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Familien-Picknick

Ein Picknick gehört zum Pflichtprogramm, wenn die ganze Familie wandert.
© mauritius images

Wandern: Der Weg ist das Ziel

Wandern gehört hierzulande ohne Zweifel zu den Lieblingsbeschäftigungen in der Freizeit. Allerdings scheint die Freude an dieser Art der Bewegung erst im Erwachsenenalter zu reifen. Mit etwas Einfallsreichtum schaffen es wanderfreudige Eltern aber doch, ihre Kinder für den Familienausflug zu begeistern.

Erster Urlaubstag in den Alpen, zehn Uhr vormittags: Während der Familienvater Roman B. die Wanderschuhe schnürt und seine Frau Claudia den Proviant im Rucksack verstaut, schauen ihre zwei Töchter mit langen Gesichtern zu. "Wollt ihr etwa wandern? Bei dem Wetter?", fragt die elfjährige Elfi mit Blick auf einige graue Wolken am ansonsten blauen Himmel. Auch Lisa, 14 Jahre, stimmt ausnahmsweise einmal ihrer kleinen Schwester zu: "Immer müsst ihr uns mit dem Gelatsche den Urlaub verderben."

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Elektronische Motivationshilfe

Roman ignoriert die Einwände: "Zieht Euch die Schuhe an, ich habe mir was ausgedacht, was Euch bestimmt gefallen wird." Dabei holt er ein kleines, orangefarbenes Gerät aus der Tasche, etwas größer als ein Handy. Die Kinder schauen ihn fragend an, aber ihre Neugier hat bereits gesiegt. Ohne weiteres Maulen schlüpfen sie in ihre Wanderschuhe und nehmen die Jacken vom Haken.

Vor dem Hotel gibt Roman den Töchtern das Gerät. Es empfängt Satelliten-Signale des "Global Positioning Systems" (GPS), durch die sich der eigene Standort genau bestimmen lässt. Es ist eine Art elektronische Landkarte und Navigationsgerät für Feld und Wald. "Wir suchen einen Schatz", verkündet er den beiden und kramt noch ein paar Computerausdrucke hervor. "Auf diesen Zetteln stehen Aufgaben, die wir lösen müssen, um die genaue Position des versteckten Schatzes zu erfahren. Wie bei einer Schnitzeljagd, nur spannender."

Moderne Schnitzeljagd

Geocaching (wird "dschio-käsching" ausgesprochen) nennt sich die moderne Art des Orientierungslaufs, die weltweit immer mehr Menschen in ihren Bann zieht. Auf speziellen Internetseiten sind Tausende von "Caches", also Verstecke, verzeichnet, die es gilt, mit Hilfe des GPS-Gerätes und einiger Aufgaben zu finden. Diese Schätze haben an sich keinen großen Wert, die Suche danach ist der eigentliche Spaß an der Sache.

Auch Elfi und Lisa lassen sich anstecken und folgen begeistert der Geschichte und den Anweisungen, die sie von Station zu Station und schließlich zum Schatz führen. Dass es sich dabei "nur" um eine unter dürren Ästen versteckte Plastikdose mit eingelegtem Gästebuch handelt, stört sie nicht weiter. Im Gegenteil, sie möchten in dem Urlaub unbedingt noch mehr Schätze finden. Dass sie nebenbei mit ihren Eltern fast zehn Kilometer gewandert sind, haben sie kaum registriert.

Picknick und Lieder

Als Elfi und Lisa jünger waren, konnten die Eltern sie noch leichter zum Laufen motivieren. Anfangs genügte es, ihnen ein leckeres Eis nach dem Rundgang zu versprechen. Auch ein toller Spielplatz oder eine Sommerrodelbahn am Zielpunkt der Wanderung verfehlten selten ihre Wirkung. Ein Picknick unterwegs macht sowieso jedem Spaß. Belegte Brote und Apfelschorle schmecken an der frischen Luft noch viel besser als zu Hause am Esstisch.

Wenn Mama zwischendurch noch eine spannende Geschichte von Zwergen und Prinzessinnen erzählte, die in dem gerade durchquerten Waldstück spielte, wurden die beiden nicht müde. Auch gemeinsames Singen setzte bei Elfi und Lisa Kräfte frei. Von der "Vogelhochzeit" bis zum Pippi Langstrumpf-Lied eignete sich alles wunderbar, um die nächste Anhöhe zu überwinden. Wichtig war, dass die Eltern die Entfernungen nicht zu lang wählten und genügend Pausen einkalkulierten. Denn wer seine ermatteten Kinder die letzten Kilometer auf den Schultern tragen muss, tut sich keinen Gefallen.

Apotheker Rüdiger Freund

Tipps für den Wanderurlaub

Wer auf Schusters Rappen unterwegs ist, benötigt meist ein paar Dinge für unvorhergesehene Notfälle. Dazu gehören:

  • unbedingt ein Sonnenhut oder eine Schirmmütze,
  • Sonnencreme/-lotion mit sehr hohem Sonnenschutz, denn nicht immer finden Sie Schatten, wenn Ihnen die Sonne zu viel wird,
  • eine Sonnenbrille,
  • elastische Binden und Bandagen für den Fall, dass die Gelenke anfangen zu schmerzen,
  • genügend Pflaster und Verbandsmaterial für Schürfwunden,
  • ein Magnesiumpräparat oder Sportler-Kombinationen aus Mineralstoffen und Spurenelementen gegen Muskelkrämpfe.

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