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Frau mit Inline-Ausrüstung

Zum Inlineskaten gehört auf jeden Fall eine Schutzausrüstung mit Helm, Knie-, Ellenbogen- und Handschützen.
© DAK/Egel

Wer skatet, sollte bremsen können

Auf Inlineskates leicht dahingleiten, den Fahrtwind spüren – ein schönes Erlebnis. An sich ist diese Art der Fortbewegung sehr gesund. Leider aber rollen viele Skater ohne Schutzausrüstung los und ohne eine gängige Bremstechnik zu beherrschen. Diese lässt sich zum Beispiel in Kursen erlernen.

Kurse zu Fahr- und Bremstechniken beim Skaten werden an vielen Orten angeboten. Das zeigt bereits ein schneller Blick ins Internet. Einen ersten Eindruck, was man dort lernt, geben die folgenden Beschreibungen von Bremstechniken, erstellt vom Deutschen Rollsport- und Inline-Verband e. V. (DRIV). Einen Kurs ersetzen diese Beschreibungen jedoch nicht.

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Fersenstopp

Vorübung im Stand: Gehen Sie in eine Schrittstellung. Der rechte Fuß ist vorne, das Gewicht ruht größtenteils auf dem hinteren, etwas stärker gebeugten Bein. Nun schieben Sie den vorderen Fuß nach vorne, bis die Fersenbremse den Boden berührt. Nur die letzte Rolle und die Bremse haben dabei Bodenkontakt. Danach senken Sie den Schwerpunkt über dem hinteren Fuß noch ein wenig ab. Die Arme sind im Seitvorhalt, der Oberkörper bleibt nahezu aufrecht, der Blick ist nach vorne gerichtet.

Bremsen bei geringer Geschwindigkeit

Der Bewegungsablauf ist derselbe wie bei der Vorübung. Achten Sie auf die richtige Bewegungsabfolge: Schrittstellung, vorderen Fuß nach vorne schieben, bis er nach hinten kippt, Absenken des Körperschwerpunktes. Versuchen Sie nach dem Aufsetzen der Bremse, den Druck auf den Bremsstoppel kontinuierlich zu steigern. Je stärker die Bremswirkung sein soll, umso tiefer muss der Körperschwerpunkt abgesenkt werden. Hinweis: Die Kraftlinie sollte durch den Körperschwerpunkt und den Bremsbacken gehen.

Bremsen bei höherer Geschwindigkeit

Versuchen Sie, den Bremsweg allmählich zu verkürzen, üben Sie dazu eine Zielbremsung und Bremsen beim Bergabfahren.

T-Stopp

Gewicht auf ein Bein, das Standbein, verlagern und die Balance halten, um das entlastete Bein, das Bremsbein, im rechten Winkel hinter dem Standbein zwischen zweiter und dritter Rolle aufsetzen zu können. Alle vier Rollen gleichmäßig belasten und je nach erforderlicher Bremswirkung mehr Gewicht auf das Bremsbein verlagern. Auch der Abstand zwischen den Beinen bestimmt das Ausmaß der Bremswirkung und lässt sich durch ein stärkeres Abwinkeln des Standbeines erhöhen.

Schneepflugbremse

Lassen Sie Ihre Skates in eine relativ weite Grätschstellung auseinander laufen. Nun steueren Sie mit den Zehenspitzen leicht nach innen und verstärken den Druck auf die Fersen (hintere Rollen). Versuchen Sie, diese weite Schneepflugstellung mit der Muskulatur zu stabilisieren. Die Rollen beginnen in dieser Stellung zu rutschen und erzeugen die gewünschte Bremswirkung. Während des gesamten Bremsvorganges werden nur die Innenkanten der Rollen belastet; die Knie bleiben in der Beinachse (keine O-Bein-Stellung). Steigern Sie die Anlaufgeschwindigkeit. Versuchen Sie während des Bremsens durch dosierte Druckverlagerung einen Bogen (Pflugbogen) zu fahren.

Schutzausrüstung

Da jeder noch so geübte Inlineskater stürzen kann, müssen stets Helm, Knie-, Ellbogen- und Handgelenkschoner getragen werden. Sehr wichtig ist es auch, Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer zu nehmen.

Notfallapotheke

Pflaster zum Aufkleben, Sprühpflaster, Mullbinden, Schmerzmittel, Kühlkompressen, sowie Salben, Sprays oder Gele zur Desinfektion und besseren Wundheilung aus der Apotheke helfen, wenn ein Bremsmanöver nicht richtig funktioniert hat. Präparate zur Wundbehandlung enthalten beispielsweise Wirkstoffe wie Povidon-Jod. Bei anhaltenden Schmerzen sowie größeren oder tieferen Wunden sollte man stets einen Arzt aufsuchen beziehungsweise rufen.

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