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Welche Beschwerden treten bei Morbus Crohn auf?

Morbus Crohn kann chronisch verlaufen, das heißt die Beschwerden dauern länger als sechs Monate an. Es gibt aber auch ein schubweises Auftreten. Dabei verschwinden die Symptome vollständig, kommen aber nach einer bestimmten Zeit wieder. Die Wahrscheinlichkeit einen Rückfall zu erleiden beträgt nach einem Jahr 30 Prozent, nach zwei Jahren bereits 40 Prozent.

Je nachdem wie weit sich die Krankheit im Darm ausgebreitet hat, sind die Beschwerden sehr unterschiedlich.

Durchfall, Bauchschmerzen und Gewichtsabnahme über mehr als drei bis vier Wochen sowie Fisteln und Abszesse im Unterleib und am Darm sind ein Hinweis auf Morbus Crohn. Der Krankheitsbeginn ist oft schleichend. Viele Patienten haben über eine längere Zeit hinweg nur geringe Symptome. Bei jedem dritten Patienten vergehen zwei bis drei Jahre, bis die Krankheit überhaupt erkannt wird. In 40 Prozent der Fälle sind Fisteln im Afterbereich das erste Anzeichen eines Morbus Crohn.
In den befallenen Darmabschnitten entzündet sich die Darmwand. Wenn die Entzündungen abheilen, hinterlassen sie Narben, die den Darm verengen. Die vernarbten Abschnitte verursachen Darmverschlüsse oder gar Darmdurchbrüche. Zudem bilden sich Abszesse (= abgekapselte Eiteransammlungen) und Fisteln (= fehlerhafte Verbindungsgänge). Es kann zu Fisteln zwischen verschiedenen Darmabschnitten, zwischen Darm und Blase oder zwischen Darm und Bauchdecke kommen.
In den entzündeten Darmabschnitten können Nährstoffe nicht mehr ausreichend vom Körper aufgenommen (resorbiert) werden. Die Durchfälle und die schweren Resorptionsstörungen verursachen rapide Gewichtsverluste und erhebliche Unterversorgung mit lebensnotwendigen Nährstoffen.

Symptome von Morbus Crohn:

  • mehrmals am Tag Durchfall, meist ohne Blut
  • Fettstuhl (Steatorrhoe)
  • kolikartige Schmerzen im rechten Unterbauch
  • leichtes Fieber
  • Appetitlosigkeit
  • allgemeines Unwohlsein
  • Gelenkentzündungen
  • Hautveränderungen, z. B. knotige und entzündliche Verdickung der Haut
  • Wundstellen der Mundschleimhaut (Aphten)
  • Augenentzündungen
  • Leberentzündung

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Letzte Änderung: 16.08.2005