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Vergiftungen

Vergiftungen enden vor allem bei Kleinkindern immer wieder tödlich oder führen zu Spätschäden. Viele Vergiftungen könnten vermieden werden, wenn man sich mit dem täglichen Umfeld wie Wohnung, Kindergarten oder Arbeitsplatz auseinander setzt.

Manche meinen, mit Vergiftungen verhält es sich wie mit Banküberfällen: Keiner hat sie je gesehen oder erlebt, aber jeder weiß, dass es sie gibt.

Aus der Sicht der Betroffenen, der behandelnden Ärzte, der täglich kontaktierten Fachleute in den Giftinformationszentren und der beratenden Apotheker stellt sich das Problem natürlich ganz anders dar. Große Betroffenheit macht sich beispielsweise immer dann breit, wenn Kleinkinder eine Vergiftung erleiden oder Jugendliche oder junge Erwachsene Selbstmordversuche unternehmen.

Zahlen, Daten und Statistiken sind bei der Beschreibung des Ausmaßes und der Häufigkeit von Vergiftungen sicherlich hilfreich, können aber das Bewusstsein und Verhalten in der Regel nicht verändern. Wichtiger erscheint jedoch das bewusste Auseinandersetzen mit dem täglichen Umfeld Zuhause, im Kindergarten oder am Arbeitsplatz, um alle vermeidbaren Vergiftungen vor allem bei Kleinkindern, die leider immer wieder tödlich enden oder zu Spätschäden führen können, auch tatsächlich zu verhindern.

Quelle: Rainer Braun, Martin Schulz: Vergiftungen. GOVI-Verlag GmbH

Was tun bei Vergiftungen?
Was tun bei Verätzungen, Verbrühungen oder Gasvergiftungen? Soll man Erbrechen auslösen?


Giftinformationszentralen
Giftinformationszentren beraten von Montag bis Sonntag rund um die Uhr bei akuten und chronischen Vergiftungen. Sie geben Auskünfte an jeden Anrufer. Links und Telefonnummern finden Sie hier.


Wie häufig sind Vergiftungen?
Jedes Jahr müssen etwa 200.000 Menschen wegen Vergiftungen im Krankenhaus behandelt werden. Hauptsächlich Kinder sind betroffen.


Was ist in der Regel nicht giftig?
Bei der gelegentlichen Einnahme einiger, vermeintlich giftiger Substanzen ist nicht mit Vergiftungen zu rechnen.


Arzneimittel können giftig sein
Arzneimittel sind in Mitteleuropa die häufigste Ursache für Vergiftungen, sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern. Während bei Kindern die unbeabsichtigte Einnahme von Arzneimitteln führend ist, spielen bei Erwachsenen die Selbstmordversuche die größte Rolle.


Giftige Pflanzen
Pflanzenvergiftungen kommen fast ausschließlich bei Kindern bis zum Ende des Grundschulalters vor. Daneben sind aber auch bei Jugendlichen, die mit Pflanzenteilen "experimentieren" und bei Erwachsenen, die sich auf dem Weg "zurück zur Natur" bei Pflanzen falsch verhalten, Vergiftungen beobachtet worden.


Giftige Pilze
Obwohl Laien die mögliche Gefahr durch selbst gesammelte Pilze sehr wohl bekannt ist, werden die Giftnotrufzentren jeden Herbst wieder zu möglichen Vergiftungen befragt.


Vergiftungen durch Nahrungsmittel
Lebensmittelbedingte Infektionen und Vergiftungen steigen in Deutschland - besonders in den letzten Jahren - steil an. Die häufigsten Erreger sind Bakterien vom Typ der Salmonellen.


Vergiftungen in Haushalt, Garten und Freizeit
Ob Fleckentferner, Autopolitur, Lampenöle oder Rattengifte - die Vergiftungsgefahren in oder um die eigenen vier Wände sind vielfältig.


Vergiftungen mit Rauschdrogen
Die Rauschdrogen unterscheiden sich sehr in ihren Vergiftungssymptomen. Was tun bei zu hohen Dosierungen der illegalen Drogen Heroin, Haschisch, Ecstasy, LSD oder Cocain?


Vergiftungen bei Kindern
Schätzungsweise 140.000 bis 160.000 Kleinkinder vergiften sich -unbeabsichtigt - jährlich in Deutschland. Aber "nur" circa 20.000 müssen behandelt werden. Leider sterben jedes Jahr noch immer 30 bis 50 Kinder in der Bundesrepublik Deutschland an vermeidbaren Vergiftungsunfällen


So machen Sie Ihre Zuhause 'giftsicher'
Sie können einiges tun, um zu verhindern, dass sich ein Kind in der vertrauten Umgebung vergiftet.


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Letzte Änderung: 29.01.2007