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Vitamin C

Dieses Vitamin ist ein Aufbauvitamin für alle Stützgewebe des Körpers.

Dazu zählen Knorpel, Bindegewebe und Sehnen, die zum Wachsen und zur Regeneration Vitamin C benötigen. Auch für das schnelle Heilen von Wunden und Knochbrüchen ist Vitamin C notwendig.

Vitamin C fördert die Aufnahme von Eisen aus dem Darm, deshalb sollten Sie zum Beispiel zu einem Fleischgericht oder zu Ihrem morgendlichen Müsli oder Vollkornbrot immer ein Glas Orangesaft trinken.  Es hemmt auch die Bildung von bestimmten Giften wie zum Beispiel den Nitrosaminen (überbackenen Käse mit Schinken, der Nitritpökelsalz in gekochtem Schinken). Ebenso schützt es die Zellen vor der zerstörenden Wirkung des Sauerstoffs, den sogenannten freien Radikalen. Diese freien Radikale werden in der Entstehung und im Zusammenhang der Arteriosklerose, rheumatischer Erkrankungen, dem grauen Star und sogar Krebs immer wieder erwähnt. Vitamin C wirkt als Antioxidans, das heißt, es kann die freien Radikale einfangen. Freie Radikale kommen sowohl von außen durch zum Beispiel Zigarettenrauch oder Smog in unseren Körper oder entstehen in unserem Körper im normalen Stoffwechsel. Sie wissen aus meinen vorherigen Ausführungen, dass auch Vitamin E und Beta-Carotin zu den Antioxidantien zählen. Vitamin C regeneriert verbrauchtes Vitamin E wieder, wie Sie sehen, arbeiten die Antioxidantien auch untereinander zusammen.

Bedarf

Der Bedarf beim Erwachsenen liegt bei 100 Milligramm pro Tag. Bei Schwangeren 110, Stillende bei 140 Milligramm pro Tag laut den neusten Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr der deutschsprachigen Gesellschaften für Ernährung (Deutschland, Österreich und Schweiz). Einige Lebensumstände erhöhen den Vitaminbedarf wie z. B. starke, körperliche Belastung (Hochleistungssport), geistiger-seelischer Stress, Alkohol- und Medikamentenmissbrauch (Barbiturate, Antibiotika) und Erkrankungen wie z. b. Diabetes mellitus, Infektionen und dialysepflichtige Niereninsuffizienz. Starken Rauchern wird eine Zufuhr von 150 Milligramm pro Tag empfohlen.

Die Diskussionen belaufen sich auch heute immer noch auf den Sinn oder Unsinn hoher bis sehr hoher Vitamin C (Mega-) Dosen. Wissenschaftlich ist  immer noch nicht hinreichend belegt, ob eine hochdosierte Vitamin C Aufnahme infektionsverhütende Wirkung hat.

Ernährungstipp

Die besten Vitamin C Quellen sind Obst und Gemüse und daraus hergestellte Säfte. Neben Sanddornbeeren (-saft), Broccoli, Paprika, schwarzen Johannisbeeren, Stachelbeeren, Fenchel und Zitrusfrüchten zählen mengenmäßig auch Kartoffeln, Grün-, Rosen-, Rot- und Weißkohl, Spinat und Tomaten zu den wichtigsten Vitamin C Lieferanten. Bei Zubereitung und unsachgemäßer Lagerung können größere Verluste auftreten, im schlechtesten Fall bis zu 100 Prozent. Der Mittelwert liegt jedoch bei schonender Zubereitung zirka 30 Prozent. Luft, Sauerstoff und andere Oxidationsmittel inaktivieren das Vitamin. Auch langes Erwärmen oder Warmhalten von Speisen fördern das. Bei Lagerung von Grüngemüse sollten Sie darauf achten, das Gemüse vorher zu blanchieren um eine beschleunigte Oxidation durch die Einwirkung frei werdender Blattenzyme zu verhindern. Geringe Vitamin C Verluste hat man im sauren Milieu wie bei den Zitrus-Früchten.

Mangelerscheinungen

Zu den klassischen klinischen Vitamin C - Mangelzuständen zählen beim Säugling die Moeller-Barlowsche Krankheit und beim Erwachsenen der Skorbut, an dem ja so häufig die Seefahrer in früheren Zeiten erkrankt sind. Skorbut geht mit Schleimhautentzündung, Ausfall der Zähne und Blutungen einher. In den Industrieländern treten die Mangelerscheinungen in dieser Form nicht mehr auf. Wenn ein Mangel auftritt dann äußert sich dieser hauptsächlich in Müdigkeit, Leistungsabfall, schlechte Wundheilung und erhöhter Krankheitsanfälligkeit.

Überdosierung

Bei hohen Dosen können Durchfall, Blähung des Unterbauchs und Übelkeit auftreten. Ein erhöhtes Risiko der Bildung von Nierensteinen bei einer hohen Aufnahme von Vitamin C konnte bis jetzt noch nicht belegt werden. Dennoch sollten Menschen, die Gicht haben oder bei denen Nierensteine in der Familie vorkommen hohe Mengen an Vitamin C nur unter Aufsicht eines Arztes einnehmen.

Verwendete Literatur

diva

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Letzte Änderung: 27.08.2003