Was ist Colitis ulcerosa?
Colitis ulcerosa ist eine chronische entzündliche Darmerkrankung, die zu schweren Durchfällen sowie kolikartigen Bauchschmerzen führt.
Colitis ulcerosa ist eine chronische, schubweise verlaufende
Entzündung des Dickdarms, bei der vor allem die oberflächlichen
Schleimhautschichten betroffen sind. Es entstehen entzündliche
Geschwüre, die leicht bluten. Die Darmentzündungen führen zu
einer tiefgreifenden Schleimhautzerstörung mit Verlust der
normalen Darmfaltenstruktur.
Die Symptome sind blutig-schleimige Durchfälle unter kolikartigen
Bauchschmerzen, wobei die Anzahl der Durchfälle von der Stärke
und der Ausdehnung der Entzündung abhängig ist.
Colitis ulcerosa ähnelt der
chronisch entzündliche Darmerkrankung
Morbus Crohn
, die allerdings überwiegend im Dünndarm auftritt, aber auch den
Dickdarm befallen kann. Bei einigen Patienten sind beide
Erkrankungen nur schwer zu unterscheiden.
Die Erkrankung kann in jedem Lebensalter auftreten. Am häufigsten
liegt der Beginn der Erkrankung zwischen dem 20. und 40.
Lebensjahr.
In Deutschland leidet etwa einer von 1000 Menschen an dieser
Darmerkrankung.
Colitis ulcerosa ist eine schwere Erkrankung. Auch wenn während
der beschwerdefreien Phasen ein normales Leben möglich ist,
zwingt ein akuter Schub zur Bettruhe oder sogar zum
Krankenhausaufenthalt.
Außerdem
erhöht die Krankheit das Darmkrebsrisiko. Nach zehn Jahren haben
Colitis-Patienten ein - im Vergleich zu darmgesunden Personen -
um vier- bis zehnfach erhöhtes Risiko an Darmkrebs zu erkranken.
Um einen möglichen Krebs frühzeitig zu erkennen, wird spätestens
nach dem achten Krankheitsjahr eine jährliche Darmspiegelungen
mit Gewebeentnahmen empfohlen.
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