Wie entsteht Morbus Crohn?
Bislang konnte die Ursache für das Auftreten von Morbus Crohn noch nicht geklärt werden. Experten gehen davon aus, dass es sich um eine Kombination aus erblichen, infektiösen, psychischen und immunologischen Faktoren handelt.
Zwischen Industriestaaten und Ländern der dritten Welt bestehen große Unterschiede im Auftreten von Morbus Crohn. Dies führt zu der Vermutung, dass eine verminderte Zufuhr von Ballaststoffen und eine vermehrte Aufnahme von Zucker an der Krankheitsentstehung ursächlich beteiligt sind. Tatsächlich konnte bei Morbus Crohn ein im Vergleich zu Gesunden gesteigerter Zuckerverzehr nachgewiesen werden.
Diskutiert wird außerdem die mögliche krankheitsauslösende Wirkung von Transfettsäuren, die in einigen Margarinen vorkommen. Die Hypothese stützt sich auf den Zusammenhang zwischen der Häufigkeit des Auftretens von Morbus Crohn und der Höhe des Margarineverzehrs. So hat zum Beispiel Schweden mit dem höchsten Margarineverzehr in Europa auch die höchste Morbus-Crohn-Rate, während in Frankreich bei einem geringen Margarine-Verbrauch Morbus Crohn selten auftritt.
Ein erhöhtes Erkrankungsrisiko haben nach Meinung einiger Experten auch Personen, die nicht gestillt wurden. Muttermilch hat einen bedeutenden Schutz gegen Infektionen des Darmes und beeinflusst die normale Entwicklung der Darmmukosa.
Zweifelsfrei belegbar ist aber eine Beziehung zwischen Ernährung und Morbus Crohn derzeit nicht.
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