Wissen

Vorsicht Eltern: giftige Pflanzen im Garten

Kinder stecken vieles in den Mund. Leuchtende Beeren und saftige Früchte sind besonders verlockend, leider auch die giftigen. Zwar sind nur 0,5 Prozent der Vergiftungen lebensbedrohlich, trotzdem sollte man giftige Gewächse erst pflanzen, wenn der Nachwuchs groß ist.

Maiglöckchen

Das Maiglöckchen enthält hochgiftige Inhaltsstoffe.
© Jesko Donst

Am häufigsten wenden sich Eltern wegen Vergiftungen durch die Früchte des Maiglöckchens an Giftberatungsstellen. Daneben gelten beispielsweise Aronstab, Eibe, Fingerhut, Rizinus, Seidelbast, Tollkirsche, Zaunrübe oder Goldregen als sehr giftige Pflanzen. Es sind nicht alle Pflanzenteile bei den genannten Gewächsen gefährlich. Es können Beeren, Blätter, Samen, Rinde oder auch Wurzeln sein, die die giftigen Inhaltsstoffe bergen. Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Schwindel, Kopfschmerzen, erhöhter oder verlangsamter Puls sowie Atemstörungen können sofort oder verzögert auftreten.

Vermuten Eltern eine Vergiftung, sollten sie sofort Experten um Rat fragen! Was im Detail zu tun ist, lesen Sie hier.

Für Vergiftungen sind die lokalen Giftnotrufzentralen zuständig. Eine Übersicht über die Rufnummern finden Sie auf folgender Seite auf aponet:

Telefonnummern der Giftnotrufzentralen

Abhängig vom Schweregrad muss das Kind in eine Kinderklinik gebracht werden, möglichst im Krankenwagen. Falls möglich, sollten die Eltern Pflanzenteile und eventuell Erbrochenes ins Krankenhaus mitnehmen.

Anzeige

Die Wartezeit können die Eltern wie folgt überbrücken: das Kind beruhigen, hinlegen, für Frischluft sorgen. Dem Kind kleine Mengen Tee, Wasser oder verdünnten Saft geben. Durch große Flüssigkeitsmengen steigt das Risiko des Erbrechens. Das wird gefährlich, wenn das Kind bewusstlos werden sollte, denn dann kann das Erbrochene in die Lunge gelangen. Milch ist ungeeignet, weil ihr Fett die Aufnahme fettlöslicher Pflanzengifte beschleunigt.

Apotheke finden

Tagsüber
Notdienst
Alle Inhalte
schließen