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Alkohol - Gefahr durch Gewöhnung?

Fast jeder tinkt ab und zu ein Glas Wein oder Bier. Wie viel ist zu viel, wie oft ist zu oft?

Ein Gläschen Wein oder Bier zu gesellschaftlichen Anlässen ist keineswegs zu verpönen. Aber, viele Menschen benutzen Alkohol als Entspannungsge­tränk. Nach Feier­abend einen guten Wein oder gar einen Whisky zu trinken, mag ja auch kurzfristig helfen, einige Probleme in weite Ferne zu rücken. Unabhängig von der Gefahr der körperlichen Alkoholabhängigkeit kann es zur Gewohnheit werden, ohne "Krücke" nicht mehr entspannen zu können (psychische Abhängigkeit). Probleme werden dadurch nicht gelöst, sie stauen sich eher an. Energie und Klarheit, die wichtig sind, um Konflikte zu lösen, werden gedämpft.


Alkoholfreie Entspannungsmöglichkeiten

  • Nehmen Sie ein heißes Bad, am besten mit beruhigenden Badezusätzen wie beispielsweise Melisse.
  • Beruhigungs- oder Schlaftees aus der Apotheke entspannen ebenfalls. Es gibt sie auch in Pulverform oder als Granulat zum Auflösen, so dass selbst die Stressgeplagten ohne Mühe ihren Entspannungstrunk zubereiten können.
  • Nicht nur Ruhe, auch Bewegung kann entspannen. Ein Spaziergang, eine Radtour oder ein Besuch im Schwimmbad helfen Ihnen, auf positive Weise abzuschalten.


Wie wirkt Alkohol?

Alkohol wirkt zunächst beruhigend, möglicherweise auch entspannend. Er macht redselig. Bei kurzfristigem übermäßigem Konsum kommt es zu einem Verlust des Urteilungsvermögens und der Gefühlskontrolle. Bei guter Stimmung ist das nicht so nachteilig wie bei "Frustanlässen". Die depressive Stimmung wird verstärkt.

  • Die Reflexe werden gemindert und die Bewegungskoordination wird eingeschränkt.
  • Das Unfallrisiko ist erhöht, weil Sie nicht mehr so schnell reagieren können wie gewohnt.
  • Meiden Sie Kaffee bei Alkoholkonsum. Die betäubende Wirkung des Alkohols lässt zwar nach, dafür verstärken sich jedoch Enthemmung und Aggressivität. Man überschätzt sich selbst, denn man fühlt sich wieder klar im Kopf.
  • Langfristig starker Alkoholkonsum kann zu schwerwiegenden Leber- und Gehirnstörungen führen.
  • Zusätzlich zu den gesundheitlichen Problemen führt der Weg des alkoholabhängigen Menschen in die absolute Isolation. Er verliert das Interesse an anderen Tätigkeiten, ist reizbar und streitsüchtig. Er fühlt sich minderwertig und greift erneut zur Flasche.
  • Häufig wird erst nach Jahren starken Alkoholkonsums der körperliche, psychische und letztlich auch der soziale Verfall nach außen sichtbar.


Alkohol im Alltag

Alkohol befindet sich versteckt, wenn auch nur in geringen Mengen, in Lebensmitteln.

Beispiele:

  • Kefir
  • frische Frucht- und Gemüsesäften
  • Zahnpasten (gelegentlich)


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Quelle: E. Kirsch: Vorbeugen hält fit GOVI-Verlag GmbH

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Letzte Änderung: 15.01.2007