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Erkältung oder Grippe?

Erkältung oder Grippe bei Kindern - was können Eltern tun?


Erkältung

Die häufigste Erkrankung überhaupt ist wohl die Erkältung. Jeder Mensch macht sie im Laufe sei­nes Lebens ungezählte Male durch.

Entgegen weitverbreiteter Meinung kann sich ein Kind eine Erkältung nicht dadurch holen, dass es nasse Füße bekommt oder zu leicht bekleidet herumgelau­fen ist. Vielmehr wird die Erkältung durch einen Virus verursacht. Deswegen gibt es dagegen keine bestimmte Therapie.

So muss das körper­eigene Abwehrsystem alleine mit dem Erreger fertig werden -was bis zu zehn Tagen dauern kann.


Symptome

Hinweise auf eine Erkältung sind

  • verstopfte oder laufende Nase mit Schnupfen,
  • Halsschmerzen,
  • Gliederschmerzen,
  • Husten,
  • Heiserkeit,
  • erhöhte Temperatur.


Hinweise für Eltern

  • Eine Erkältung ist im Regelfall keine ernsthafte Erkrankung. Sie kann aber für Kleinkinder und besonders für Säuglinge recht unangenehm sein, da Sie beim Trinken keine Luft bekommen, wenn die Nase verstopft ist.
  • Wenn Sie bei Ihrem Kind Symptome einer Erkältung feststellen, messen Sie ihm zunächst die Temperatur. Liegt diese über 38 °c, sollten Sie versuchen das Fieber entweder mit einem Paracetamolpräparat oder mit lauwarmen Waschungen (siehe Fieber) zu sen­ken.
  • Es ist nicht unbedingt nötig, dass Ihr Kind mit einer Erkältung das Bett hütet. Halten Sie es warm und vermeiden Sie, dass es Zugluft ausgesetzt ist.
  • Wichtig ist, dass Sie dem Kind möglichst die Nase freihalten. Dies kann gerade bei kleineren, die noch nicht schniefen können, kompliziert sein.
  • Hier gibt es zwar spezielle Absauger - aber nicht jedes Kind mag diese, und die Verletzungsgefahr ist auch nicht gering.
  • Nasentropfen helfen schnell, sollten aber ohne ärztliche Verordnung nicht länger als eine Woche angewendet werden, da sie bei falscher oder zu hoher Dosierung die Nasen­schleimhaut schädigen können.
  • Hilfreich kann auch eine Kochsalzlösung sein, die mit einer Pipette wie Nasentropfen in die Nase gegeben wird.
  • Vom häufigen Schneuzen bekommen Ihre Kinder eventuell eine wunde Nase und wunde Lippen. Dem können Sie vorbeugen, indem Sie die betroffenen Partien mit Vaseline bestreichen.
  • Gut ist es auch, wenn Sie Ihr Kind mit einer Salbe oder ätherischen Ölen inhalieren lassen und ihm Brust und Rücken mit der Salbe einreiben.
  • Für Kleinkinder, die noch nicht inhalieren können, gibt es in Apotheken entsprechende Tropfen, die auf die Kleidung unmittelbar unter dem Hals auf­gebracht werden können.
  • Beim Schlafen sollte der Oberkörper des Kindes leicht erhöht sein.
  • Zudem helfen Sie ihm bei der Atmung, wenn Sie die Luft in seinem Zimmer möglichst feucht halten. Hierzu bieten sich Luftbefeuchter an. Er­satzweise kann man aber auch angefeuchtete Handtücher über die Heizung legen, so dass das Wasser kondensiert.


Wann zum Arzt?

Da das Immunsystem bei einer Erkältung geschwächt ist, können weitere Infektio­nen wie Bronchitis oder Lungenentzün­dung nie ausgeschlossen werden. Durch die verstopfte Nase kann es zudem zu einer Mittelohrentzündung oder zu Ne­benhöhlenentzündungen kommen. Sie sollten einen Arzt aufsuchen, wenn Sie bei Ihrem Kind eine derartige weitere In­fektion vermuten. Er wird diese entspre­chend behandeln und dem Kind eventuell Antibiotika verordnen. In der Apotheke gibt es Nasentropfen und -dosiersprays für Kinder, die man kurzfristig nach Beratung durch den Apotheker anwen­den kann. Je nach Schweregrad der Er­kältung können Apotheker oder Arzt zu einem schleimlösenden (hustenfördern­den) oder einem hustendämpfenden Mit­tel raten.


Grippe

Wie die Erkältung ist auch die Grippe eine Virus­erkrankung, gegen die es keine eigentliche Therapie gibt. Auch die Symptome ähneln einander.

Eine schwere Virusgrippe kann besonders bei Kindern mit Asthma oder Diabetes sehr ernst werden. Gleiches gilt auch für Kinder, deren Immunsystem ohnehin schon durch andere Krankheiten geschwächt ist. Hier ist immer ein Arzt hinzuzuziehen. Davon zu unterscheiden ist der grippale Infekt, der praktisch eine verstärkte Form der Erkältung darstellt.


Hinweise für Eltern

(siehe Erkältung)


Wann zum Arzt?

Gegen die Virusgrippe kann man sich impfen lassen. Allerdings muss diese Impfung jährlich erneuert werden, da sich die Erreger permanent verändern.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gibt jährlich eine Empfehlung für den ak­tuellen Grippe-Impfstoff heraus. Empfoh­len wird die Impfung für alle Personen mit erhöhten gesundheitlichen Risiken.


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Letzte Änderung: 16.01.2007