organen und Geweben, was zu Arteriosklerose und koronaren Herzkrankheiten führen kann. Hohe Cholesterinwerte gehen immer mit einem hohen LDL-Gehalt einher, während HDL (entsteht durch körperliche Bewegung aus minderwertigen Fettsäuren) den Abtransport von überflüssigem Cholesterin aus den Zellen fördert.

Eier sind immer wieder in Verruf gekommen aufgrund ihres Cholesteringehaltes sowie der möglichen Belastung mit Salmonellen. Im Eigelb findet man Cholesterin und Fette. Wenn Sie an Fettstoffwechselstörungen leiden, sollten Sie kein Eigelb essen. Wenn  Sie keine Probleme mit Ihren Blutfettwerten haben, können Sie etwa drei Eier pro Woche essen. Dazu zählen aber nicht nur Spiegeleier, Rühreier oder Frühstückseier, sondern auch Eier, die in den Lebensmitteln versteckt sind (Nudeln, Kuchen, Nachspeisen).

Verwendete Literatur

diva

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Letzte Änderung: 11.04.2006