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Frau am Bach

Bei Hitze braucht der Körper viel Wasser. Aus einem klaren Gebirgsbach schmeckt es besonders gut.
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10 Tipps gegen den Sommerdurst

Hitze, Schweiß und Sonnenschein: Mit den Temperaturen steigt auch das Verlangen nach Flüssigkeit. Doch welcher Durstlöscher eignet sich am besten? Wie viel Liter reichen aus? Und gibt es Warnzeichen für einen Wassermangel? Folgende Tipps halten die Tankuhr des Körpers im Plus.

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  1. Liter für Liter: Wenn das Thermometer steigt, arbeitet die körpereigene Klimaanlage auf Hochtouren. Freizeitsportler, Spaziergänger und Wanderer schwitzen in der Sommerhitze besonders viel. Das gilt auch für Menschen, die ohne Klimaanlage lange im Auto sitzen. An kühlen Tagen reichen täglich anderthalb bis zwei Liter Flüssigkeit aus. Wer stärker schwitzt oder sich viel bewegt, muss an heißen Tagen fast dreimal so viel trinken.
  2. Große Mengen, kleine Wirkung: Der Verband "Forum Trinkwasser" empfiehlt, über den ganzen Tag verteilt Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Große Mengen auf einmal verarbeitet der Organismus schlecht. Es bringt daher relativ wenig, entstandene Trinkdefizite innerhalb kurzer Zeit aufzufüllen.
  3. Flotte Flasche: Ein längerer Spaziergang bereitet im Frühjahr keine Probleme. Klettert das Thermometer aber auf über 30 Grad Celsius, bedeutet das auch in unseren Breiten Durst. Am besten immer eine gut gefüllte Trinkflasche mitnehmen.
  4. Vorsicht Hitzschlag: Bei heißem Wetter können Symptome wie Frösteln, Gänsehaut, Benommenheit, Schwäche, Ermüdung, Übelkeit und Kopfschmerzen auf einen drohenden Hitzschlag hinweisen. Dann sofort schattige Bereiche aufsuchen und etwas Kühles trinken. Verlegen Sie anstrengende Tätigkeiten, so auch den Sport, in die kühleren Morgen- und Abendstunden.
  5. Nicht zu süß: Als Getränke eignen sich Leitungs- und Mineralwasser, ungesüßte Kräuter- und Früchtetees sowie Fruchtsaftschorlen besonders gut. Schlechte Durstlöscher: zuckerhaltige Getränke wie Limonaden oder Alkoholika.
  6. Hilfe aus der Apotheke: Trinken ersetzt nicht nur die fehlende Flüssigkeit, sondern auch Mineralstoffe wie Calcium oder Magnesium, die der Körper beim Schwitzen verliert. Bei einem Mangel helfen zusätzlich Präparate aus der Apotheke.
  7. Es kann zu kühl sein: Hände weg von eisgekühlten Erfrischungsgetränken. Sie können Magenbeschwerden verursachen.
  8. Der Wasserstandsanzeiger des Körpers: Der Urin zeigt, ob man genügend trinkt. Weist er eine blassgelbe Farbe und keinen strengen Geruch auf, nimmt man genügend Flüssigkeit zu sich. Warnzeichen: eine dunkelgelbe Farbe, intensiver Geruch und seltene Toilettengänge. Auch trockene Haut, trockene Lippen und ein trockener Mund weisen auf ein Wasserdefizit hin.
  9. Die Milch macht’s nicht immer: Genug trinken müssen auch die Jüngsten. Beim Spielen und Toben verbrauchen sie viel Energie und damit auch Wasser. Milch, Milchmixgetränke und Kakao finden Kinder zwar lecker, sie eignen sich wegen ihres hohen Kaloriengehaltes aber nicht als Durstlöscher.
  10. Schon morgens an das Trinken denken: Mit zunehmendem Alter speichert der Körper weniger Wasser. Auch das Durstgefühl lässt mit den Lebensjahren nach. Grund genug gerade für Senioren, besonders bei warmem Wetter über den Durst zu trinken. Wer sich schon morgens die Mineralwasserflaschen oder die Kanne Tee für den Tag bereitstellt, vergisst auch im Sommer seine Durstlöscher nicht.

Peter Erik Felzer

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