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braune Eier auf einem grau-braunen Sack, im Hintergrund etwas Stroh

Hühnereiweiß hat eine hohe Eiweißwertigkeit. Mit diesem Wert wird angegeben, wie viel Eiweiß der Körper aus dem Nahrungsmittel herstellen kann.
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Eiweiße

Eiweiße, auch Proteine genannt, sind für den Organismus lebensnotwendig. Der Organismus braucht sie zum Beispiel, um Muskeln, Knochen, Organe oder Hormone herzustellen.

Die Einzelbausteine der Eiweiße heißen Aminosäuren. Von den 20 Aminosäuren, die der Organismus braucht, kann er zwölf selbst produzieren, acht bezieht er jedoch ausschließlich aus dem Eiweiß in der Nahrung. Letztere heißen deshalb essenzielle Aminosäuren.

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Um alle notwendigen Eiweißbausteine zu bekommen, ist es nicht wichtig, besonders viel Eiweiß zu essen, sondern eine gute Kombination aus verschiedenen Eiweißquellen zu wählen. Experten sprechen hierbei von der Eiweißwertigkeit. Sie gibt an, wie viel Gramm körpereigenes Eiweiß aus 100 Gramm Nahrungseiweiß gebildet werden kann. Eine sehr hohe Eiweißwertigkeit hat zum Beispiel die Kombination aus Kartoffelbrei (Kartoffeln und Milch) mit Rührei. In der Regel besitzen tierische Eiweiße eine höhere biologische Wertigkeit als pflanzliche Eiweiße.

Im Rahmen einer gesunden Mischkost gibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) an, dass zwölf bis 15 Prozent der täglichen Nährstoffmenge aus Eiweiß bestehen sollten. Für Menschen, die abnehmen möchten, gibt es abgepackte Mahlzeiten und Getränke, sogenannte Formuladiäten, die oft einen hohen Eiweißanteil haben. Das hat zwei Gründe: Eiweiß sättigt gut, und durch eine erhöhte Zufuhr während einer Diät fällt der unerwünschte Muskelabbau weniger stark aus.

Vor einer solchen Form der Diät ist es sinnvoll, den Arzt oder Apotheker zu befragen, denn eine hohe Eiweißzufuhr eignet sich nicht in jedem Fall. So sollten zum Beispiel Menschen, deren Nieren geschädigt sind, sparsam mit Eiweiß haushalten.

Apothekerin Isabel Weinert

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