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Bluthochdruck - was tun?
Bei Bluthochdruck wird eine kochsalzarme, ballaststoffreiche und kaliumreiche Kost empfohlen. Auch eine Zurückhaltung bei Alkohol, beim Rauchen und viel körperliche Bewegung wirken sich positiv auf den Blutdruck aus.
In der Therapie hat sich eine gezielte
Ernährungsumstellung, insbesondere mit Ziel der Gewichtsreduktion
oft bewährt. Bei leichter und mittelschwerer Hypertonie kann der
Blutdruck bereits durch diese Maßnahmen reguliert werden. Bei
einer schweren Hypertonie sollte die Ernährungstherapie mit der
Aufnahme blutdrucksenkender Medikamenten kombiniert werden.
Salzarm essen
Schon Anfang des 20. Jahrhunderts, als es
kaum Medikamente gegen zu hohen Blutdruck gab, wurde den
Patienten eine kochsalzarme Ernährung verordnet, die zum Teil
recht erfolgreich war. Aber schon damals stellte man fest, dass
nicht alle Betroffenen auf eine salzarme Kost mit einer
Blutdrucksenkung reagierten. Heute weiß man, dass sich bei etwa
40 bis 60 % aller Hypertoniker der Blutdruck durch eine
eingeschränkte Kochsalzaufnahme regulieren lässt. Diese Personen
werden als salzempfindlich oder salzsensitiv bezeichnet. Auch bei
Personen mit völlig normalem Blutdruck, lässt sich diese
Salzsensitivität, die offenbar vererbbar ist, nachweisen. Diese
Salzempfindlichkeit kann die Entwicklung eines Bluthochdrucks
begünstigen. Bis heute ist nicht eindeutig geklärt, welche
Faktoren dazu führen, ob jemand salzempfindlich ist oder
nicht.
Kochsalz ist die
chemische Verbindung von Natrium und Chlorid. Früher wurde
angenommen, dass allein Natrium blutdrucksteigernd wirkt. Heute
ist bekannt, dass nicht Natrium allein, sondern nur in Verbindung
mit Chlorid als Kochsalz den Blutdruck erhöht. In den
Nahrungsmitteln liegt Natrium überwiegend als Kochsalz vor, so
dass im allgemeinen aus dem Natrium-Gehalt der Lebensmittel auf
den Kochsalzgehalt geschlossen werden kann (400 mg Natrium
entsprechen 1 g Kochsalz). Eine verminderte
Kochsalzaufnahme von ca. 6 g/Tag sollte angestrebt werden
Übergewicht abbauen
Liegt Übergewicht vor, steht eine
Gewichtsreduktion an erster Stelle der Therapie, da Übergewicht
eng mit dem Auftreten von Bluthochdruck zusammenhängt. Lange Zeit
gingen Experten davon aus, dass infolge der Überernährung
vergleichsweise viel Kochsalz aufgenommen wird und so die
Steigerung des Blutdruckes verursacht würde. Neuere Studien
zeigen aber, dass es einen Zusammenhang zwischen dem bei
Übergewichtigen häufig erhöhten Insulinspiegel und dem Anstieg
des Blutdruckes gibt. Gute Ergebnisse werden mit einer
energiereduzierten Mischkost mit 1000 bis 1500 kcal/Tag erzielt.
Der Blutdruck kann sich durch Gewichtsabnahme um mindestens einen
Schwergrad bessern.
Kaliumreich essen
Bei Bluthochdruck sind neben der
Kochsalzzufuhr auch die Kalium-Zufuhr bzw. das
Natrium-Kalium-Verhältnis in der Nahrung von Bedeutung. Eine
Erhöhung der Kaliumzufuhr und eine Reduzierung der Natriumzufuhr
wirkt sich offenbar positiv auf den Blutdruck aus. Kalium fördert
die Ausscheidung von Natrium über die Niere und wirkt entspannend
auf die Blutgefäße. Empfohlen wird eine Kaliumzufuhr von 2000
mg/Tag. Vor allem Obst und Gemüse sind wichtige
Kaliumlieferanten.
Alkoholaufnahme einschränken
Alkohol spielt eine größere Rolle bei der
Entstehung von Bluthochdruck. Bei rund 10 % aller
Bluthochdruckpatienten ist alleine der Alkohol für die Hypertonie
verantwortlich. Die Experten sind sich aber nicht einig, ob
Alkohol ganz aus der Ernährung von Hypertonikern verbannt werden
sollte. Bei einer Zufuhr von unter 20 g/Tag scheint das Risiko
gering zu sein, das heißt, dass z.B. 1/8 Liter Wein erlaubt
werden könnten. Trotzdem empfiehlt sich zur Sicherheit ein
Alkoholverzicht.
Abwechslungsreich essen
Eine Studie zur Senkung des Bluthochdruckes,
die sogenannte DASH-Studie (Dietary Approaches to Stop
Hypertension, 1997) hat gezeigt, dass eine obst- und gemüsereiche
sowie fettarme Ernährung, den Blutdruck im Vergleich zu einer
"Standardkost" (wenig Obst und Gemüse, fettreich)
senken kann. Die Kombination aus einer Magnesium-, Kalium-,
Kalzium-, Ballaststoff- und Vitamin-C-reichen Kost scheint einen
positiven Einfluss auf den Blutdruck auszuüben. Einzeln
betrachtet zeigen Kalzium, Magnesium oder Ballaststoffe
allerdings keine überzeugende Wirkung, daher ist die Kombination,
die mit einer abwechslungseichen Ernährung erzielt werden kann,
von großer Bedeutung.
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