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Schmerzen am Ohr
Womit entfernen Sie bei einem Kind einen Fremdkörper aus dem Ohr? Woran erkennen Sie eine Mittelohrentzündung und einen Ohrerguss?
Fremdkörper im Ohr
Immer wieder kommt es vor, dass Kinder
Fremdkörper in den Ohren haben. Bei kleineren Kindern können
dies Spielsachen sein, die sie sich entweder selbst oder die von
einem Spielkameraden in das Ohr gesteckt worden sind. Darüber
hinaus können aber auch kleinere Insekten in das Ohr fliegen, die
aus eigener Kraft nicht mehr herauskommen.
Hinweise auf einen solchen Fremdkörper sind
Kitzeln im Ohr oder auch teilweise Taubheit.
Hinweise für Eltern
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Wenn es sich um ein Insekt handelt, können Sie
versuchen, das Tier mit warmem Wasser auszuspülen.
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Lassen Sie Ihr Kind dafür den Kopf so auf die Seite
legen, dass das betroffene Ohr oben ist.
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Spülen Sie dann ausgiebig mit dem lauwarmem Wasser, bis
das Insekt hinausgespült wird.
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Handelt es sich um einen anderen Fremdkörper, können
Sie mit einer Pinzette vorsichtig versuchen, diesen zu
entfernen.
Wann zum Arzt?
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"Werkeln" Sie nicht am Ohr Ihres Kindes
herum. Hier besteht Verletzungsgefahr.
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Lässt sich der Fremdkörper nicht mühelos entfernen,
suchen Sie einen Arzt auf. Er kann eventuelle Hautverletzungen
sofort behandeln.
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Verbleibt der Fremdkörper im Ohr, droht die Gefahr
einer Ohrentzündung. Hiervon spricht man dann, wenn sich im
äußeren Gehörgang des Kindes eine Infektion befindet.
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Infektionen des äußeren Gehörganges sind - wenn sie
behandelt werden - meistens harmlos.
Mittelohrentzündung
Die häufigste Erkrankung der Ohren im
Kindesalter ist die Mittelohrentzündung. Dabei handelt es sich
um eine Entzündung der hinter dem Trommelfell gelegenen
Mittelohrhöhle. Diese Form der Ohrenkrankheit kommt bei kleineren
Kindern vor allem deshalb so häufig vor, weil die Erreger der
Entzündung meist über den Rachen ins Ohr gelangen. Die Verbindung
zwischen Ohr und Rachen, die sogenannte Eustachische Röhre ist
aber bei Kindern besonders kurz. Die Erreger haben also relativ
leichtes Spiel.
Symptome
Symptome für eine Mittelohrentzündung
sind
Hinweise für Eltern
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Zunächst sollten Sie versuchen, die Ohrenschmerzen
Ihres Kindes zu lindern.
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Hierzu können Sie zum Beispiel eine Wärmflasche mit
lauwarmem Wasser füllen und Ihr Kind bitten das schmerzende Ohr
darauf zu legen.
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Dies sollten Sie allerdings nicht bei Babys tun, da
diese noch nicht dazu in der Lage sind, die Flasche wegzustoßen,
wenn sie ihnen zu heiß wird.
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Ihrem Kleinkind können Sie stattdessen helfen, indem
Sie ein angewärmtes Tuch gegen das betroffene Ohr halten.
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Lassen Sie Ihr Kind inhalieren, entsprechende Geräte
gibt es in der Apotheke.
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Halten Sie ihm die Nase mit Nasentropfen oder
-dosierspray frei, damit die Ohren gut belüftet werden und sich
kein Erguss (Tubenkatarrh) bildet.
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Allerdings sollten Sie Nasentropfen oder –
dosierspray auf keinen Fall länger als eine Woche ohne ärztliche
Verordnung geben. Hier besteht die Gefahr einer Schädigung der
Nasenschleimhaut.
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Wenn die Schmerzen sehr stark werden, können Sie Ihrem
Kind ein Schmerzmittel auf Paracetamol - Basis geben.
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Achten Sie schließlich auf Eiterabsonderungen aus dem
Ohr.
Wann zum Arzt?
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Wenn Sie eine Mittelohrentzündung vermuten, sollten
Sie auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.
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Er wird Ihr Kind mit einem Ohrenspiegel (Otoskop)
untersuchen und ihm gegebenenfalls ein Antibiotikum
verordnen.
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Hat sich bereits ein Erguss gebildet, wird der Arzt
darüber hinaus ein Medikament verschreiben, das zum Abschwellen
dient, damit die Flüssigkeit über den Rachen abfließen kann.
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Wenn dies alles nicht hilft, kann eine kleine Operation
notwendig werden, in der Ihrem Kind ein sogenanntes
Paukenröhrchen eingesetzt wird, das das Mittelohr dauerhaft
belüftet. Das Paukenröhrchen fällt nach einigen Monaten von
selbst ab. Solange es aber intakt ist, darf Ihr Kind nicht
schwimmen gehen, und Sie sollten beim Haarewaschen darauf
achten, dass kein Wasser ins Ohr kommt.
Ohrerguss (Tubenkatarrh)
Im Laufe einer Mittelohrentzündung kann es
zu einem Erguss in der Eustachischen Röhre und im Mittelohr
kommen. Man spricht in diesen Fällen von einem Tubenkatarrh.
Mittelohrentzündungen haben große Flüssigkeitsmengen im Ohr zur
Folge.
Wenn diese durch die Verbindung von Ohr und
Rachen in Folge der Entzündung nicht abfließen kann, staut sie
sich und führt zu einer starken Beeinträchtigung der Hörfähigkeit
des Kindes. Teilweise kann dieser Effekt auch durch geschwollene
Mandeln eintreten.
Wird er nicht behandelt, kann der
Tubenkatarrh Schwerhörigkeit oder sogar die völlige Ertaubung
des Kindes zur Folge haben.
Hinweise für Eltern
Prüfen Sie, ob Ihr Kind bei einer
Mittelohrenzündung oder nach einer Erkältung schlechter hört.
Halten Sie bei allen Erkältungskrankheiten die Nase des Kindes
frei, um die Belüftung des Ohres zu sichern.
Wann zum Arzt?
Aufgrund der Gefährdung muss ein Kind mit
Tubenkatarrh auf jeden Fall ärztlich behandelt werden.
Quelle: E. Esser: Medizin für Kinder GOVI-Verlag GmbH
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