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Homöopathie Johanniskraut

Aus Johanniskraut werden homöopathische Mittel hergestellt, die bei Wunden, Prellungen/Quetschungen von nervenreichem Gewebe, zum Beispiel Steißbein, Fingerkuppen oder Zehen eingesetzt werden.
© Thorsten Schier - Fotolia

Homöopathie: Welche Pflanzen stecken drin?

Bei vielen leichteren akuten Beschwerden eignen sich homöopathische Arzneimittel zur Selbstbehandlung. Im Folgenden stellen wir Ihnen neun bewährte Mittel der Homöopathie vor, deren Grundlage Pflanzen sind.

Fachbegriffe der Homöopathie

Lexikonseiten Wichtige homöopathische Fachbegriffe verständlich erklärt, finden Sie auf aponet.de im
Homöopathischen Glossar.

Wählen Sie aus der untenstehenden Liste das aus, das am besten zu den aktuellen Beschwerden und zum Typ des Patienten passt. Im akuten Stadium steckt man stündlich bis zweistündlich, bei Besserung dreimal täglich fünf Kügelchen (Globuli) in die Backentasche; dort lösen sich die Zuckerkügelchen auf. Bei abklingenden Beschwerden setzt man das Mittel ab. Es gibt auch homöopathische Tropfen. Sie enthalten Alkohol.

Pflanzen wie die hier aufgelisteten bilden zwar die Basis vieler wichtiger Homöopathika, dennoch muss man wissen, dass die Homöopathie an sich keine Pflanzenheilkunde ist. Viele Mittel stellt man aus tierischen oder mineralischen Bestandteilen her. Beispiele sind Apis D6 aus Bienengift, Sepia D12 aus der Tinte von Tintenfischen oder Calcium phosphoricum D12 aus Calciumphosphat.

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Name des Mittels, Anwendung, typische Beschwerden

  • Aconitum D6 (Eisenhut)
    Plötzlich und heftig beginnende grippale Infekte; erster Fieberansturm einer Erkältung, aber ohne Schweiß; die Haut ist heiß und trocken; Frieren mit Schüttelfrost; der Patient ist ängstlich und sehr unruhig.
  • Arnica D6 (Bergwohlverleih)
    Unverzichtbares Wundheilmittel bei Verletzungen aller Art wie Prellung und Quetschung von Gewebe, Verstauchung und blauen Flecken. Hilft auch bei Muskelkater. Am besten in die Sporttasche einpacken.
  • Belladonna D6 (Tollkirsche)
    Gutes Folgemittel nach Aconitum, wenn sich eine Entzündung im Körper festsetzt. Erkältung mit hohem Fieber und starkem Schwitzen, Blutandrang zum Kopf: heißes rotes Gesicht, hämmernde Kopfschmerzen. Für Frauen mit pulsierenden Regelschmerzen und dem Gefühl, dass Unterleibsorgane nach unten drängen.
  • Chamomilla D6 (Kamille)
    Wichtiges Mittel in der Kinderheilkunde, zum Beispiel bei Zahnungsbeschwerden, Durchfällen oder Blähungskoliken. Typisch: Die Kinder sind ungeduldig, quengelig, zornig und wollen herumgetragen werden. Das Mittel ist auch bei heftigen, unerträglichen Regelschmerzen hilfreich.
  • Hypericum D12 (Johanniskraut)
    Wird eingesetzt bei Beschwerden mit ausgeprägtem Bezug zum Nervengewebe, so etwa bei Wunden, Prellungen/Quetschungen von nervenreichem Gewebe, zum Beispiel Steißbein, Fingerkuppen oder Zehen. Im Wechsel mit Arnica bei zahnärztlichen Eingriffen wie Zahnziehen oder Wurzelbehandlung.
  • Nux vomica D12 (Brechnuss)
    Typisches "Katermittel": Kopfschmerzen, Übelkeit, Magenkrämpfe, Darmbeschwerden nach reichlichem Essen und Trinken, zu viel Alkohol oder Kaffee; für gestresste, gehetzte überarbeitete Menschen (Manager-Typen).
  • Okoubaka D3 (Okoubaka aubrevillei)
    Magen- und Darmbeschwerden durch Klima- und Kostumstellung, zum Beispiel Baum aus Westafrika) bei Fernreisen.
  • Pulsatilla D6 (Wiesenküchenschelle)
    Gutes Mittel für empfindsame, weinerliche, zaghafte Menschen. Bei Magendrücken, Übelkeit und Brechdurchfall nach Durcheinanderessen (Sommerparty). Blasenreizung als Folge von Nässe und Kälte, Schleim im Urin. Gutes "Frauenmittel" bei unregelmäßiger, schwacher Blutung und "Beschwerdepaket" während der Periode.
  • Rhus toxicodendron D12 (Giftsumach)
    Ziehende, reißende Schmerzen und Beschwerden nach Verkühlung, Durchnässung (Giftsumach) und Überanstrengung, zum Beispiel steifer Hals, Bewegungsschmerzen oder Sportverletzungen. Rheumatische Gelenkschmerzen mit Gefühl von Steifigkeit.

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