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Vitamin E hilft trockener Haut

Wird die Haut trocken, ist dies ein deutliches Zeichen dafür, dass ihr Feuchtigkeits- und Fetthaushalt gestört ist. Studien zeigen, dass hoch dosiertes Vitamin E in Cremes dazu beitragen kann, geschädigte Haut zu reparieren und deren Elastizität zu verbessern.

Ein Spannungsgefühl, juckende, gerötete oder schuppende Stellen sind meist ein Hinweis auf trockene Haut. Kälte, Wind, intensive Sonnenbäder, Heizungsluft, aber auch heißes Duschen und Baden können die Ursachen sein. Doch was heißt eigentlich trockene Haut?

Häufig wird trockene Haut lediglich auf einen Mangel an Feuchtigkeit zurückgeführt. Dabei fehlt ihr in der Regel auch Fett. Die Hornschicht der menschlichen Haut besteht aus kernlosen, abgestorbenen Zellen, die wie Backsteine in Mörtel eingebettet sind. Dieser Mörtel besteht aus Fetten, die ermöglichen, dass die Haut Wasser zurückhalten kann. Wasser befindet sich auch auf der Hornschicht. Hier sorgen die oberflächlichen Fette der Talgdrüsen dafür, dass das Wasser nicht verdunstet. Zusätzlich tragen natürliche Feuchthaltefaktoren, darunter Aminosäuren und Harnstoff, dazu bei, dass die Hornschicht geschmeidig und elastisch bleibt.

Beim "trockenen Hauttyp" ist jedoch der Feuchtigkeits- und Fetthaushalt aus dem Gleichgewicht geraten. Die Talgdrüsen arbeiten nicht richtig, Wasser wird nicht gebunden, und die Hornschicht ist geschädigt.

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Die Mischung muss stimmen

"Was trockene Haut braucht, ist eine abgestimmte Zusammensetzung aus Lipiden und Feuchthaltefaktoren", erklärte die Hautärztin Dr. Annette von Zumbusch aus München auf einer Presseveranstaltung. Sie riet daher sowohl von stark wasserhaltigen Zubereitungen mit Lipidanteilen unter 20 Prozent als auch von reinen Fettsalben ab. "Sie verbessern den Hautzustand in der Regel nicht." Im Übrigen zeigten Studien, dass die Ergebnisse der Hautpflege umso besser werden, je hochwertiger die Bestandteile und die Zusammensetzung des Produktes sind.

Von großer Bedeutung für die Pflege trockener Haut ist auch Vitamin E. Dr. Stefan Weber vom Universitätsklinikum Bonn wies in einer Studie nach, dass auf die Haut aufgetragenes Vitamin E die Zellen vor der Zerstörung durch oxidativen Stress wie UV-Strahlung oder Ozonbelastung schützt. "Aktuelle wissenschaftliche Arbeiten weisen darauf hin, dass vor allem hoch konzentriertes Vitamin E in tiefere Hautschichten dringen kann, wo es zur Erhaltung der Hautgesundheit wichtige Funktionen übernimmt", informierte Weber. Unter anderem soll das Vitamin den Abbau elastischer Fasern reduzieren.

Auch folgende Tipps können helfen, die trockene Haut geschmeidig und elastisch zu halten:

  • Meiden Sie Sonnenbäder.
  • Baden und duschen Sie nur kurz und lauwarm.
  • Trinken Sie viel.
  • Verwenden Sie Reinigungsöle statt Seifen.
  • Verwenden Sie kein alkoholhaltiges Gesichtswasser.
  • Cremen Sie sich nach dem Waschen und Baden immer ein.
  • Verwenden Sie keine erstarrenden Gesichtsmasken, sondern nur Crememasken.
  • Schützen Sie Ihr Gesicht vor Kälte, indem Sie eine fettreiche Hautpflege auftragen.

Präparate für die tägliche Pflege gibt´s in Apotheken

Wer unter trockener Haut leidet, sollte also seine Pflegepräparate sorgfältig wählen. Pflegepräparate mit den angesprochenen Substanzen gibt es in Apotheken. Außerdem auch solche für rissige, trockene Lippen und ein gerötetes Lippenumfeld.

Wann zum Arzt?

Trockene Haut kann manchmal Symptom einer Erkrankung sein. Heftiger Juckreiz, Rötungen und Schuppen sind unter Umständen auf einen Diabetes mellitus, eine Neurodermitis, Schuppenflechte oder ein Kontaktekzem zurückzuführen. Wird die trockene Haut zur anhaltenden Belastung, sollte man daher immer einen Arzt konsultieren, um die Ursache abzuklären.

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